The first condition of understanding a foreign country is to smell it.

Rudyard Kipling (1865 – 1936)


... und wenn's deutsche Schnitzel sind!

Die Insel der Abenteuer 7

Eine Reise in den britischen Alltag. Mit Hund

(alle Fotos: Scans von fast 20 Jahre alten Papierbildern;

zum Vergrößern bitte anklicken!)

Sonntag / 27. August 1995

Wochenendprogramm: Großeinkauf in „Pet’s World“ (allein 30 Dosen Hundefutter!) und im Gartencenter von homebase. Bei Farnworth und The Pier haben wir auch etwas Geld gelassen, zum Beispiel für neue Sofakissen.

23. August 1995

Wir haben einen ganz braven Hund! Dieses neue Zughalsband ist wirklich sehr hilfreich, und mir macht’s fast schon Spaß, dreimal täglich mit Rex spazieren zu gehen.

 

Heute haben wir endlich auch bei unserem (Versicherungs-) Freund Archie eine Haftpflichtversicherung für unseren Hund abgeschlossen; bei seinem Temperament kann Gott-weiß-was passieren!

Und da Archie nun schon mal da war, gab‘s dann auch noch eine Hausratversicherung für unseren ganzen Krempel.

30. August 1995

„40% risk of drizzle“ meldete der Wetterbericht heute Morgen – und niedrige Temperaturen. Also hab‘ ich nicht wie geplant die Waschmaschine angeworfen und stattdessen ein dickes Sweat-Shirt angezogen. Alles falsch! Es ist warm, und die Sonne scheint! Da wäre das nasse Bettzeug wunderbar getrocknet!

31. August 1995

Seit gestern Abend Kopfschmerzen. Ohrenschmerzen. Halsweh. Leichter Husten. Nase zu. Schlapp und keine Lust, auch nur das Geringste zu tun. Ich sitze da und triefe vor Selbstmitleid! Und Rex ist total lieb und kuschelt sich an mich; genießt es, dass er ausnahmsweise mal aufs Sofa darf.

 

Fürs Wochenende, das schon vor der Tür steht, und das ich diesmal besonders gerne hereinlasse, verordne ich mir Bettruhe, Olbas Pastilles, Tee und japanisches Heilöl. Oder noch besser:

            Ein Buch und Glühwein mir zum Trost;

            Die Kranke haucht ein mattes: „Prost!“

Samstag / 02. September 1995

Wieder nur ein bisschen Nieselregen; wie sollen wir da eine grüne Insel bleiben? Relaxing day mit Schlafen – Essen – Lesen. Habe vor einigen Tagen eine neue Krimi-Reihe angefangen (Martha Grimes, Inspektor Jury), die sich sehr vielversprechend anlässt.

Klassische Detektivromane mit einem wunderbaren, trockenen Humor, und die Amerikanerin Grimes zeigt ein sicheres Gespür für die englische Atmosphäre, in der ihre Romane spielen.

Band 1:

Martha Grimes: Inspektor Jury schläft außer Haus

 

Die Häuser der alten Dorfstraße von Long Piddleton liegen verschneit; eine weihnachtliche Postkartenlandschaft, in der sich plötzlich zwei gruselige Morde ereignen. Inspektor Jury von Scotland Yard darf wieder einmal in die Provinz reisen  und sich unter der Spitze der örtlichen Gesellschaft umsehen, die zur Zeit der Morde vollzählig in den Gasthöfen versammelt war: beispielsweise der scheinbar vertrottelte Pfarrer, der standesabtrünnige Graf oder die hübsche Dichterin. Eine(r) von ihnen, das weiß Inspektor Jury, muss der Mörder sein. Doch ihre Alibis wirken wasserdicht ... auf den ersten Blick.

8. September 1995

Schon wieder Freitag; die Zeit rast nur so! Past Times und Avon bieten in ihren Katalogen schon die ersten Weihnachtsgeschenke zum Kaufen an, und vor meinem Fenster versucht eine zaghafte Sonne, an den Sommer zu erinnern.

