Wir stehen am Ende der Wortkultur und am Anfang der Bildkultur.

Das Wort hat seine Macht als Kulturträger eingebüßt, die Bilder

haben die Macht noch nicht ganz übernommen.

Lucio Dalla (1943 – 2012)



aus aller Welt: Beates "Bilderbücher für Erwachsene"

... das sind großformatige Bildbände, in denen Fotos und Text möglichst gleichberechtigt nebeneinanderstehen.

Vorwiegend finden wir hier Reisebildbände, daneben aber auch Kunstbücher, illustrierte Gedichtbände und Kochbücher, die uns nicht nur die Rezepte eines Landes, sondern dessen gesamte Kultur näherbringen.

Hier eine kleine Auswahl aus meinem Bücherschrank:

 

 


Thomas Marent: Regenwald

Sting meinte zu diesem Buch: "Wer […] noch nicht glauben mag, wie schutzwürdig die Regenwälder der Erde mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt sind, den wird die außergewöhnliche Schönheit, die dieses Buch zeigt, überzeugen."

 

Seit vielen Jahren bereist der 1966 geborene Fotograf Thomas Marent die Regenwälder der Erde. Tief beeindruckt von der enormen Artenvielfalt dieser Lebensräume setzte er es sich zum Ziel, ihre einzigartige Pflanzen- und Tierwelt zu dokumentieren und lässt uns in diesem Bildband von Dorling Kindersley mit über 500 faszinierenden Bildern an der Faszination des Regenwalds teilhaben. In sehr persönlichen Berichten über die Entstehung seiner Fotos und mit vielen informativen Anmerkungen zu Biologie und Überlebensstrategie der gezeigten Arten erschließt er uns eine geheimnisvolle fremde  und unbedingt schützenswerte Welt.

 

Die beiliegende CD mit typischen Geräuschen und Tierstimmen des Regenwalds macht dieses Buch zu einem wahren Erlebnis für die Sinne.

 

Wer sich einen Einblick in die großartige Bilderwelt des Schweizers verschaffen will, dem sei seine private Homepage empfohlen. Dazu bitte unbedingt auch den Lautsprecher anschalten: 

WILDLIFE PHOTOGRAPHY     

Susanne Fischer-Rizzi: Das Buch vom Räuchern

Beim Räuchern werden besondere Harze und Pflanzenteile langsam auf Räucherkohle verbrannt, und der dabei aufsteigende Rauch galt bei vielen Völkern Jahrtausende lang als eine Botschaft an den Himmel.

Der vorliegende Titel ist das erste umfassende Buch über die Kunst des Räucherns mit Duftstoffen von der Altsteinzeit über die Hochkulturen in Ägypten, Mesopotamien und Griechenland bis zum Ursprung der Räucherkultur im Fernen Osten und zu den heutigen noch lebendigen Gebräuchen bei den Indianern.

 

Die 1952 in Stuttgart geborene Autorin studierte Philosophie und ließ sich zur Heilpraktikerin ausbilden. Sie ging bei verschiedenen Kräuterheilkundigen und bei indianischen Heiler(inne)n  in die Lehre und studierte in Indien ayurvedische und tibetische Kräuterheilkunde. Bisher schrieb sie etwa ein Dutzend Bücher zu den Themenbereichen Naturheilkunde und Aromatherapie, die in viele Sprachen übersetzt wurden. 

 

Mit einer ausführlichen Beschreibung der Geschichte der einzelnen Räuchersubstanzen und ihrer praktischen Anwendung, mit bisher unveröffentlichten Rezepten zum Selbstmischen und mit großartigen Fotos und Illustrationen ist das Buch nicht nur ein Nachschlagewerk und eine praktische Anleitung zum Räuchern, sondern darüber hinaus auch ein informativer Augenschmaus.

Diane Routex: Hotels zum Staunen. DuMont Bildband

"Zum Staunen …?" Nicht unbedingt für jemanden, der schon viel herumgekommen ist, viel gesehen und noch mehr gelesen hat. "Zum Träumen" dann schon eher, denn wer von uns kann sich solch ein Hotel schon leisten?

