Endlich war ich also in London, und nichts machte mir mehr Spaß, als den ganzen Tag in meinem neuen Revier herumzuschlendern. London kam mir vor wie ein Haus mit fünftausend verschiedenen Zimmern; der ganze Reiz lag darin, zu entdecken, wie die Zimmer untereinander verbunden waren, und sie allmählich alle zu durchlaufen.
(Hanif Kureishi; * 05. 12. 1954 in Bromley: "Der Buddha aus der Vorstadt")

 

Die Insel der Abenteuer. Eine Reise in den britischen Alltag 2

 

 

 

O London is a dainty place,
A great and gallant city!
For all the streets are pav'd with gold
And all the folks are witty.

 

(aus einem trad. folk song)

10. Juni 1994

Zurzeit versuche ich, mich durch die englischen Postbestimmungen und –geheimnisse zu kämpfen: da gibt es first class mail und second class mail, selectapost, special delivery, recorded, registered und registered plus delivery, um nur die wichtigsten (?) Sachen zu nennen.

 

Heute habe ich dabei entdeckt, dass es nicht nur stamps gibt und special stamps (Sondermarken), sondern auch noch „non value indicator stamps“, uff! Und das sind noch längst nicht alle Möglichkeiten, Porto zu bezahlen und Verwirrung zu stiften!!!

 

< < < eine „non value indicator first class stamp“.

Sie gilt unbegrenzt für Briefe bis 60 g innerhalb des UK;

bis 20 g sogar innerhalb der EG!

Samstag / 11. Juni 1994

John hat gestern dem Eigentümer des Hauses Nr. 47 in der Farnaby Rd. (in diesem Fall der building company) ein Kauf-Angebot gemacht: ₤ 205.000.

Das ist schon mal der erste Schritt beim Hauskauf, heißt aber nicht, dass wir die Hütte auch bekommen. Es gibt noch andere Interessenten, und der Verkäufer kann noch im letzten Moment einen Rückzieher machen. Wir als Käufer übrigens auch!

 

Aber ich denke schon darüber nach, wo wir die Sofas für den living room kaufen und welchen Baum wir als Schattenspender in den Garten pflanzen wollen. Beschäftige mich mit fast growing shrubs, dem Aussehen von Übergardinen und mit der Begrünung des hässlichen Gartenzauns.

 

 

Hab mir das Buch „Creating a wildlife garden“ von Bob und Liz Gibbons gekauft: eine wahre Fundgrube! Voller Ideen für den Garten in der Farnaby Road!

Sonntag / 12. Juni 1994

Gestern wieder ein Haus in Blackheath angesehen, und irgendwie mag ich nicht mehr! Einstündige Diskussion zum Thema Eliot Place (sein Favorit) contra Farnaby Road (der meinige). Warum müssen uns auch gerade zwei so total unterschiedliche Häuser gefallen?


 

Beates „Accomodation Statistics“

Abgeklapperte Estate Agents: 11

 

Angebotene Häuser: 61; davon

„von außen“ bereits abgelehnt: 39

nach Besichtigung abgelehnt: 12

in Betracht zu ziehen: 2 (Eliot Place, Farnaby Rd.)

noch zu besichtigen: 4 (Petts Wood)

nicht mehr available: 4

 

… und dabei sind hier nur „Einzelangebote“ aufgeführt; die ganzen Listen mit angebotenen Häusern habe ich erst gar nicht in meine Statistik aufgenommen.

14. Juni 1994

Nicht viel passiert. Außer, dass ein Angestellter unserer Vermieterfirma zu einem angemeldeten „check“ erschien. Er wollte nur sehen, ob diese deutschen Mieter vielleicht ein Campingfeuer im Wohnzimmer gemacht oder die Bude unter Wasser gesetzt haben. Haben sie nicht!

15. Juni 1994

Wetter: weiter traumhaft! Heute Morgen kam ein Mensch, um mit John die nötige mortgage zu verhackstücken, in Deutschland streikt die Post, und in England streikt die British Rail: Hunderttausende müssen sehen, wie sie nun zur Arbeit kommen; in 5 Londoner Parks hat man Autoparkplätze eingerichtet, in 2 Parks sogar Omnibus-Parkplätze.