Sonntag / 10. 09. 1995

Collage aus meinem Tagebuch

 

 

Mit John zur Isle of Dogs; genauer: zum West India Quay (Nähe Canary Wharf) auf das “London Docklands Festival of Good Food & Music“, das fünf Wochen (!!!) dauert.

 

Diese Woche ist „Sea Food Week“. Und so gönnten wir uns denn cockles und mussels, ein salmon bagel und ein Schweinebraten-Brötchen (!) unterm Regenschirm, denn leider spielte der Himmel nicht so ganz mit!

Montag / 18. 09. 95

Im ersten Stock Fenster geputzt und Gardinen gewaschen. Und ich frage mich wieder, ob auch nur ein Engländer eine vernünftige Erklärung dafür hat, dass englische Fenster feststehende Flügel haben bzw. sich nur nach außen öffnen lassen.

20. 09. 1995

Komme ich heute ins Reisebüro, überreicht mir eine Angestellte strahlend meine Flugtickets nach Casablanca. Wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn ich denn nicht nach Agadir müsste. Ok, das haben wir geklärt – aber als ich nach Hause kam, musste ich feststellen, dass der Hotelgutschein für Johns Aufenthalt in Marrakesch fehlt. – Hilfe!

22. 10. 1995

Mindestens einen Vorteil haben die meist stressigen Spaziergänge mit Rex: ich habe in dem halben Jahr mit ihm fast zehn Kilo abgenommen!

30. Oktober 1995

Morgen ist Halloween. Und seit drei Tagen bereits klingelt’s abends zwischen 7 und 8 an der Haustür. Schreckliche kleine Gespenster stehen davor, fordern „trick or treat“ oder schauen dich nur stumm an hinter unbeweglichen Horrormasken. Um sich dann mit piepsigem Stimmchen recht artig für die pennies zu bedanken (dieses Jahr habe ich keine Bonbons besorgt, weil ich die letztes Jahr fast ganz alleine essen musste).

Leider werden um diese Zeit auch Kracher und Raketen gezündet, und das mag unser Hund überhaupt nicht und zeigt Zeichen von Aufregung und Angst. Silvester in Deutschland müsste der reinste Horror für ihn sein!

31. 10. 1995

Nebel. Tau. Krähen. Romantisch-mystisch, unser playground am frühen Morgen. Wenn da nur nicht diese Eichhörnchen wären, die wie immer den Frieden gewaltig stören, indem sie unseren Hund zum Bellen und Toben verführen.

5. November 1995

In Farnborough Besichtigung des ersten kennels. Wir brauchen unbedingt eine gute Hundepension, da wir Rex bei unseren Flügen und Fahrten „auf den Kontinent“ nicht mitnehmen können. Bei der Wieder-Einreise ins UK müsste er monatelang in Quarantäne, und das ist für alle Beteiligten unzumutbar!

 

Heute ist Guy Fawkes Day. Nur weil dieser katholische Knabe am 5. 11. 1605 zusammen mit seinen Kumpels den protestantischen König Jakob I. und das Parlament in die Luft sprengen wollte (der berühmte gunpowder plot) und scheiterte, werden heute im ganzen Land Kracher und Raketen gezündet; eine Qual für unseren Hund und fast alle anderen Tiere.

Samstag / 11. 11. 1995

Nachmittags die zweite Tierpension besichtigt, die Orange Court Kennels in Downe. Sie waren so überzeugend, dass wir erst gar nicht mehr zu der dritten Adresse gefahren sind. Hier wird’s der Rex während unserer Abwesenheit(en) gut haben, denn hier versteht man viel von Hunden. Alles ist sehr sauber und liebevoll, und demnächst werden wir unseren Hund mal probeweise für einige Stunden hier abliefern.

15. November 1995

Endlich mal wieder nach London reingefahren, diesmal aber wegen Rex zum ersten Mal unter Zeitdruck.

