Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten.

Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.

Nagib Machfus (1911 - 2006)

FAQ - Frequently Asked Questions

0. Zur Einstimmung sechs Fragen, die

im Juli 2013 auf ihrer Webseite stellte ... und meine Antworten:

 

F: Hast Du ein Motto für Dein Leben, für Dein Blog, Deine Homepage?

A: Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist. (Jean Paul)

     

F: Wo möchtest Du leben?

A: Immer dort, wo meine Leute sind.

 

F: Was ist Dein Lieblingsreiseziel, wo möchtest du gern noch (oder wieder) hin?

A: Ich möchte gerne noch einmal für einige Wochen in das Kenia, das ich 1976 erlebt habe.

 

F: Was muss unbedingt ins Reisegepäck und was machst Du, wenn gerade dies verloren geht?

A: Neugier und Freude auf fremde Menschen und Landschaften; wenn mir das verloren gehen sollte, möchte und werde ich nicht mehr reisen.

 

F: Wann, wie und wo bist Du absolut, rundum glücklich und zufrieden?

A: Klar, beim Hören meiner Lieblingsmusik, nach einem guten Essen mit Freunden, aber vor allem in der Natur: beim Betrachten des Sonnenuntergangs an einem einsamen See in Kanada oder des Sternenhimmels über dem australischen Outback, bei der Pirsch mit einem Ranger auf Löwen und Elefanten in Afrika oder auf Tiger in Indien und beim Spaziergang durch den Wald mit meinen Hunden an einem nebligen Herbstmorgen …

 

F: Ist auf einer Deiner Reisen schon einmal etwas so richtig schief gegangen und was hast Du daraus gemacht?

A: Natürlich ist in meinen 50 Jahren des Reisens schon einiges schief gegangen, vom verpassten Flugzeug bis hin zum Rucksackklau aus dem abgesperrten Hotelzimmer … aber für mich sind diese Erlebnisse das Salz in der Suppe des Reisens, und ich möchte sie nicht missen. Zudem ließen sich alle Probleme stets mit kühlem Kopf und Kreativität lösen.

 

I. Warum gibt es keine allgemeinen Infos zu den von dir bereisten Ländern?

Für meine Reiseseite ziehe ich das persönliche Erlebnis vor. Ich sehe keinen Sinn darin, allgemeine Daten und Fakten, die überall im Netz abrufbar sind, zu kopieren und auf meine Seite zu stellen. Zudem wäre es mir unmöglich, diese ganzen Daten ständig auf ihre Aktualität hin zu überprüfen, und deshalb gilt hier auch

mein Motto: besser keine Information als eine veraltete Information!

II. Hast du die Bücher, die du hier vorstellst, auch alle gelesen?

Natürlich; auf meinen Seiten stelle ich nur Bücher vor, die ich gelesen habe und darüber hinaus selbst besitze. So sind auch die Titelbilder alle von mir eingescannt und nicht irgendwo im Internet kopiert.

III. Warum gibt es auf deiner Reiseseite ein Hundeblog?

  

 

Das ist ganz einfach: klick Oskar an!  >>>

IV. Nach welchen Kriterien suchst du deine Reiseziele aus?

Nun, das ist immer eine Bauch-Entscheidung. Bei manchen Ländern weiß ich einfach, dass ich sie sehen muss.

 

Meist gibt es dafür einen Auslöser; bei Peru war dies beispielsweise ein Zeitungsbericht über Machu Picchu und bei Kambodscha die Fotos des Dschungeltempels Ta Prohm, die mir nicht mehr aus dem Kopf gingen.

 

Viele Filme weckten meine Reiselust, so führten mich z. B. die Western irgendwann nach Tucson und Tombstone und "Frühstück bei Tiffany" nach New York.

Eine Eisenbahn-Dokumentation bewegte mich zu der Bahnfahrt durch Südafrika und ein TV-Bericht über den Bau des Panamakanals zu einer Kreuzfahrt.

 

Auf einem alten Stich winkten mir die Pyramiden zu und der Himalaya rief von einem Kalenderblatt. Auch Bilder von lachsfangenden Bären, von blühenden Kakteen, von Wüsten, Segelschiffen und Hindutempeln lassen mich einfach nicht los.