Statt in der City holte ich mir meinen Sonnenbrand daher heute im heimischen Gärtchen und kochte Mexican Chicken.

17. Juni 1994

Zu Fuß in den nahegelegenen Greenwich Park. Morgens um neun Uhr:

 

Ein Kaninchen hoppelt über den Rasen. Eichhörnchen jagen sich in den riesigen Kastanienbäumen und kommen zutraulich herbei. Eine Lady in Häkelstola füttert die Gänse und Enten am Weiher. Auf einer Parkbank träumt ein Rentner, ein weißgekleideter Jogger läuft unter den alten Bäumen quer durch den Park, und die Taubenmännchen lassen ihre Angebeteten nicht aus den Augen. Wenn ich nächstes Mal herkomme, bringe ich ein Buch mit, altes Brot und Erdnüsse.

 

„mein“ Greenwich Park am frühen Morgen; Scans von alten Papierbildern:

 

Zum Lunch und zum Trost gab es dann aus dem neuen „Home Made Food“- Geschäft auf der Tranquil Vale zwei sandwiches und einen traumhaften country style potato salad (kleine, ungeschälte Kartoffeln in Scheiben, Salami-Streifen, Frühlingszwiebelringe, bunte Paprikastreifen, Ei und Mayonnaise) – great!

Samstag / 18. Juni 1994

In aller Herrgottsfrühe aufgestanden und über Victoria Station zum Notting Hill Gate gefahren, um den Markt in der Portobello Road zu besuchen.

Um das vorwegzunehmen: nach 3 ½ Stunden hatte ich genug von all‘ dem Silber, Porzellan und Kerschel! Außerdem wurde es gegen 11 Uhr ganz schön voll und unbequem.

 

Der Fruit and Veg Market voller ethnischem Flair. Der Flea Market: zu 95% alte Klamotten – und so riecht’s hier auch! Die Stände an der Straße mit viel Touri-Kitsch wie Schmuck und T-Shirts. Geschäfte, die sich auf Indien und Tibet, auf Afrika und Arabien spezialisiert haben. Schön die alten „writing boxes“, der Berberschmuck und die Ausgrabungsstücke aus dem alten Rom, aus Griechenland und Ägypten.

 

Frau Pamela Russell (Westbourne Grove) mit ihren blauweißen Staffordshire-Tellern hatte leider geschlossen, aber ich entdeckte eine schöne Staffordshire-Platte an einem Straßenstand. Gerade, als ich nach dem Preis fragen und mit dem Verhandeln beginnen wollte, kam mir so ein doofer Italiener zuvor und kaufte das Stück für ₤ 60 vom Fleck weg.

Vor lauter Ärger und Frust kaufte ich mir dann für ₤ 21 eine Sammeltasse von Royal Albert mit dem Muster „Old Country Roses“ und beschloss, ab jetzt Porzellan mit Rosenmuster zu sammeln.

 

Und zum dinner teilte ich mir eine Dose Lachs mit Nachbars Katze.

Sonntag / 19. Juni 1994

Gemütliches Frühstück mit mir, mit klassischer Musik und englischer Schundliteratur.

Das Grillen müssen unsere Nachbarn noch lernen: erst stank es fürchterlich nach Petroleum, dann qualmte es entsetzlich, und anschließend roch es arg angebrannt! Und der Wind treibt alles ausgerechnet in meine kleine Sitzecke im Garten! Keine Chance, mich rauszusetzen.

22. Juni 1994

Erneuter Versuch, Staub zu saugen. Staub saugen …? Außer viel Lärm macht der alte, unhandliche Hoover turbopower Autoflex so gut wie nichts; ich hätte es ebenso gut bleiben lassen können. Aber dafür kann ich jetzt gleich noch einmal duschen!

 

Abendlicher Spaziergang mit John über die Heath Richtung Eliot Place. Vielleicht nehmen wir das Häuschen doch; wegen der Farnaby Rd. scheint man uns ver…en zu wollen, und ich bin nicht bereit, Spielchen zu spielen!

