Mein Motto:

 

"Der kürzeste Weg zu sich selbst führt um die Welt herum."
(Hermann Graf Keyserling, 1880 - 1946)
 

Südafrika 2011

"Wenn man mit Löwen und Elefanten zu tun hat, wird man Gottlob nirgends auf der Welt ernst genommen und darf überall hin."

Berhard Grzimek (1909 - 1987)

 

REISEN ...

Foto: Dethardt Müller, Namibia

 

Seit ich in den frühen 1960er Jahren mit den Pfadfindern durch Eifel und Hunsrück wanderte, bin ich quasi in jeder freien Minute unterwegs: erst durch Europa und seit 1976 auf sämtlichen Kontinenten.

 

Und noch immer habe ich mich für keine bestimmte Art des Reisens entscheiden können: Städtereise nach Rom, Wohnmobilurlaub in den kanadischen Rockies, Zugfahrt durch Vietnam, Kreuzfahrt durch den Panamakanal oder die Jeeptour im Hohen Atlas ... alles ist für mich gleichermaßen interessant und spannend.

 

zur Chronologie meiner Reisen durch Klick auf den Button:

FOTOGRAFIEREN UND SCHREIBEN ...

Arbeitsplatz mit Aussicht in Namibia

Ich fotografiere gerne, aber ohne den Anspruch, technisch auch nur annähernd perfekt zu sein; eher sehe ich mich als Geschichtenerzählerin. In Wort und Bild.

 

Meine Ausrüstung im Anschluss an die Fotogalerien-Übersicht

 

 

Meine "Reisegeschichten" sind überwiegend persönliche Erlebnisse, gewürzt mit einigen wichtigen und/oder interessanten Informationen.

LESEN ...

meterweise Freu(n)de

 

 

 

22 Jahre lang vorwiegend beruflich, aber seit einigen Jahren nur noch privat.

Mehr dazu in meiner "Bücherkiste"



Bücher als Meilensteine auf meinem Weg

1960er Jahre:

A. E. Johann:

Wo ich die Erde am schönsten fand

 

Das 1960 im Sigbert Mohn Verlag erschienene Buch war der erste Bildband, der mir von einem Regal der Stadtbücherei direkt in die Hände fiel. Mit seinen 160 Textseiten, den 58 schwarzweißen und vor allem den 53 farbigen Fotos entführte er mich in ferne Welten: vom Tal des Apurimac in Peru über die Kimberleys in Australien bis zu den Dschunken in Hongkong, einem Bergsee in den Rocky Mountains, der Wüste im Sudan und zu den Elefanten Kenias. Und schon als Teenager war mir klar: das will ich auch sehen!

Jahre später folgten dann einige andere Bildbände, die wie der Johann zum Klassiker wurden. Ich erinnere nur an  Hans Domnick: "Traumstraße der Welt. Auf der Panamericana durch Nord- und Südamerika"  (1969 Bertelsmann) oder an Hans Otto Meissner: "Herrlich wie am ersten Tag" (1973 Bertelsmann).

 

Sie alle sind längst in die Jahre gekommen mit ihren teils unscharfen Fotos, mit dem heute oft betulich wirkenden Schreibstil und vor allem mit der fehlenden "political correctness". Undenkbar beispielsweise, dass sich heute ein Autor (Meissner) noch stolz mit Gewehr neben einem erlegten Tiger ablichten lassen und das Foto in einem Buch veröffentlichen könnte, ohne einen Sturm der Entrüstung zu entfachen. Auch dann, wenn das Raubtier ein man-eater war.

Undenkbar auch, dass ein Autor (Johann) heute ohne Protest zu ernten schreiben dürfte: "Der Kudu …, den ich eine Woche zuvor geschossen hatte, war schon aufgegessen. Die Schwarzen wollten Fleisch, Fleisch bei der schweren Arbeit. Wir waren also wieder unterwegs, um einen Vorrat an 'Fleisch' zu schießen."

 

Die Zeiten ändern sich, und auch ich sehe mir die Bücher heute mit gemischten Gefühlen an. Aber damals waren sie genau richtig, und ohne sie wäre ich nicht dort, wo ich heute bin.