Interessante Gegend um den Russell Square: eine uralte U Bahn-Station, das Russell Hotel (alte Backsteingotik, riesig … Vorbild für den Song in „Cats“?), die Burton Street mit dem kleinen, vollgestopften „Maghreb Bookshop“ (eine Fundgrube für alte Bücher über Nordafrika, aber leider nicht das, was ich suchte), dann Long Acre bei Covent Garden (nette Einkaufsstraße; hier auch „Stanfords“, die Fachbuchhandlung für Reiseliteratur und Karten) …

Und ich stellte wieder einmal fest: London ist nicht nur die Stadt der Queen, der Mode, der Musik und der Antiquitäten, sondern auch die der Bücher!

16. November 1995

Besuch von Jackie, der Nachbarin aus Nr. 22. Sie lud mich zu einem Weihnachts-Bazar in ihrer Wohnung am 29. d. M. ein: da muss ich hin! Lilian hat schon angeboten, mich mitzunehmen. Weil ich so „shy“ bin!

Sonntag / 19. 11. 1995

14.55 Uhr: ich glaube, eben hat mich ein Scherenschleifer arg ver...! Ich wollte es mal wagen und vertraute ihm eine kleine Schere und zwei Küchenmesser zum Schärfen an, zahlte auch den geforderten (Wucher-) Preis von ₤ 6.50 – um nach Abzug des Meisters festzustellen, dass die Schere zwar etwas besser schneidet, die Messer aber weiterhin unscharf sind. Ich glaube, der Typ hat sie nur mal kurz durch den Dreck gezogen, damit es so aussieht, als habe er daran gearbeitet.

Womit dann auch das Kapitel „englische Scherenschleifer“ für mich erledigt wäre; diese Arbeit vertraue ich in Zukunft wieder ausschließlich meinem Dad an!

21. November 1995

Seit Tagen bekocht und verwöhnt uns Mutter Smolek mit Böhmischen Knödeln, mit Petersilienkartoffeln, Paprikahähnchen und Schnitzeln. Unser Hund verehrt sie und geht ihr nicht mehr von den Socken.

29. 11. 1995

Heute Nachmittag unter den Fittichen von Lilian auf Jackies Bazar. Neben einigen „White Elephants“ (ich nenne es Trödel) jede Menge sehr schöne, selbstgemachte Sachen: Handarbeiten, getrocknete Blumen, Weihnachtskarten. Einige wunderbare Patchwork-Arbeiten (kleine Taschen und Christbaumschmuck) erstanden. Gerne hätte ich auch noch Kaffee und Kuchen zu mir genommen und mit den anderen ladies gequatscht, aber aus irgendeinem unerklärlichen Grund meinte Lilian, sie müsse mich schon nach etwa 20 Minuten rauslotsen. Schade!

30. November 1995

Mein heutiges Programm: „shop ‘til you drop!“ NEUNZIG Pfund leichter kam ich schwerbepackt nach Hause (was für ein schöner Satz!), und hätte ich noch einige Arme bzw. Hände gehabt, wären’s noch mehr Tüten geworden. So konnte ich nicht einmal mehr beim Floristen vor „The Glades“ meinen jährlichen Edeltannenzweig erstehen. Da muss der Türkranz halt warten; dafür gibt es aber schon eine holly garland am Treppengeländer!

2. Dezember 1995

Das Fest bei unseren finnischen Freunden Pirjo und Markku war ausgesprochen nett; langsam gewöhne ich mich an diese englischen small talk-Stehpartys mit internationaler Besetzung! Als ganz besonders nett sind mir diesmal eine Türkin und ihr pakistanischer Ehemann in Erinnerung geblieben. Sie spricht Deutsch, ist in Essen und im Schwarzwald aufgewachsen, und ich stelle wieder einmal fest, dass die Welt immer kleiner wird!    

3. Dezember 95; der erste Advent

Haben uns heute im Antiquitäten-Geschäft „The Gallery“ in Downham unser erstes Weihnachtsgeschenk gekauft, eine kleine Eichenbank für den Flur. „Runtergehandelt“ von ₤ 135 auf ₤ 125; ein kleiner Erfolg.

Langer Spaziergang durch den Beckenham Place Park, dann eine fairy lights-Kette um die Konifere an der Terrasse geschlungen und erstmals den Schwibbogen im Esszimmer angemacht; nun kann der Advent richtig anfangen. Clementinen und Nüsse gibt es auch schon!