23. Juni 1994

Heute hat mich die Gemüsefrau das erste Mal beschissen: hat mir alte Pfirsiche in die Tüte gepackt; einer davon fing schon an zu faulen, und ein anderer hatte einen 10p-Stück großen Schimmelfleck. Keine Lust, zurückzugehen und Krach zu schlagen. Aber ich werde es ihr beim nächsten Einkauf erzählen. Jetzt, nachdem ich weiß, dass schimmelig mouldy heißt und faul rotten! Gott segne Herrn Langenscheidt!

 

Stunden später: Ich glaube, wir haben unser Haus gefunden! Es steht nicht am Eliot Place und auch nicht in der Farnaby Road, sondern in 25 Bromley Avenue in Shortlands und gehört noch Richard S. und seiner reizenden indischen Frau Gilly.


Exposé des "SEMI DETACHED 4 BEDROOM HOUSE"; von mir mit * * * versehen

Freitag / 24. Juni 1994

Was für ein Glück, dass ich heute nicht wie beabsichtigt in die City reingefahren bin! Gegen 10.30 Uhr stand nämlich unsere Küche voll unter Wasser! Schlau, wie ich bin, hab‘ ich ziemlich bald rausgefunden, was los ist: die Warmwasserleitung tropft an zwei Stellen. Ich hab‘ sogar den Absperrhahn gefunden und das ständige Tropfen durch Zudrehen desselben abgestellt. Good girl! Jetzt haben wir zwar kein warmes Wasser mehr, aber hoffentlich Ruhe, bis John einen Klempner organisiert hat.

Samstag / 25. Juni 1994

Quer durch Little India, Arabia und Africa (sprich: London) zu Ikea gefahren, um uns einen Überblick über das Angebot zu verschaffen.

 

In der Zwischenzeit waren Nachbars Katzen wieder an unserem Müll und haben eine leere Lachsdose fein säuberlich ausgeleckt. An die Reste von unserem Kentucky Fried Chicken-Dinner von gestern sind sie jedoch nicht gegangen, und jetzt behauptet John, englische Katzen mögen kein junk food!  

Sonntag / 26. Juni 1994

 

Schon wochenlang hier und noch auf keinem

 „Boot Sale“, aber das holten wir heute ausgiebig nach.


Hier gab’s wirklich alles, von Kleinmöbeln und Haushaltsgegenständen über Pflanzen, Obst und Gemüse bis zu Werkzeug, Kinderkleidung und Selbstgebackenem. Wobei der Trödel überwog.

Tolles Wetter, ein Cheeseburger und frisch gepresster Orangensaft. Zwei blau-weiße Teller erstanden (also doch!), und ein Beistell-Tischchen, alles zusammen für schlappe ₤ 11.50.

Unser Lebensmittel-Einkauf in dem netten ASDA Store in Swanley war da mit ₤ 44.38 schon etwas teurer.

27. Juni 1994

Heute Morgen wieder mal nach Central London reingefahren und auf der Tottenham Court Road Möbelgeschäfte auf für uns brauchbare Sachen durchforstet: HabitatHeal’sThe Pier. Per tube zum Piccadilly Circus und anschließend im „European Bookshop“ in der Warwick Street den „stern“ erstanden und einen Stapel deutschsprachiger Bücher. Endlich wieder muttersprachliches Lesefutter!

28. Juni 1994

Soll noch einer sagen, alle englischen Handwerker seien Stümper! Unser plumber heute Morgen hat gute Arbeit geleistet, als er einen neuen mixer tap installierte (den alten fand auch er „cheap and nasty“!), er hinterließ einen sauberen Arbeitsplatz und rückte sogar die Waschmaschine an ihren ursprünglichen Platz zurück. Und Trinkgeld wollte er auch nicht annehmen!

29. Juni 1994

Fast schon wieder ein Monat herum, in dem besonders viel los war und ist: die Geburtstagsparade (Trooping the Colours) der Königin, das Rennen in Ascot, Wimbledon – und natürlich die Fußball-WM! Obwohl die weniger im UK stattfindet, und die Engländer konnten sich auch nicht qualifizieren. Dafür aber Irland … und plötzlich sind die Iren die besten Freunde der Engländer!