Sei es das Marina Bay Sands in Singapur, das Burj al Arab in Dubai, das Chongwe River House am Sambesi oder das Taj Lake Palace in Udaipur … sie alle nehmen Preise von 200 bis über 1000 Euro für eine Übernachtung im Doppelzimmer, und die meisten verlangen einen Mindestaufenthalt von zwei oder drei Nächten.

 

Das vorliegende Buch stellt 65 Unterkünfte der Superlative vor: Hotels mit einem ganz besonderen Charme, mit einer ungewöhnlichen Ausstattung und an außergewöhnlichen Orten gelegen - an einsamen Traumstränden, über den Dächern einer Metropole, in der Abgeschiedenheit des Dschungels. Über 100 großformatige, exzellente Bilder machen Lust auf ein Hotelerlebnis der besonderen Art.

Alle vorgestellten Traumadressen sind in einer Karte lokalisiert und dank QR-Code im Internet leicht auffindbar - für diejenigen, die mehr sehen oder gar sofort eine Reservierung vornehmen möchten.

Nick Brandt: On This Earth, A Shadow Falls

1966 geboren und in London aufgewachsen, begann der Engländer Nick Brandt bereits im Jahr 2001 mit dem ambitionierten Fotoprojekt einer Buch-Trilogie. Darin wollte er die verschwindende großartige Natur Ostafrikas zeigen, dargestellt am Beispiel der großen Säugetiere wie Elefant, Giraffe, Löwe und Gorilla.

 

Der Ausnahmefotograf lehnt es ab, mit starken Zoom-Objektiven zu arbeiten. Mit einer analogen Mittelformatkamera pirscht er sich ohne Teleobjektiv bis auf wenige Meter an wilde Tiere heran, und bei seinen Bildern ist die Nähe echt. Und mit geschickt eingesetzten Filtern schafft er bei den Schwarz-Weiß-Aufnahmen diesen geheimnisvoll wirkenden Sepiaton seiner atmosphärischen Fotos, deren Wirkung sich kaum ein Betrachter entziehen kann.

 

So schuf Nick Brandt zwei der einflussreichsten Fotobücher des neuen Jahrhunderts:

"On This Earth" (2005) und "A Shadow Falls" (2009).

Das vorliegende Buch vereinigt die ausdrucksstärksten Bilder dieser beiden ersten Bücher Brandts, dessen Fotos heute zu den besten und teuersten Wild-Life-Fotografien gehören und bis zu 100.000 Euro kosten (Quelle: "stern" vom 24. 10. 2013).

 

Soeben (Oktober 2013) erschien der dritte Band "Across the Ravaged Land", in der Nick Brandt vor allem die Verletzlichkeit der Wildnis einfing und auf die Gefährdung aufmerksam macht, die Eingriffe des Menschen und der Klimawandel für die Schönheit der Natur bedeuten. Der Band ist düsterer als seine beiden Vorgänger, und zum ersten Mal tauchen auch Menschen auf den Fotos auf. Auf dem Umschlagbild beispielsweise hält ein hockender Ranger zwei gewaltige Stoßzähne eines Elefanten, der von Wilderern getötet wurde, und eine neue Foto-Serie zeigt Jagdtrophäen, die in die Landschaft zurückgebracht wurden, die diese Geschöpfe einst durchstreiften.

Der englische Buchtitel in Kombination mit den Titeln von Brandts beiden ersten Büchern schildert den Wechsel, den der Fotograf im Laufe von über zehn Jahren erfahren hat: "On this earth, a shadow falls across the ravaged land."

 

Noch bis zum 30. November 2013 sind Nick Brandts neueste Fotos in der Galerie "Camera Work" in Berlin zu sehen; mehr dazu beim Klick aufs Logo.