5. Dezember 1995

Blick durch die Terrassentür

 

Es schneit, und das richtig: so viel Schnee hatten wir hier in England noch nie! Und zwischen den einzelnen Schneeschauern fantastischer blauer Himmel und Sonnenschein: verrückt!

 

 

Seit einiger Zeit kommt ab und zu ein junger, neugieriger Fuchs auf unsere Terrasse, schaut ganz interessiert ins Wohnzimmer und beobachtet, was wir so treiben.

Unser Wachhund verliert dabei regelmäßig die Contenance und tobt herum, aber der Besucher bleibt unbeeindruckt; schließlich sind da ja noch die Glastüren dazwischen.


7. Dezember 1995

Versteh‘ einer die Engländer! Da laufen sie noch bis Dezember hemdsärmelig und im T-Shirt herum und gehen im kalten Wasser baden, aber jetzt – bei etwas Schnee – drehen sie durch: sprechen von sibirischen (!) Wetterverhältnissen und eisiger Kälte (0 – 3 Grad Celsius) und raten, möglichst im Haus zu bleiben, das Auto stehenzulassen u. ä. mehr.

8. Dezember 1995

            Lichterbogen in den Fenstern.

            Fahler Mond in schwarzen Ästen.

            Überm Schneedach ein Stern ...

 

Und dann spaziert doch einige Zeit später so ein frecher Fuchs einfach über das verschneite Dach unseres Gartenschuppens! Lässt sich nicht von dem bösen Bellen unseres Hundes erschrecken, sondern setzt sich vielmehr provozierend hin, um die Mittagssonne zu genießen!

10. Dezember 95; der zweite Advent

Das Wetter passt zu meiner Stimmung; den ganzen Tag lang: Kälte und Nebel!

Letzterer beeindruckt die englischen Autofahrer kaum; viele fahren ohne Licht. Ansonsten wissen sie sich bei winterlichen Temperaturen kaum zu helfen – oder sie verhalten sich falsch: lassen den Motor stundenlang warmlaufen, tauen vereiste Autoscheiben mit heißem Wasser auf oder kratzen lediglich ein Guckloch in die Frontscheibe ...

Montag / 11. Dezember 1995

Und wieder habe ich einen englischen x-mas-Brauch entdeckt: „Father Christmas“ steckt die Spielzeuge für die Kinder in selbstgenähte Stoffsäcke; nicht so betuchte (im wahrsten Sinne des Wortes!) Santas kaufen in Schreibwarengeschäften zu diesem Zweck billige und hässliche Plastikbeutel für 50 p.

 

Ich muss es auch noch einmal sagen: diese englischen Wetterberichte sind echt für die Katz! Gestern meldeten sie für unsere Gegend „10% risk of fog“, und es war den ganzen Tag über tierisch neblig. Für heute sind „40% risk of fog“ angesagt – und was ist? Nur in weiter, weiter Entfernung ist etwas Nebelartiges zu erahnen; ansonsten: klare Sicht!

 

Und das Downham Tandoori hat uns dieses Jahr eine persönliche Weihnachtskarte geschickt, plus beiliegendem menu; jetzt können wir auch Balti-Gerichte ordern, und die Preise sind – im Gegensatz zu unserem Chinesen – gleich geblieben.

 

Ein Weihnachtspäckchen zur Post gebracht. Leider war’s für ein small packet 500 Gramm zu schwer, und so kostete es stolze ₤ 15.50! Da hätte ich die Schokoladentaler wohl besser weggelassen!

