Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen.

Hermann Hesse (1877-1962)



Flusslandschaften und Wasserstraßen. Ein Bilderbuch

Aufgewachsen an der Mosel, studiert am Rhein und gearbeitet am Main haben Flüsse stets mein Leben begleitet. Viele durfte ich auf meinen Reisen kennenlernen, vom Murray in Australien über den Nil bis hin zum Ganges.

Meine Fotos, die vorwiegend aus den letzten fünf Jahren stammen, sollen zeigen, wie schön und abwechslungsreich die Flüsse und Kanäle unserer Welt sind.

 

Europa

Afrika

 

Wenn der Nil um dein Geheimnis weiß, wird es auch bald die Wüste wissen.

afrikanisches Sprichwort


Amerika

 

Von allen Flüssen, die ich bis jetzt sehen durfte, beeindruckte mich am meisten der Sankt-Lorenz-Strom, an dem wir im Herbst 2012 längs fuhren.

Mehr dazu beim

Klick aufs Rettungsboot



... und eine Fahrt durch den Panamakanal:

Asien

O Mutter Ganga!

Du bist der Halsschmuck auf dem Kleid der Erde.

Du bist es, durch die man den Himmel erreicht.

O Bhagirathi! Ich bitte dich, möge mein Körper vergehen,

nachdem er an deinen Ufern gelebt und dein reines Wasser getrunken hat;

nachdem ihn deine Wellen geschaukelt und er deines Namens gedacht hat.

(aus dem Ramayana-Epos)

 


Australien

What makes a river so restful to people is that it doesn't have any doubt -

it is sure to get where it is going, and it doesn't want to go anywhere else.
Hal Boyle (1911-1974)



Lesestunde mit Beate

... hier am Kariega River in Südafrika

Michael Obert: Regenzauber.

Auf dem Niger ins Innere Afrikas

 

Unglaublich, aber wahr: nur wenige Weiße standen bisher an der Quelle des Niger, im undurchdringlichen Urwald zwischen Guinea und Sierra Leone. Und noch weniger Menschen bereisten wie Michael Obert den Niger auf seiner ganzen Länge. Aber nicht der Rekord und das Abenteuer trieben ihn an, sondern die Suche nach Geschichten.

 

"Er ist ein sanfter Abenteurer, ein mutiger Reisender und, das Wichtigste, ein begabter, ein leidenschaftlicher, ein großer Erzähler. Regenzauber ist ein Hochgenuss" schrieb die Frankfurter Rundschau, und ich stimme uneingeschränkt zu.

 

Andreas Pröve: Abenteuer Mekong.

5700 Kilometer von Vietnam bis ins Hochland von Tibet

 

"Fluss der neun Drachen", "Mutter aller Wasser", "der Turbulente" … der Mekong hat viele Namen und zeigt die unterschiedlichsten Gesichter. Auf seinem bisher extremsten Abenteuer folgt Andreas Pröve als erster Mensch im Rollstuhl dem Lauf des Flusses vom Mündungsdelta in Vietnam bis ins Quellgebiet im tibetischen Hochland. Und erweckt voller Neugier und feinsinnigem Humor die verschiedenen Facetten des Alltags am Mekong zu buntem Leben:

vom riskanten Linksabbiegen während der Rushhour in Ho-Chi-Minh-Stadt beispielsweise über Kambodscha, Laos und China bis nach Tibet, wo die Menschen von einem kostbaren Raupenpilz profitieren. Wie immer dabei: sein indischer Freund Nagender, dem dieses Buch auch gewidmet ist.

Ein lesenswerter "Expeditionsbericht".

 

Uwe Dürigen und Katharina Kemper:

Der Himmelsfluss Ganges und seine heiligen Männer

 

Sadhus, Babas oder auch Sanyassins, wie sich die heiligen Männer Indiens nennen, machen an der Gesamtbevölkerung einen Anteil von einem halben Prozent aus, und man könnte sie damit als exotische Randerscheinung in der indischen Gesellschaft ansehen. Aber auf dem Subkontinent bedeutet ein halbes Prozent ganze fünf Millionen Asketen!

 

Der Bildband trägt dieser Fülle Rechnung und zeigt uns in beeindruckenden Fotos und einem sachkundigen Begleittext das Leben der Sadhus. Von den täglichen, uralten Ritualen über die Pilgerreise zur Quelle des Ganges und das riesige religiöse Fest Kumbh Mela bis hin nach Varanasi und zu den Verbrennungsghats am Himmelsfluss.

 

Marjory Stoneman Douglas: The Everglades.

River of Grass

 

"There are no other Everglades in the world" beginnt dieser erstmals 1947 erschienene Klassiker über den "Grasfluss". In der Tat handelt es sich bei den Everglades in Florida um einen Fluss, auch wenn dieser als solcher auf Anhieb nicht zu erkennen ist. Die bis zu 60 Kilometer breite Wasserader ist oft nur einige Zentimeter tief, und fast die gesamte Fläche von Gras bewachsen. Aber dieser "River of Grass" fließt mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Stunde.

 

Der Journalistin und nimmermüden Umweltaktivistin Mrs. Douglas (1890-1998) ist es zu verdanken, dass sich die Sicht auf die Everglades langsam änderte: sie waren nicht länger das Marschland, das es trockenzulegen galt, sondern ein schützenswertes Biotop. Über die Geschichte und die Gefährdung dieses Biotops schrieb die "Grande Dame of the Everglades", die es so gut kannte wie kaum ein anderer, und der wir es verdanken, dass große Teile zum Nationalpark erklärt wurden.

Vasudeva war kein Freund der Worte, selten gelang es Siddhartha, ihn zum Sprechen zu bewegen.

"Hast du", so fragte er ihn einst, "hast auch du vom Flusse jenes Geheime gelernt: dass es keine Zeit gibt?"

Vasudevas Gesicht überzog sich mit hellem Lächeln.

"Ja, Siddhartha" sprach er. "Es ist doch dieses, was du meinst: dass der Fluss überall zugleich ist, am Ursprung und an der Mündung, am Wasserfall, an der Fähre, an der Stromschnelle, im Meer, im Gebirge, überall zugleich, und dass es für ihn nur Gegenwart gibt, nicht den Schatten Vergangenheit, nicht den Schatten Zukunft?"
"Dies ist es", sagte Siddhartha. "Und als ich es gelernt hatte, da sah ich mein Leben an, und es war auch ein Fluss …"

 

Hermann Hesse (1877-1962) in "Siddharta"



... diese Seite ist ein Beitrag zur Blogparade von Zypresse; Thema:

Alles fließt - Flüsse begleiten uns