James Fennell und Turtle Bunbury: Irish Pubs

Irland und Pubs gehören zusammen. Nach alter Tradition waren die Pubs die Zentren des Gemeindelebens, in denen man sich bei Bier und Whiskey, bei fröhlichem Geplänkel, Kaminfeuer und Fiedelmusik eine Auszeit von der bedrückenden Realität des Lebens gönnte. Dieser traditionelle Pub ist im Irland des 21. Jahrhunderts leider dabei, ziemlich schnell zu verschwinden.

 

Die Autoren machten sich auf die Reise und besuchten über 700 Pubs auf der ganzen Insel. In diesem Buch stellen sie die 39 schönsten vor, die den ganz eigenen Charme des alten Irlands verkörpern. Dazu gehören die üppig ausgestatteten viktorianischen Bars von Belfast und Dublin ebenso wie die ländlichen Laden-Bars, die gleichzeitig als Tante-Emma-Laden oder Werkstatt fungieren, und deren Dekoration aus Regalen mit Obstkonserven, Insektenschutzmitteln für Schafe und nikotingelben alten Schuhkartons besteht. Jeder dieser Pubs hat seine ganz eigene Geschichte und ein unverwechselbares Flair.

 

Eine nostalgische und unterhaltsame Tour in Wort und Bild.

Mark Collins Jenkins: Das große National Geographic Buch. 125 Jahre Bilder, Abenteuer und Entdeckungen, die die Welt veränderten.

Am 13. Januar 1888 wurde in Washington die National Geographic Society gegründet. Zweck der Gesellschaft war und ist, geografische Kenntnisse der Allgemeinheit nahezubringen. Zu diesem Zweck fördert sie Forschungsprojekte und gibt das monatliche Magazin "National Geographic" heraus, den meisten von uns bekannt für seine spektakulären Farbfotografien und die hervorragenden Reportagen. Markenzeichen: der gelbe Rand.

 

Im vorliegenden Buch präsentiert Jenkins anhand von 600 einzigartigen Fotos die 125jährige Geschichte der NGS; chronologisch und mit Schwerpunkt auf den großen Projekten, die unser Verständnis des Planeten veränderten. Darüber hinaus wird die Geschichte der Fotografie dokumentiert, bei der "National Geographic" Pionierarbeit leistete.

Immer mit dem erklärten Ziel: "inspiring people to care about the planet".

 

Seit heute (21. Februar 2013) besitze ich dieses Buch, und vor die Wahl gestellt, welche drei Bücher ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, käme dieses als erstes in mein Gepäck.

GEO-Bildbände Südafrika und Indien

Für meine in der GEO-Reisecommunity eingestellten Berichte und Fotos erhielt ich in den letzten Jahren mehrere Preise, beispielsweise den in meinen "Reisegeschichten" beschriebenen Wellnessurlaub und diese beiden Bildbände; Erstauflage 2004.

 

"Die schönsten Bilder" nennt sich die Reihe, und schön sind die Fotos auch ... aber alle irgendwie ein bisschen bieder und langweilig. Da gibt es kaum ein Foto, das wir nicht auch schon einmal in einem Reiseführer gesehen hätten, von atem-

beraubenden neuen Perspektiven und Motiven ganz zu schweigen.

 

Meine Empfehlung: weniger geeignet für Leute, die das Land bereits kennen und/oder andere Bildbände besitzen, aber ein netter appetizer für diejenigen, die noch über Indien bzw. Südafrika als Reiseziel nachdenken. Zumal man die Bücher gebraucht schon für einen bis maximal fünf Euro kaufen kann.

Steve McCurry. stern FOTOGRAFIE Nr. 68

Mein erster Bildband mit den Werken eines Meisterfotografen, mit 18 Euro ein sehr preiswerter noch dazu.

Einen "Magier der Farben" nennt die Zeitschrift stern den 1950 in Philadelphia, USA geborenen Meister der Kriegs- und Reportagefotografie.

Sein berühmtestes Werk haben wir wohl alle schon einmal gesehen: ein afghanisches Flüchtlingsmädchen, das McCurry 1984 in einem Lager bei Peschawar entdeckte.