Samstag / 16. 12. 1995

Heute Morgen in meinem Adventskalender von Christel: ein kleines, rosa Schweinchen mit grüner Mütze. Ein Glücksbringer, leider nicht in Bezug auf unser Abendessen von der „Pizza Hut“! Erstens durften wir diesmal die „Super Supreme Large“ nur mit chicken wings und für stolze ₤ 12.99 bestellen, zweitens dauerte die Lieferung eine Stunde, drittens fehlte das Cola, viertens waren die wings schwarz und die Pizza matschig, fünftens alles total kalt … es wird wohl einige Zeit dauern, bis wir wieder den Mut finden, bei dieser company etwas zu bestellen! Gewürzt war die Pizza übrigens auch nicht so gut wie sonst: „gnadenbringende Weihnachtszeit!“

17. Dezember 1995; der dritte Advent

Nachmittags trotz Regen wieder einmal Besuch auf der FOAL Farm, wo ein Bazar stattfand und ich u. a. eine wunderschöne, kleine Ganesh-Figur aus Elfenbein fand (Preis: nur ₤ 3!). Anschließend für John einen Marmorkuchen gebacken, den wir in unserer Gier bereits gegen 21.30 Uhr anschnitten. Die Kerzen auf dem Kuchen werden jedoch erst um Mitternacht angezündet, und so lange muss auch der Champagner noch warten!

22. 12. 1995

9 Uhr im Sainsbury’s: Himmel und Menschen! Aber: alles geht freundlicher und relaxter zu als in Deutschland; keine Hektik, wenig Stress … sehr angenehm!

24. Dezember 1995; der vierte Advent und Heiligabend

Der Tag beginnt wie jeder andere: 6.15 Uhr aufstehen, Hundefrühstück machen und Kaffee kochen. Im Radio Rudolph, the Red Nose Reindeer.

 

Heute gibt’s Kartoffelsalat mit Würstchen, morgen Schottischen Lachs und Scotch Broth und am Boxing Day nach einer gefüllten Avocado als main course Hähnchenpfanne mit Reis. Alles wenig Arbeit, so dass uns Dreien viel Zeit zum Relaxen und Spielen bleibt.  

X-mas day 1995

Rex berichtet:

Wow, gestern muss ein Feiertag gewesen sein! Nachmittags ging mein ganzes Rudel mit mir spazieren, und dann fing Beate an, für uns alle zu kochen. Und stellte mir meine Schüssel hin, bis zum Rand gefüllt mit mashed potatoes, Würstchen und einem Eigelb obendrauf! Da musste ich einfach reinhauen; hab‘ alles auf einmal verschlungen! Beate und John nahmen ihr dinner im Esszimmer, das festlich geschmückt war, und in dem Unmengen von Kerzen brannten. Aber das alles interessierte mich nicht mehr so, da ich mit meinem vollen Bauch nur noch unterm Tisch liegen und pennen wollte: SCHÖN WAR’S!!!

 

* * * * *

 

Mittags herrlichster Weihnachts-Sonnenschein. So richtig geeignet, um zu dritt vor laufendem Fernseher einzuschlafen. Fanden wir.

 

Nachmittags gab’s dann nur Tee und Kekse, weil unser englisches Schlitzohr in einem kurzen, unbewachten Moment die letzten vier Stücke Kuchen vom gedeckten Couchtisch stibitzte. Das hat er noch nie getan; der Duft auf Hunde-Nasenhöhe muss einfach unwiderstehlich gewesen sein! Trotzdem bekam er seine Strafe: einige Minuten Ausschluss vom geliebten Rudelleben und Einzelhaft im utility room.

Hunde-Dinner heute: frisch gekochte Hähnchenbrust mit etwas Gemüse, Kartoffeln und Milch. Und der Hund hat wieder nichts übrig gelassen!

26. Dezember 1995

Saukalt ist’s, in Nordengland liegt hoher Schnee, in Schottland gab’s Blizzards, 2500 Haushalte sind seit zwei Tagen ohne Strom, und die Shetland Inseln von der Außenwelt abgeschnitten … wahrlich „sibirische Verhältnisse“!

 

Zum Glück war unter meinen Weihnachtsgeschenken ein dicker, roter Rollkragenpullover, denn auch in unserem Haus will es einfach nicht warm werden. Und während ich zusätzlich in eine Decke eingemummelt im Wohnzimmer auf der Couch liege, Radio höre und lese, sitzt John im ersten Stock am PC und spielt Schach. Und Rex pendelt zwischen uns hin und her: Weihnachten 1995 in Bromley.