Heimat ist da, wo einer stirbt, nicht da, wo einer lebt.

Und wenn die Reihe mal an mir ist, dann soll es in Hamburg sein.

Hans Albers (1891 - 1960)

 

von der Alster bis nach Ohlsdorf: HAMBURG im Herbst

unsere "Top 3" der Hansestadt 2016:

1. "eat-the-world"-Tour durch Sankt Pauli

 

Die "eat-the-world"-Touren, die in vielen deutschen Großstädten angeboten werden, sind kulinarisch-kulturelle Stadtführungen, die abseits der normalen Touristenpfade durch kleine, authentische Viertel führen. Neben Kostproben von einzigartigen Restaurants, Feinkostläden und Imbissen erhält man hier einen Blick ins echte Leben, in die Geschichte und Kultur des Stadtteils.

 

Wir entschieden uns für die Tour durch Sankt Pauli, lauschten hochinteressanten und kurzweiligen Erzählungen und schlemmten uns auf der dreistündigen Führung an sieben Verkoststationen durch das Angebot von Caprese-Spießchen und Konfekt, litauischen Teigtaschen und ayurvedischem Curry hin zur köstlichen Linsensuppe mit Blick auf die Elbe.

 

 

2. Friedhof Ohlsdorf - mehr als nur ein Friedhof

 

Der Friedhof im Hamburger Stadtteil Ohlsdorf … eine einzige Superlative:

1877 eröffnet, ist er mit seinen 389 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt und hat ein Straßennetz von 17 Kilometern, das man mit dem Pkw befahren darf. Gleichzeitig erschließen zwei Buslinien mit 22 Haltestellen Hamburgs größte Grünanlage, auf der 235.000 Grabstellen zu finden sind und 36.000 Bäume stehen. Auf den langen Fußwegen laden 2.500 Bänke zur Ruhe ein, es gibt 3 Feierhallen und 11 Kapellen, 7 Friedhofsgärtnereien, drei Kolumbarien, einen Ruhewald, einen Naturlehrpfad und ein Museum für Bestattungskultur, um nur einiges zu nennen.

 

An einem unerwartet sonnigen Herbsttag entschieden wir uns unter den drei reizvollen großen Spaziergängen über den Friedhof für "Nordteich und Stiller Weg" und erlebten die Schönheit einer Parklandschaft mit Rotbuchen und Stieleichen, mit einer Wiese und einem Bach, der in den idyllischen Nordteich mündet. Stockenten tun sich an Wasserlinsen gütlich, ein Eichhörnchen turnt auf einem riesigen Nadelbaum, und die ersten Blätter fallen leise in einen Schöpfbrunnen … eine Oase der Ruhe inmitten der belebten Großstadt.

 

  

3. Clouds. Über den Dächern Hamburgs

 

Direkt am östlichen Eingang zur Reeperbahn liegen die "Tanzenden Türme", zwei von dem deutschen Architekten Hadi Teherani entworfene Hochhäuser, die mit ihrer geknickten Fassadenkonstruktion aus Glas und Stahl an ein tanzendes Paar erinnern sollen. Die im Jahr 2012 fertiggestellten Türme beherbergen Büros, eine Radiostation und einen Musikclub.    

 

Im Oktober 2013 wurde in der 23. Und 24. Etage und damit etwa 105 Meter über Elbniveau Hamburgs höchstes Restaurant namens "Clouds" mit Bar und Dachterrasse eröffnet. Insgesamt bis zu 350 Gäste finden hier Platz, aber als wir die Bar gegen 15.30 Uhr für einen Cappuccino aufsuchten, war sie noch angenehm leer, und von der 235 m² großen Dachterrasse bot sich uns ein großartiger, atemberaubender freier Blick auf den Hamburger Hafen und die HafenCity.

 

 

zwischen Hafen und Hagenbeck: HAMBURG im Winter

kleine Liebeserklärung an die Hansestadt 2008:

 

 

Klaun, Klaun,

Äppel wüllt wi klaun,

ruck zuck övern Zaun.

Ein jeden aber kann dat nich,

denn er muss aus Hamborg sein.

 

Ludwig Wolf