In der Farbgebung ein Jahrhundertfoto und zudem ein zeitloses Dokument, weil der Blick des Mädchens, das Flackern ihrer eindringlichen grünen Augen, von allen Kriegen erzählt, die Kinder erleben.

Ob es der Goldene Felsen in Myanmar ist, der peruanische Junge mit der Spielzeugpistole, brennende Ölfelder in Kuwait oder die Trümmer des World Trade Center … man kann sich Steve McCurrys Bilder nicht flüchtig ansehen, sie halten einen fest. Es ist das beinahe magische Zusammenspiel von Farbe und Sinnlichkeit in einem besonderen Augenblick, das McCurrys Arbeit ausmacht.

Je länger man hinschaut, desto mehr passiert im Kopf des Betrachters. Bewunderung, Erschrecken, Respekt und Staunen über die Welt ...

 

(Quellen: Jochen Siemens in stern 28/2012 und Johannes Erler im Vorwort)

Josef H. Neumann und Monika Lustig: Sizilien

Neben mehreren Reiseführern kaufe ich mir zur Reisevorbereitung oft auch einen Bildband, um mich auf Land und Leute einzustimmen. Bei Sizilien entschied ich mich für den vorliegenden Titel, weil er ein umfassendes Bild der Insel vermittelt.

 

Wie schon einst Goethe, so bezaubert Sizilien auch heute noch seine Besucher mit malerischen Buchten und Stränden, mit sanften grünen Hügeln und steilen Felsen unter blauem Himmel. Zu den landschaftlichen Schönheiten mit dem - im wahrsten Sinne des Wortes - absoluten Höhepunkt, dem noch immer aktiven Vulkan Ätna, gesellen sich architektonische Meisterwerke der verschiedensten Völker und Epochen: griechische Tempel, römische Villen, normannische Burgen und barocke Palazzi.

 

All dies präsentieren der Fotograf Neumann und die Italienkennerin Lustig in Perfektion und vergessen dabei zum Beispiel auch die Legenden der Insel nicht, die noch immer lebendigen Traditionen oder die ganz spezielle sizilianische Küche.

 

Ein praktischer Teil mit vielen Tipps und Vorschlägen vervollständigt das rundum gelungene Buch, das für mich auch nach Rückkehr von meiner Sizilienreise nichts von seiner Faszination verloren hat.

Karl-Heinz Raach und Karl Teuschl: Reise durch Kanada. Der Osten

Bei neueren Bildbänden sind die östlichen Provinzen Kanadas unterrepräsentiert; umso freudiger begrüßte ich das vorliegende Exemplar aus dem Stürtz Verlag / Verlagshaus Würzburg mit dem © von 2012.

 

Fotograf Raach und Autor Teuchl zeigen und beschreiben hier eine grandiose Wildnis und moderne Metropolen, wellenumtoste Fischerdörfer und liebliche Weingärten.

Vier Specials berichten über die Niagara-Fälle, den Carnaval de Québec, die "living history"-Festung Louisbourg und die Geschichte der Herrnhuter Brüder in Labrador, und rund 200 großartige Fotos unterstreichen die ganze Vielfalt von Kanadas Osten …

ein Bilderbuch zum Träumen.

 

Wen stört es da, dass zumindest einige der Fotos (der Text konnte nicht überprüft werden) offensichtlich aus dem Vorgängerband "Kanada. Der Osten" stammen …? Der erschien bereits im Januar 1997 und wird mittlerweile - "gebraucht" - ab € 5,44 bei amazon verhökert.

Gaby Fichtl und Tobias Hauser: Costa Rica

Weiße Sandstrände, schroffe Steilküsten, trockene Hochebenen, Regenwald und bis zu 4000 Meter hohe Berge - Costa Rica, die "reiche Küste", hat all das zu bieten. Auf der Reise von den Höhen der Kordilleren zum kristallklaren Wasser der Karibik weckt der Bildband das Fernweh seiner Leser und Betrachter.