Außerdem war der Juni, wenigstens in seiner letzten Hälfte, teilweise ganz schön warm, auch für uns. Die Engländer stöhnen schon bei 20° C über die Hitze. Und die meisten englischen Alarmanlagen spielen da nicht mit: kaum wird’s etwas wärmer, schon hupt’s und klingelt’s und brummt’s überall, weil sämtliche Auto- und „burglar“-Alarmanlagen meinen, sie müssten jetzt losgehen. – Nervig!

Samstag / 2. Juli 1994

Da meine bessere Hälfte heute wieder nach Deutschland geflogen ist, habe ich mir eine Travelcard gekauft und bin ins East End gefahren. In den schönen, alten Markthallen des Spitalfields Market findet an diesem Wochenende das erste

„London Festival of Bangladesh“ statt.


Es war toll: überall fantastische Saris und herausgeputzte Kinder, in der Luft ein Geruch nach Curries, Satay und Fried Rice. Dazu Bangladeshi-Music und ein „Bangladeshi Döner“ für mich: in Nan eingewickeltes Chicken Tikka, Kraut, Tomaten, Gurken und Sauce; ausgesprochen lecker!

 

 

< < < mein Souvenir

vom "London Festival of Bangladesh":

eine elephant box

Sonntag / 3. Juli 1994

Fußmarsch quer über die Heath und durch den Greenwich Park, vorbei am Royal Observatory und über den dortigen Null-Meridian nach Greenwich und in die markets. In alten Kelim-Kissen gewühlt, asiatische Götterstatuen bewundert und mit einem Händler das nepalesische „tigers and goats“ (Bagh Chal) gespielt.

 

Heimweg durch (!) das Royal Naval College, vorbei am Queens House und dem National Maritime Museum. Bei Shepherd’s ein Baguette gekauft, Käse, Tomaten, Trauben und einen französischen vin de table; das wird mein Abendessen.

 

Unterwegs viel blasse Haut auf dem Rasen unter einer brütenden Mittagssonne; da gibt’s morgen garantiert wieder jede Menge Sonnenbrände in England!

5. Juli 1994

Nachdem unser rechter Nachbar fertig ist (?) mit Hämmern, Bohren, Sägen und Schrauben, hat nun auch unser linker Nachbar angefangen, zu renovieren; die Freuden eines Lebens im Reihenhaus!

Von dem Freizeit-Handwerker gegenüber mit seinen Presslufthammer-Aktivitäten schreibe ich erst gar nicht.

18. Juli 1994

Strenge Gesetze herrschen im Coffee Shop von Habitat auf der King’s Road: nur wer auch etwas isst, darf sich an einen der Tische an den Fenstern setzen; die unattraktiveren Plätze sind den „Trinkern“ zugedacht.

 

Nachmittags schätzungsweise zehn Kubikmeter abgestorbenes Holz und welke Blätter in unserem viktorianischen Gärtchen entfernt (alles unter den misstrauischen Augen von Nachbars Katze) und etwa 16 Gießkannen Wasser auf 3 Quadratmeter Boden verteilt. Hoffentlich regnet’s bald mal wieder!

Aber jetzt kann ich hier endlich wieder sitzen und lesen, ohne mich zwischen Ivy und Honeysuckle quetschen zu müssen!

20. Juli 1994

Wieder einmal den Hoover aktiviert, um Staub zu saugen. Wenn man ihm ab und zu „auf den Kopf“ tritt und diesen damit fester an den Boden presst, funktioniert das Ding einigermaßen.

Und die Wohnung soll heute Abend doch ordentlich aussehen; schließlich kommt eine nurse, um John den Blutdruck zu messen: ohne das kann er kein Hausbesitzer werden! – Exotische Sitten!

21. Juli 1994

Mein „Charity Shopping Day“: eine Garten-Tischdecke vom “Imperial Cancer Research Fund” und eine Wedgwood-Suppentasse bei Oxfam. Greenpeace-Karten bei Ryman. Und Briefmarken; die Royal Mail will schließlich auch leben!