 

1970er Jahre:

Heribert Seul: Weltführer für Reisen mit dem Rucksack. Tips und Routen für 60 Länder

 

Wer Anfang der 1970er Jahre "allein in die weite Welt hinein" reisen wollte, hatte es nicht einfach. Die existierenden Reiseführer beschrieben zwar ausführlich die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen (meist europäischen) Länder, aber praktische Reisetipps wie Einreisebestimmungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Reiserouten oder gar persönliche Tipps fehlten völlig.

Was lag da näher, als dass sich einige Globetrotter zusammentaten, um für andere ihre Erfahrungen aufzuschreiben?

1975 präsentierten Heribert Seul und Ludmilla Tüting erstmals auf der Frankfurter Buchmesse unter der Bezeichnung "Globetrotter Selbstverlag"  Friedemann von Engels "Tips für Trips", Ludmilla Tütings "Von Alaska nach Feuerland", "Transsahara" von Klaus & Erika Därr sowie Rolf Schettlers "100.000 km Orient".

 

1976 dann taten sich die Autoren der ersten und erfolgreichsten Bücher zu einer Gruppe zusammen, trennten Spreu vom Weizen und gaben ihre Bücher mit dem Label GSFG (Globetrotter schreiben für Globetrotter) heraus, und die Nachfrage nach diesen "Alternativen Reiseführern" stieg ständig. 

 

Den vorliegenden fünften Band der Reihe kaufte ich mir (genauer: bestellte ich bei dem Autoren für 12,50DM, die ich als Scheck einem Brief beilegte) im April 1976, und im Gegensatz zu vielen bedeutend neueren Reiseführern besitze ich ihn noch heute. Für mich ist dieser Vorfahr von Reihen wie "Reise Know-How", "Lonely Planet" & Co. nämlich der Inbegriff einer Aufbruchstimmung. Aufbruch in eine neue Generation von Reiseführern und vor allem: Aufbruch in die Welt.

 

Meine erste Fernreise alleine und auf eigene Faust (1979, Peru und Bolivien) hätte ich ohne den Seul als Erstinformation und ohne den im Sommer 1976 erschienenen alternativen Reiseführer "Südamerika" von Martin Velbinger in dieser Form vielleicht nie unternehmen können.

 

typische Seiten aus dem "Seul"

1980er Jahre:

 

 

Mein Reisetagebuch "Round the World"

 

Weltreise 1984/85: Frankfurt – Belgrad – Dubai – Singapur – Jakarta – Sydney – Nouméa – Auckland – Papeete - Los Angeles – Houston - New York – Paris – Frankfurt. Das Fluggepäck-Limit beträgt 20 Kilo, womit kein Platz für Reiseführer bleibt, und noch sind weder Smartphone noch Laptop oder Tablet samt Apps erfunden.

Was macht man da? Genau: aus dem Stapel von Büchern und Reiseführern zu den besuchten Ländern schreibt man sich seinen eigenen Reiseführer zusammen:

statistische und geografische Daten, Geschichte, Impfbestimmungen, Unterkunft, Verkehrs- und Routeninfos, Feiertage, Stromspannung, Kleidung, medizinische Versorgung, Post, Preise, Trinkgeld, Öffnungszeiten, Souvenirs, landestypische Spezialitäten, Maße, Temperaturen, Zollbestimmungen, Sehenswürdigkeiten, u.a.m.

 

Man schreibt sein eigenes Adressbuch und ein Wörterbuch (in diesem Fall Bahasa Indonesia), man zeichnet Pläne, bastelt einen Kalender und klebt kopierte Landkarten und Stadtpläne ein. Womit man nahezu alle benötigten Informationen in einem Buch hat. Ein Buch, das während der Reise dann zum Tagebuch wird, zum Notizblock für Spielergebnisse oder Ausgaben und manchmal auch zum Zeichenblock.