 

Der Fotograf und Reisejournalist Tobias Hauser wurde vor allem bekannt durch seine Live-Reportagen, die er im gesamten deutschsprachigen Raum hält, und Gaby Fichtl ist spezialisiert auf Natur- und Landschaftsfotografie; ihre Bilder sind in Kalendern, Büchern und auf Postkarten zu finden.

Die Fotos (beeindruckend die Panoramaaufnahmen!) der beiden sowie der kenntnisreiche Text von Frau Fichtl verbinden sich hier zu einem informativen und sehr anschaulichen Bucherlebnis.

 

Was die angehängten Reiseinformationen von A-Z betrifft, so mag mancher sie vielleicht als nützlich empfinden, in meinen Augen sind sie jedoch in einem Bildband überflüssig, zumal sie auch schnell veralten.

Chalo! India

Indien ist mehr als bunte Saris und Hindutempel, mehr als Kamelritte in der Wüste Thar und Leichenverbrennungen an heiligen Flüssen.

Indien ist modern, und nicht nur seine Computerindustrie boomt, sondern auch seine moderne Kunst.

"Chalo!" heißt auf Hindi so viel wie "Los geht’s!" oder "Gehen wir!" - und "CHALO! Indien: eine neue Ära indischer Kunst" hieß die Ausstellung, die erst in Tokio und 2009 im Essl Museum in Klosterneuburg bei Wien begeistert gefeiert wurde.

 

Der vorliegende Ausstellungskatalog spürt den Wegen nach, die 25 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Indien wählten, um die Realität und die Zeit, in der sie leben, zu hinterfragen: die rasante wirtschaftliche Entwicklung des Landes, Urbanisierung und neue Lebensweisen, Spiritualität, Träume, Gegensätze und Widersprüche.

Die vielfältigen Arbeiten reichen dabei von der Malerei über Installationen bis hin zur Fotografie.

Der Katalog vermittelt mit zahlreichen Fotos die unglaubliche Faszination, die von der jungen indischen Kunstszene ausgeht und ist eine Einladung zu einer Begegnung mit der neuen Kreativität und Energie der zeitgenössischen indischen Kunst.

Matto H. Barfuss: Leben mit Geparden

Erschienen bereits im Jahr 1998, hat dieses Buch nichts von seiner Faszination verloren; ist es doch die Geschichte von einem Menschen, der zumindest eine Zeitlang glaubte, ein Gepard zu sein.

Der Autor Matto Barfuss, der vor allem als Künstler und Fotograf bekannt wurde, erzählt die einmalige und packende Geschichte, wie er Mitglied einer Gepardenfamilie wurde und mit ihnen über viele Wochen durch die ostafrikanischen Wildnis wanderte – meist auf allen Vieren.

Dieses erste Buch Mattos über Geparden ist mit seinen vielen außergewöhnlichen Fotos, mit den vor Ort verfassten Texten und gezeichneten Impressionen eine großartige Liebeserklärung an die schnellste Katze der Welt.

Dieter Glogowski: Nepal. Wo Shiva auf Buddha trifft

31. Oktober 2000. In der Stadthalle seines Heimatortes Friedberg sitze ich in der ersten Reihe und lausche fasziniert meiner ersten "Live-Reportage" von Dieter Glogowski. Reden kann er, der Foto- und Fernsehjournalist, der den Himalaya wie kaum ein zweiter kennt. Kontemplativ, humorvoll und spannend geht es da zu, und großartige Fotos der Landschaft und ihrer Menschen lassen mich tief eintauchen in die farbenfrohe und spirituelle Welt Nepals.

 

Vielleicht ist mir wegen dieser Atmosphäre gerade dieses Buch von Dieter Glogowski das liebste, vielleicht aber auch, weil es eine wunderbare Einstimmung war auf meine eigene Nepal-Reise viereinhalb Monate später ...