Sonntag / 24. Juli 1994

Per Auto nach Camden Town gefahren. Der ganze Stadtteil ist ein einziger bunter Markt; malerisch am Regent’s Canal gelegen! Schätzungsweise 364 stalls abgeklappert, aber längst noch nicht alle. Einen „keltischen“ Ring für ₤ 12 gekauft und beim Inder ein vegetable curry gegessen. Den netten, alten Kinder-Hochstuhl haben wir stehenlassen, da er uns mit ₤ 42 zu teuer war. Obwohl er einen perfekten Blumenständer abgegeben hätte!

Rückfahrt gegen Mittag (es wurde heiß und overcrowded), vorbei am Hyde Park und der Bayswater Road, wo Hunderte von Hobbymalern ihre Bilder ausstellen und verkaufen. Durch Kensington und Chelsea, über die Fulham Road und längs der Themse zur Tower Bridge. An Westminster und Big Ben fuhren wir auch vorbei … ein großartiger Ausflug!

Und die London-Touristen tun mir Leid: müssen alles in kürzester Zeit abklappern, sich in der Mittagshitze vorm Tower fotografieren lassen, in überfüllten sightseeing-Bussen sitzen und im Hotel übernachten. Da geht es uns aber bedeutend besser!

 

Abends auf zwei grün-weiß gestreiften Liegestühlen im Greenwich Park relaxt. Endlich sind wir wieder unter uns Londonern; egal, welcher Hautfarbe!

26. Juli 1994

Endlich regnet es etwas (wir könnten noch viel mehr brauchen!), und mein neuer Friseur heißt Jeff. Ergebnis des haircuts: da hab‘ ich noch mal Glück gehabt!

 

Aber was mach‘ ich jetzt, nachdem ich neulich in der pharmacy von Blackheath die letzte Flasche Gesichtswasser von L’Oreal gekauft und fast aufgebraucht habe (den Bestand von einer Flasche der Marke Nivea hab‘ ich schon vor Wochen geplündert!)???

Freitag / 29. Juli 1994

9.55 Uhr: WIR HABEN EIN HAUS!!! John rief mich eben an, um mir mitzuteilen, dass die solicitors endlich die Verträge ausgetauscht haben, und somit ist es amtlich! In 14 Tagen wohnen wir in unserer eigenen Hütte in der Bromley Avenue!

Samstag / 30. Juli 1994

Siebenstündige Einkaufstour durch Lewisham und Bromley. Ergebnis: Gästebett, Bettwäsche, Spiegel, afghanischer Kelim, zwei CD-Türme - und ein Staubsauger. Hurra!!!

Sonntag / 31. Juli 1994

Auf dem Blackheath Summer Kite Festival, wo es Drachen-Ballett gab und fighting kites. Großartig! So etwas habe ich noch nie gesehen!

kites über der heath; Scan von einem alten Papierbild

1. August 1994

Es ist passiert! Jetzt habe ich auch in der zweiten pharmacy von Blackheath den Bestand von einer Flasche Gesichtswasser (diesmal und hier: oil of ulay) aufgekauft. Die nächsten Flaschen muss ich wohl aus Central London importieren.

3. August 1994

Nachsendeanträge bei der Post gestellt (Hilfe! Die spinnen, die Briten!). Und morgen kommt Teenager Katrin, unser erster Besuch aus Deutschland!

Faltblatt der Royal Mail zum Thema Nachsendeantrag

8. August 1994

Englisches Frühstück à la Katrin: baked beans on toast, dazu Tee. Und Abends kam wieder eine nurse, um diesmal eine Probe von Johns Spucke einzusammeln; ohne einen saliva-Test keine life insurance, und ohne life insurance kein Haus. John gab sein Bestes.

12. August 1994

Seit gestern ist auch der Rest von Katrins Familie in England, und wir feierten zu sechst unser Wiedersehen beim Mexikaner mit Guacamole und Tacos, mit Enchiladas, Sizzling Chicken und einigen Flaschen Corona. Und

heute holten wir bei Dick den Schlüssel für unser neues Haus in Bromley ab!