 

Last not least: ohne meine Neugier auf die Welt und ihre Bewohner wäre ich nie so weit herumgekommen; sie ist die Triebfeder für alle meine Reisen.

V. Ich kann mir solche Reisen nicht leisten; wie machst du das?

Ganz einfach: wenn man nicht gerade mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, muss man schon früh Prioritäten setzen und sich überlegen, was einem wichtiger ist: immer die neuesten Klamotten oder der Trip nach Indien; ein schickes Auto besitzen oder mit einer Cessna über den Grand Canyon fliegen; Restaurant-, Theater- und Konzertbesuche oder doch vielleicht lieber ein Bootsurlaub auf den Norfolk Broads …?

Ich habe mich schon lange entschieden und es noch nie bereut!

VI. Gibt es Länder, die du nie bereisen möchtest?

Man sollte bekanntlich nie "nie" sagen, aber momentan sieht es so aus, als müssten die meisten Länder im Osten Europas noch lange auf einen Besuch von mir warten. Die baltischen Staaten, Bulgarien, Rumänien, Polen, die Ukraine und die Slowakei (um nur einige zu nennen) reizen mich einfach nicht so. Warum auch immer.

Dabei weiß ich durchaus um die Schönheit z. B. der masurischen Seenplatte oder der Stadt Krakau.

 

Auch China steht am untersten Ende meiner Länderliste. Kunst, Kultur und Landschaft können noch so großartig sein, ich bringe es einfach nicht fertig, meine Touri-Dollars in einem Land zu lassen, das die Menschen- und Tierrechte so arg mit Füßen tritt.

Dies ist übrigens auch der Grund, weshalb ich nicht mehr in das "Autonome Gebiet Tibet" reisen möchte. Ich befürchte, ich könnte meinen Zorn über die dort herrschenden Zustände nicht im Zaum halten …

VII. Was sind deine absoluten No-Gos im Urlaub?

 

 

Darüber habe ich im Kapitel "Genuss und Verdruss" geschrieben; zum Nachlesen

bitte Foto anklicken!                             >>>

VIII. Welches sind deine Lieblingsziele - und warum?

An der Spitze meiner Favoritenliste standen bis vor einigen Jahren noch eindeutig Indien und Australien.

 

Indien deshalb, weil der Subkontinent so unendlich viele Facetten hat und auch nach der x-ten Reise noch jede Menge Überraschungen für den Besucher bereithält. Indien ist "einfach nicht zu fassen", wie das ein schlauer Mensch einmal ausdrückte, und das machte dieses Land so interessant für mich. Hinzu kam die Spiritualität, die - wenn man dafür Antennen hat - überall zu spüren ist. Indien tat mir einfach gut, und von jeder Reise kam ich mit dieser typisch indischen Gelassenheit zurück, die fast ein Jahr lang anhielt …

 

Australien. Auch kein Land, sondern ein Kontinent, riesig und vielseitig. Von großartigen Küsten über Wälder, lebendige Städte und unendliche Weiten bis hin zu seinem roten Herzen … Australien lässt die wenigsten unberührt.

Nicht zuletzt aber faszinierte mich der "Australian Way of Life", der dem unsrigen so total entgegengesetzt ist; das ganze Lebensgefühl ist wesentlich lockerer und unbeschwerter als bei uns. Wenn man irgendwo auf der Welt lernt, Fünfe auch mal gerade sein zu lassen, dann garantiert hier: "No worries, mate!" Genau das Gefühl, das ich im Urlaub suchte.

 

Jetzt (2016) kristallisiert es sich immer mehr heraus, dass es mir bei meinen Reisen nicht mehr nur auf das "wohin" ankommt, sondern immer mehr auch auf das "wie".

Mit dem Wohnmobil durch Kanada oder mit dem Zug durch Vietnam, per Jeep durch den Hohen Atlas, auf einem Kamel durch den Negev oder auf einem kleinen Boot den Rio Negro hoch …

Und egal, wie großartig die verschiedenen Landschaften auch sind: es sind immer die Tiere und die Menschen, die mir die schönsten Momente und Stunden meiner Reisen schenken.