 

Auch noch 12 Jahre nach der Erstausgabe gehört der Titel aus dem Bruckmann Verlag mit seinen exzellenten Fotos zu den besten Bildbänden über Nepal:

drei Jahre lang war Dieter Glogowski im Land unterwegs. Mit Sadhus pilgerte er auf heiligen Pfaden, wanderte durch das Kali Gandaki-Tal, die tiefste Schlucht der Welt, zum sagenumwobenen, lange Zeit unerreichbaren buddhistischen Sakyapa-Königreich Lo Mantang und erlebte Riten und Bräuche, die vor ihm erst wenige mit ansehen durften. So entstand ein einzigartiger Bildband mit eindrucksvollen Fotos und inspirierenden Texten und Zitaten – intensiv, überraschend, spirituell.

Sybil Kapoor und Jean-Blaise Hall: London. Kosmopolitische Esskultur und Lebensart

Spätestens seit Jamie Oliver glaubt man auch bei uns, dass es durchaus möglich sein könnte, auch in England gut zu essen. Für London und seine internationalen Delikatessen galt das schon immer.

 

Die britische Hauptstadt ist alles zugleich: traditionsreich und innovativ, very british und total international. Die kosmopolitische Metropole besticht durch eine multikulturelle Offenheit, die in Europa ihresgleichen sucht.

Die englische Küche, wie sie von den Londoner Chefs interpretiert wird, straft jeden kulinarischen Zweifel an ihr Lügen - zumal die Köche höchst kreativ mit der kulturellen Vielfalt und mit den diversen Zutaten umgehen. Ein Blick auf die Speisekarten macht klar: Hier trifft sich die Welt! Dieses Buch enthält über 45 Rezepte, Klassiker und neue Gerichte, allesamt farbig illustriert und ganz leicht zu Hause nachzukochen. Kurze Porträts zeigen die wichtigsten Spezialitäten, und auf zahlreichen Farbfotos ist der kulinarische Alltag eingefangen. Reich gespickt mit Tipps zu Restaurants, Pubs, Bars, Märkten und Feinkostläden weckt das Buch die Lust auf einen Trip in die Trend-Metropole und ist ein must für jeden London-Fan!

 

Für mich persönlich ist es darüber hinaus ein "Heimweh-Buch", wenn ich die Fotos betrachte und mich in die Rezepte vertiefe …

Marc Walter und Catherine Donzel: Legendäre Reisen in Asien

Seit jeher zieht der Ferne Osten mit seinen geheimnisvollen Kulturen uns Europäer in seinen Bann. Zu Zeiten, als noch niemand an Massentourismus dachte, stieg der Reisende – sofern er über das nötige Kleingeld verfügte - nach wochenlanger Fahrt mit einem Erster-Klasse-Passagierschiff in den legendären Grandhotels von Colombo, Hongkong, Singapur und Schanghai ab. Hier tat er sich nach einem Sundowner auf der Hotelterrasse an der von 24 Kellnern aufgetragenen Reistafel gütlich, um dann am nächsten Tag vielleicht in Geschäften oder kolonialen Diensten unterwegs zu sein. Oder um sich einfach nur mit einem gewissen Hauch von Eleganz und Luxus ein exotisches Land anzusehen …

 

"Legendäre Reisen in Asien" lässt eine vergangene Epoche des Reisens lebendig werden. Eine Fülle bisher unveröffentlichter nostalgischer Fotos von Ceylon, Indien und Burma, Indochina, Malaysia und Indonesien, China und Japan sowie zahlreiche Faksimiles von Kofferaufklebern, Hotelprospekten und Reiseerinnerungen beschwören die Abenteuer der frühen Asienreisen herauf, und noch nirgendwo wurden sie so beeindruckend zusammengestellt. Sachkundige Einführungstexte der Autorin und eine Vielzahl an Kommentaren und Zitaten bekannter Asienreisender von Joseph Conrad über Alexandra David-Néel und Somerset Maugham bis hin zu Hermann Hesse, Marguerite Duras und Rudyard Kipling runden das einzigartige Buch ab.  