 

Dieses Reisetagebuch, das zum Prototypen für alle folgenden wurde, liebe ich ganz besonders. Und zu den Freuden einer Reisevorbereitung gehört für mich nach wie vor die Anlage (wenn noch Platz frei ist auch die Fortführung) eines solchen Buches. Auch, wenn ich "nur" zu einem Städtetrip aufbreche.

 

einige Seiten aus meinem Reisetagebuch

ELEFANTEN ...

Namibia: Etosha NP

mit den sanften Riesen beschäftige ich mich seit den frühen 1970er Jahren. Sie waren auch Grund für meine erste große Fernreise

1976 nach Kenia, wo ich meinen Namen bekam: mamatembo, Mutter der Elefanten.

 

Mehr Elefanten in meinem Reisealphabet

<<< bitte Foto anklicken

"GESTERN WAR SIE NOCH DA" 

die Anzeige, die mich mitten ins Herz traf:

 

 

 

 

 

< < < bitte Foto anklicken!

Konsequenz: ich wurde Patin für die Elefanten Afrikas

 

 

... und mit einem monatlichen Beitrag unterstütze ich jetzt die Arbeit des WWF zum Schutz der Waldelefanten im Kongobecken sowie der Savannenelefanten in Namibia und angrenzenden Ländern.

 

Wer sich für eine Patenschaft interessiert

(man kann auch Pate werden für Tiger, für Wale, Eisbären, Gorillas u.a.):

< < < bitte Foto anklicken!

 

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation

kann man daran erkennen, wie sie die Tiere behandelt.

Mahatma Gandhi (1869-1948)

 

unterwegs mit mamatembo: auf Elefantenrücken in Indien, Sri Lanka, Nepal und Südafrika ...

 

Der Ritt auf einem Elefanten ist ein einmaliges Erlebnis, dabei aber keineswegs eine reine Touristenattraktion.

 

Beispiel Indien: die Arbeitselefanten werden von Maschinen verdrängt und nicht mehr gebraucht, aber anstatt sie zu töten, setzt man sie im Tourismus ein - und erhält so zudem noch ihren Mahouts den Job.

 

Beispiel Südafrika: die drei Jungbullen der "Addo Elephant Back Safari Lodge" wurden von Tierschützern vor einem Culling im Krüger NP gerettet, und durch ihre Ausbildung zu Reitelefanten entgingen sie dem Schicksal, auf einer Jagdfarm als Trophäe abgeknallt zu werden.

 

MEINE FAMILIE

unterwegs mit John: bitte Foto anklicken!

 

 

Mein Mann John

trat am 22. 06. 1980

in mein Leben;

Angie und Oskar; unser A und O

 

 

 

 

die Griechin Angie

am 07. 01. 2005 und

 

der Ungar Oskar am 19. 11. 2011.

Wie alles anfing:

Beates erster Pass, 1954

 

"Grenzkarte" hieß mein erster Pass, und ich war drei Jahre alt.

 

Damals wurde das Dokument benötigt, um ins benachbarte Luxemburg oder Frankreich zu reisen.

erschienen um 1954

Geographiestunde, gezähnt

 

Diese Briefmarke aus der Sammlung meines Vaters fesselte mich schon als Kind. Elefanten, eine Frau, ein Krönchen, Speere … Ich wollte mehr darüber wissen: woher kommt die Marke? Wer ist die Frau? Was macht sie mit den Waffen? Der Atlas wurde befragt und das Lexikon, und für mich begann eine spannende und lehrreiche Zeit.

 

Meine ersten Kenntnisse über fremde Länder habe ich somit einer Briefmarkensammlung zu verdanken.

Das schönste Denkmal,

das ein Mensch bekommen kann,

steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

(Albert Schweitzer, 1875-1965)

Paul, Frankreich 2008

 

 

PAUL (15. 01. 1924 - 12. 11. 2009)


 

Er lehrte mich die Liebe zur Natur, und durch seine "Kosmos"-Hefte lernte ich schon in den frühen 1960er Jahren die große, weite Welt kennen.

 

Und Stonehenge, Machu Picchu und Angkor Wat wurden zu magischen Orten, die irgendwo da draußen auf mich warteten ...

 

Danke, Daddy!