IX In welches Land möchtest Du nie wieder reisen?

1988: am heute (2015) gesperrten Čakorpass zwischen Montenegro und dem Kosovo

"Nie wieder" gibt es nicht. Und wenn doch, dann gilt dies bei meinem Mann und mir für das ehemalige Jugoslawien, das schon lange am untersten Ende unserer "places to visit"-Liste steht. Hatte ich bei meiner Reise 1977 nur die allerbesten Eindrücke von Land und Leuten, so wurden diese genau 10 Jahre später total auf den Kopf gestellt:

 

Wir waren per Suzuki-Jeep auf großer Rundreise durch sämtliche Teilrepubliken des Landes, von Slowenien im Norden bis Mazedonien im Süden und wurden von Anfang an nur ausgetrickst und übers Ohr gehauen.

OK, 1988 befand sich das Land in einer wirtschaftlichen Krise, aber das ist noch immer kein Freibrief, beispielsweise die Preise auf den Speisekarten beim Anblick von Touristen spontan nach oben anzuheben oder Zapfsäulen so zu manipulieren, dass in den Tank plötzlich 20 Liter mehr passen.

 

Der Lack unseres neuen Jeeps, den wir in Prizren (Kosovo) auf dem bewachtem Parkplatz unseres Hotels abgestellt hatten, war am nächsten Morgen offensichtlich böswillig zerkratzt. Was aber lediglich ein Achselzucken beim Personal hervorrief.

 

Und während wir uns in Mostar kurz die berühmte Brücke ansahen, wurde in unserem zum Cabrio umgebauten und in der Nähe geparkten Auto das Handschuhfach aufgebrochen und die darin befindlichen Gegenstände wie Sonnenbrille und Erfrischungstücher geklaut.

 

Hinzu kamen Dreck und Umweltverschmutzung. Noch heute sehe ich einige landschaftlich wunderschön gelegene Picknickplätze vor mir, die vor Müll (von Essensresten bis zu benutzten Tampons) überquollen. Und den kaputten Kühlschrank am Wegrand. Mitten im Durmitor-Nationalpark.

 

Nie vorher oder nachher haben wir einen Urlaub vorzeitig abgebrochen, aber dieses Land zwang uns leider dazu. 

X: Hattest du jemals Angst auf Reisen?

Angst … nie! Aber ein mulmiges Gefühl, das hatte ich durchaus schon mal.

                 

Zum Beispiel auf diesem wilden Campground an einem einsamen See in British Columbia; dort verspürte ich irgendwie "bad vibrations", für die es allerdings keinen konkreten Anlass gab. Und obwohl es bereits später Nachmittag war, bestand ich darauf, unser Wohnmobil wieder startklar zu machen und einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen.

 

Oder in Varanasi. Auf einem meiner Streifzüge allein durch die Stadt kam ich eines Tages an eine etwas abseits gelegene Kunstgalerie und schlenderte durch das verwinkelte, alte Gebäude. Aber so richtig erfreuen konnte ich mich an den Ausstellungsstücken nicht, denn jedes Mal, wenn ich einen neuen Raum betrat, wurde der letzte von einem finster dreinblickenden Wächter hinter mir abgeschlossen. Keine Ahnung, warum. Aber ich kam mir vor wie in einer Falle. Zumal ich der einzige Besucher war …    

 

Und noch einmal in Kanada, diesmal auf dem Bowron Lake: mein Mann und ich waren auf einer mehrtägigen Kanu-Wanderung allein unterwegs, als plötzlich ein Unwetter aufzog. Und John die hervorragende Idee hatte, wir kämen schneller zur nächsten Hütte, wenn er per Paddel und Plastikplane ein kleines Segelboot aus unserem Kanu mache. Noch heute (nach 30 Jahren!) höre ich den böigen Wind auf das Plastik einschlagen, ich spüre wie das Boot heftig schaukelt und erinnere mich genau an das Gefühl, kurz vor dem Kentern zu sein und in den eisigen See zu fallen … ja, und das war dann doch schon ein fast richtiges Angstgefühl.