 

In gleicher Ausstattung erschienen auch "Legendäre Reisen. Auf den großen Routen rund um die Welt", "Legendäre Ozeanreisen" und mehrere Bände über unterschiedliche Länder und Gebiete.

Frankfurt. Blicke auf die Mainmetropole

1972 kam ich nach Frankfurt am Main, um 22 Jahre lang dort zu leben und zu arbeiten – und um dieses "internationale Dorf" vom ersten Moment an für immer zu lieben. Frankfurt ist für mich echt, offenherzig, international ... und lebte schon immer die multikulturelle Vielfalt.

 

Der vorliegende zweisprachige Bildband (deutsch und englisch) gehört zu meinen Favoriten, weil er mit sehr wenig Text auskommt und sich ganz auf die Fotos konzentriert, in denen drei Fotografen, die alle seit vielen Jahren in Frankfurt tätig sind, ihre ganz eigene Sicht auf die Stadt festhielten.

 

Herausgekommen ist ein Fotobuch mit höchst unterschiedlichen Blickwinkeln, erstaunlichen Motiven und überraschenden Details. Zum Himmel strebende Träume und in Fachwerk gesetzte Geschichte, hektischer Finanzplatz und gemütliche Gassenidylle … so zeigt sich die lebendige Stadt am Main in all ihren Gegensätzen.

Frankfurt bietet viele Motive, aber nicht zuletzt die Menschen selbst - seien es Frankfurter, Umlandbewohner oder internationale Besucher - sind es, die diese kleinste Metropole der Welt ausmachen und ihr Charme verleihen.

Das Berlin Buch. Highlights einer faszinierenden Stadt

Freunde aus Berlin schenkten mir dieses Buch, um mir die Zeit zwischen meinen Besuchen zu verkürzen - und weil sie wissen, wie sehr ich ihre Stadt liebe.

 

Berlin ist trendy, kreativ, schick und multikulturell; sein historisches Vermächtnis, die vielfältige Architektur und das Nachtleben weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Die Stadt hat viele Gesichter, und sie verändert sich so schnell wie keine andere in Europa. All ihre Gegensätze, das Neben- und Miteinander der Kontraste sind es, die süchtig machen können auf diese Metropole mit der großen Schnauze und dem noch größerem Herzen.

 

Das Berlin Buch lädt zu einer faszinierenden Reise durch die deutsche Hauptstadt ein und offenbart ihre ganze Vielschichtigkeit in brillanten Farbbildern und informativen Texten. Ausklappbare Panoramabilder bieten spektakuläre Ansichten, und Seite um Seite eröffnen sich dem Betrachter neue Blicke auf die Weltmetropole … eine opulente Quelle der Inspiration.

Guadalupe Rivera und Ignacio Urquiza: Mexikanische Feste. Die Fiestas der Frida Kahlo

Guadalupe Rivera ("Lupe"), Tochter von Diego Rivera, denkt an die Tage ihrer Kindheit zurück und erzählt in diesem Buch ihr Leben mit Frida Kahlo und Diego Rivera aus der Perspektive der heranwachsenden Lupe. Sie erzählt vor allem von den Festen, die sie im Blauen Haus feierten und präsentiert 145 Originalrezepte für die traditionellen mexikanischen Gerichte, die bei diesen Gelegenheiten, meist im großen Familien- oder Freundeskreis, serviert wurden.

 

Ich gebe es zu: gekocht habe ich noch nie nach diesem Buch. Aber ich habe Frida Kahlo wieder aus einer anderen Perspektive kennengelernt. Habe mich in die rustikale Landhausküche mit ihrer blau-gelb gekachelten Arbeitsplatte, mit den Krügen und den ausgesuchten Töpferwaren verliebt und in das gesamte Ambiente, das auf 92 farbenfrohen Fotos die Stimmung des Casa Azul widergibt – so, als würde die große Malerin noch hier leben.