XI. Wurdest du unterwegs schon mal beklaut?

Zum Glück bisher nur auf einer Reise; dafür aber gleich zweimal:

1979 in Peru. Ich bin mit drei deutschen Studenten und einem spanischen Journalisten, die ich in Lima kennengelernt habe, unterwegs.

 

In einem Café in Huancayo stellen José und ich plötzlich fest, dass unsere Umhängetaschen (für die jungen Leser: die antike Form des heutigen Daypacks) weg sind. Obwohl rechts und links Freunde saßen, hatte keiner etwas bemerkt. Muss der Kellner beim Servieren gewesen sein.

Bei der anschließenden Diebstahlsanzeige auf der comisaría de policía lernten José und ich dann die peruanische Bürokratie kennen. Die sich in versifften Büros hinter Bergen von verstaubten Akten versteckte und nach umständlicher Aufnahme eines Protokolls von uns Bestohlenen (!) einen Fingerabdruck unter dem Geschriebenen verlangte.

 

Nach Wochen gemeinsamen Umherreisens und Erlebens, in denen ich meinen Rucksack unbeschadet durch Peru und Bolivien schleppte, musste ich mich dann leider von meinen neuen Freunden trennen und den Weg nach Hause antreten. Letzte Station vor dem Heimflug über Lima: Arequipa.

Für die beiden letzten Nächte hatte ich mir ein etwas besseres Hotel ausgesucht, das aber leider kein Restaurant besaß. Am letzten Morgen dann bat ich den Hotelbesitzer, mir doch schon mal die Rechnung fertigzumachen, ich würde in der Zwischenzeit frühstücken gehen.

 

Ein großer Fehler, wie sich herausstellte, denn als ich zurück kam, war mein bereits fertig gepackter Rucksack verschwunden. Aus dem verschlossenen Hotelzimmer ...

XII. Warum schreibst du keine Reportagen?

Ganz einfach: weil ich kein Reporter bin!

 

Als Reportage bezeichnet man (laut Wikipedia) im Journalismus unterschiedliche Darstellungsformen, bei denen der Autor nicht vom Schreibtisch aus, sondern aus unmittelbarer Anschauung berichtet.

In den Printmedien steht der Begriff für einen dramaturgisch aufbereiteten Hintergrundbericht, der einen Sachverhalt anhand von konkreten Beispielen, Personen oder deren Schicksalen anschaulich macht.

 

Reportagen gehen also nah heran, es werden beteiligte Personen zum Geschehen interviewt – und vor allem: sie sind aktuell.

Dies alles zusammengenommen kann ich leider einfach nicht leisten.

Denn … ich bin kein Reporter!

XIII. Was ist für dich das Wichtigste auf Reisen?

Nun … zäumen wir das Pferd von hinten auf:

verzichten kann ich im Urlaub definitiv auf Sonnenbäder am Sandstrand, auf Nächte in der Disco und auf "Wir sprechen Deutsch".

 

Wichtig ist auf Reisen für mich, fremde Länder und Menschen kennenzulernen. Dabei ist mir die Qualität der Begegnungen wichtiger als die Quantität, und ich habe "Mut zur Lücke", wie das ein Freund einmal formulierte.

 

Das heißt: lieber bleibe ich auf einer Rundreise einen oder zwei Tage länger in einem unbekannten, freundlich-verschlafenen Fischernest als weiter zur nächsten (Touristen-) Attraktion zu hetzen. Ich verzichte auch gerne auf den Besuch weiterer Altertümer oder eines "wichtigen" Museums vor Ort, wenn ich zum Beispiel einfach nur mal ins Kino möchte.

 

Eine ausführliche Stadtrundfahrt ist zwar eine interessante Sache, doch ich ziehe die Kurzvariante vor, setze mich stattdessen lieber vor ein Café und lasse das Leben einer Stadt an mir vorbeiziehen. Erfahre so viel mehr über den Alltag und die Menschen, und wenn dabei noch ein netter Plausch mit dem Tischnachbarn herauskommt, umso besser. Und dann ist es mir auch total egal, wenn beispielsweise der Cappuccino dreimal teurer ist als zu Hause.

 

Damit sind wir beim Sparen: wenn ich ständig auf mein Budget sehen muss, bleibe ich lieber gleich zu Hause. Für mich gehört es zu einem Urlaub dazu, Sachen zu machen, die ich mir zu Hause nicht erlaube, vom Helikopterflug über eine Ballonfahrt bis hin zu einem Dinner in einem sündhaft teuren Restaurant.

 

Zum Ausgleich gibt’s dann ja den Aufenthalt in dem verschlafenen Fischernest …

XIV. Du bist schon so oft umgezogen und kommst viel herum. Wo fühlst du dich zu Hause?

Das werde ich oft gefragt, und meine erste spontane Antwort ist immer:

dort, wo meine Leute sind! Und "meine Leute", das sind schon seit langen Jahren mein Mann und unsere Hunde.

                                                        

Wenn ich eine Stadt nennen soll, in der ich mich zu Hause fühle, dann kommen allerdings zwei in Frage: Frankfurt am Main und London.

 

1972 kam ich nach Frankfurt am Main, um 22 Jahre lang dort zu leben und zu arbeiten – und um dieses "internationale Dorf" vom ersten Moment an für immer zu lieben. Frankfurt ist für mich echt, offenherzig, international ... und lebte schon immer die multikulturelle Vielfalt.

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In London lebten wir leider nur drei Jahre, dafür aber sehr intensiv. Unsere Besucher gaben sich die Klinke in die Hand, und ich werde nie die Gefühle vergessen, wenn ich Freunden meine Stadt zeigen durfte. 1995, an einem sonnigen Frühlingstag auf der Tower Bridge spürte ich es dann ganz deutlich:

"Dies ist meine Stadt, und hier bin ich zu Hause!"

 

Das gleiche Gefühl hatte ich auch oft in der U-Bahn, vor allem in der Vor- und Nachsaison, wenn "wir Londoner" wieder unter uns waren. Vor einigen Tagen hörte ich zufällig, dass man dann ein "London resident" sei, wenn man sich mit dem Streckennetz

der U-Bahn quasi im Schlaf auskenne. Nun, wenn es danach geht,

dann bin ich ein echter Londoner!

XV. Welche Reisen möchtest du gerne noch unternehmen, welche Länder sehen?

 

Diese Frage beantworte ich im Anschluss an meine

Reise-Chronologie; zum Nachlesen bitte Bild anklicken!

 

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XVI. Was würdest du als das Highlight Deiner Reisen bezeichnen?

Nun, Highlights gibt es viele. Die schönsten Momente auf meinen Reisen waren und sind aber immer die Begegnungen mit Menschen und mit Tieren – und das Erlebnis von Stille und von nächtlicher Dunkelheit.

 

Die Stille erlebten wir zum Beispiel am Bowron Lake in Kanada. Mein Mann und ich saßen am Ende eines langen Tages im Kanu (s. a. X) vor einer verlassenen Trapperhütte, in der wir übernachten wollten und schauten auf den See, in dem langsam die Sonne unterging. Um uns herum Stille, die fast in den Ohren schrie. Bis sich ein einsamer Ochsenfrosch meldete …

 

Merk auf dieses feine, unaufhörliche Geräusch: es ist die Stille.

Horch auf das, was man hört, wenn man nichts mehr vernimmt.

Paul Valéry (1871-1945)

 

Ich denke an die Nächte ohne Zelt in der Wüste Negev in Israel. Zwar war es trotz Isomatte lausig kalt in meinem Schlafsack, aber dafür entschädigte der unendliche Sternenhimmel über uns.

 

Und ich denke an das Red Centre in Australien. Wir waren spät abends aus dem Camp ins Outback hinausgefahren, löschten die Lichter unseres Jeeps – und befanden uns plötzlich in einer samtschwarzen Nacht, beleuchtet nur vom Funkeln von Millionen Sternen.

 

Selbst in Frankreich, im Massif Central, wurde es nach einer ausgelassenen Feier mit Freunden in und um unser Gîte total still und dunkel. Und vor den Fenstern unseres Zimmers waren die Sterne zum Greifen nah …

 

Das sind Momente, die ich nie vergessen werde.

XVII. Welches sind Deine Lieblingsstädte?

Deutschland: Frankfurt - Berlin - Hamburg - Köln

 

Europa: London - Rom - Istanbul

 

Weltweit: New York