 

Zahlreiche Schwarz-weiß- Porträts und Reproduktionen von Frida Kahlos Gemälden, ein Glossar, ein Register und Bezugsquellennachweise vervollständigen das Buch, das ein Muss für alle Frida Kahlo Fans ist. Und für ambitionierte Köche, die sich an die authentische mexikanische Küche heranwagen wollen.

Hartmut Fiebig: Weihrauchland. Auf alten Handelswegen von Muskat nach Mokka

Wenn man den Globetrotter Fiebig bei seinen Live-Vorträgen erlebt, fällt es schwer, nicht von seiner Begeisterung für Afrika und Arabien angesteckt zu werden.

In dem vorliegenden opulenten Bildband nimmt er uns mit auf den Spuren des mystischen Duftstoffes Weihrauch, auf eine Reise entlang der alten Handelsströme. Er erläutert die Bedeutung des Weihrauchs, seine Produktion und Geschichte von den pharaonischen Tagen bis in die Gegenwart. In fesselnden Bildern und kenntnisreichen Texten beleuchtet "Weihrauchland" kulturelle wie landschaftliche Besonderheiten jener Region und liefert ein facettenreiches Porträt der Länder Oman und Jemen, in denen sich bis heute vieles von der südarabischen Kultur aus den Zeiten der Königin von Saba erhalten hat.

Barbara Lutterbeck und Jürgen Christ: Die Küche des Orients. Köstlichkeiten aus Tausendundeiner Nacht

Die kulinarische Reise führt in die Länder des Maghreb: Marokko, Tunesien und Algerien und weiter über Syrien, Ägypten, Israel, die Golfstaaten, den Jemen, Irak und Iran bis in die Türkei.

Über 180 klassische und moderne Rezepte, so unterschiedlich wie die bereisten Länder selbst, verführen zum Genuss und sind einfach nachzukochen.

Stimmungsvolle Farbfotos und interessante Berichte über Traditionen, Feste und typische Produkte bieten einen Einblick in die faszinierende jahrhundertealte Kultur, und ein Nachschlageteil mit Länder-ABC, mit Glossar der Zutaten und Gewürze, mit Tischdekorationen, Menüvorschlägen, Register, Bezugsquellen und Literaturhinweisen rundet das Ganze ab und macht es zu viel mehr als "nur" einem Kochbuch.

Dieter Glogowski und Albrecht Haag: Buddhistische Ansichten

In acht Jahren intensiver Fotografie entstand Dieter Glogowskis Bildband "Buddhistische Ansichten", den er zusammen mit seinem Freund, dem Foto-Designer und Buchgestalter Albrecht Haag, realisierte. Eindrucksvolle Schwarzweißaufnahmen spiegeln das Wesen und die spirituelle Kraft der Menschen in Ladakh und Lingshed wider. Viele buddhistische Zitate und Texte westlicher Denker unterstreichen die Aussagekraft dieses außergewöhnlichen Fotobuches, für das Seine Heiligkeit, der 14. Dalai Lama, ein Vorwort schrieb.

Franz Binder und Kay Maeritz: Tore zum Himmel. Heilige Stätten in Asien

Das spirituelle Leben Asiens zeigt sich am intensivsten an den heiligen Stätten seiner verschiedenen Religionen. Dazu gehören Weltreligionen wie Buddhismus und Hinduismus, aber auch Shintoismus, Taoismus, Jainismus und viele Naturreligionen.

 

Das Buch bietet eine faszinierende Pilgerreise über die Seidenstraße, durch China und Japan, durch die Länder des Himalayas, die Provinzen Indiens und die Dschungel Südostasiens. Über 80 der bedeutendsten Kultstätten werden vorgestellt, von den Tempeln Kyotos bis zum Weltenberg Kailash in Tibet, von den Pilgerorten am Ganges bis zu den goldenen Pagoden in Burma und Laos. Und alle haben diese spirituelle Ausstrahlung, der man sich auch als „Nichtgläubiger“ kaum entziehen kann.



... und hier geht's zu meinen "Bilderbüchern" aus Indien: