SÜDAFRIKA 2011: Schienenstrang und Schotterpiste

2. Von Lodges und Manors, Estates und Retreats

 

Überall auf der Welt leiden Hotelzimmer unter drei unheilbaren Krankheiten: Zwanzig-Watt-Birnen, ab Mitte April wird nicht mehr geheizt und die Kissen sind mit irgend etwas zwischen Holz und Rohgummi gefüllt.

Ephraim Kishon (1924 - 2005)

 

Ende der Reise: Bakkie in Cape Town

2.165 Kilometer mit dem Bakkie (so heißen hier die pickups) unterwegs. Von Port Elizabeth über die Garden Route, durch die kleine Karoo und die Winelands bis nach Kapstadt.

Mit Übernachtungen in den unterschiedlichsten, aber immer interessanten und gemütlichen Unterkünften.



1. Kariega River Lodge im Kariega Game Reserve

auf dem Bushman's River zur Lodge

Das Löwengebrüll in der Nacht war echt und kam nicht vom Band, wie mir unser Ranger am nächsten Morgen bestätigt. Unser Ranger, das ist Brendon, ein Schrank von einem Kerl mit einer unmöglichen, dröhnenden Lache und einem ziemlich schrägen Humor. Wir verstehen uns auf Anhieb.

Für das Safari-Programm der maximal 20 Gäste hier in der Kariega River Lodge sind drei Ranger zuständig, aber jetzt in der Nachsaison haben John und ich Brendon meist für uns alleine. Beim Frühstück sitzen wir mit ihm zusammen und schmieden Pläne für den Tag, beim gemeinsamen Dinner lassen wir den Tag Revue passieren, und beim abendlichen Sundowner am  Lagerfeuer machen lustige und haarsträubende Geschichten die Runde.

 

Tagsüber, wenn Natasha und ihre Crew uns nicht gerade mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen, sind Game Drives angesagt, Pirschfahrten per Boot und per Land Rover. Und dann wird unser Brendon ganz ruhig und sanft. Eine Unmenge Informationen über die Tiere von Kariega hat er abrufbereit im Kopf, und ich bin sicher: auf dem weitläufigen Gelände der Lodge kennt er jedes von ihnen persönlich, wird auf magische Weise manchmal gar selbst zu einem von ihnen. Wir verfolgen mit Brendon ein Löwenrudel beim Anschleichen an ein Nyala und beobachten eine Löwenmutter mit ihren drei Kleinen aus nicht mehr als fünf Meter Entfernung. Brendon stellt den Landy so, dass sich die fressenden Elefanten auf uns zu bewegen. Bis auf Tuchfühlung kommen sie an uns heran, ehe sie gemächlich um das Auto herum gehen – und natürlich steht Brendon so, dass wir auch das beste Fotolicht haben. Immer. Der Bursche ist ein Volltreffer!

 

So bedauern wir dann auch, dass wir nach nur zwei Übernachtungen wieder weiter müssen, denn um die gemütliche Lodge so richtig zu genießen hatten wir nicht genug Zeit. Gerne hätten wir länger auf der über den Bushman’s River gebauten Terrasse gesessen oder auf dem Ausguck im ersten Stock, gerne länger an der freundlichen Bar oder auf den breiten Sofas am prasselnden Kamin mit den anderen Gästen geklönt. Oder im kleinen Souvenirshop gestöbert, am Pool gelegen, in der Bibliothek geschmökert … nächstes Mal! Jetzt ruft Addo!

Bad mit Aussicht: Kariega River Lodge

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2. Addo Elephant Back Safari Lodge, Zuurberg Mountains

unterwegs auf Elefantenbulle Duma

Kurz hinter dem Zuurberg Pass geht die Schotterstraße über in eine sehr raue Schotterstraße, und schon bewährt es sich, dass wir uns für einen Bakkie mit Allradantrieb entschieden haben.

Die sehr versteckt liegende Lodge, an der wir erst einmal vorbeigefahren sind, empfängt uns mit einem leichten Regenschauer. Nicht unbedingt das Wetter, um den Whirlpool auf der Holzterrasse unserer Hütte zu genießen, aber Tamia heißt uns mit ihrer unwiderstehlichen guten Laune willkommen und serviert uns erst einmal einen wunderbaren Kaffee mit Keksen. Und wir lernen schon am frühen Abend die drei Elefanten der Lodge kennen: Duma, Thaba und Mukwa. Kurz vor Sonnenuntergang besuchen wir sie im Busch, wandern mit ihnen zum Stall und dürfen ihnen ihr Betthupferl geben, einen Eimer voll Pellets. Unglaublich, den sanften Riesen erstmals so nahe sein zu können!

 

Tagsüber dürfen die Elefanten sich frei auf dem riesigen Gelände der Lodge am Rande des Nationalparks bewegen, begleitet nur von einem der Betreuer, die alle aus Zimbabwe kommen.

Die Elefantenbullen selbst kommen aus dem Krüger Nationalpark, wo sie erst einem Culling entkamen und dann dem Verkauf als Jagdtrophäe für ein privates Game Reserve. Die Leute vom Knysna Elephant Park brachten Duma, Thaba und Mukwa in ihr Schutzgebiet, wo die drei Jungbullen liebevoll gezähmt wurden. Walter, einer der Leiter des Lodges, bekommt ganz glänzende Augen, wenn er davon erzählt, wie er als ersten Duma dazu brachte, einen Reiter zu akzeptieren: da ging alles nur übers Futter. Verständnisvolles Lachen in der andächtig lauschenden Dinnerrunde.

 

Noch intensiver wird der Kontakt, als wir am nächsten Morgen Duma besteigen, den Anführer der Truppe, um auf seinem Rücken und ganz ohne Sattel einen Ausritt in den Busch zu unternehmen. Ich verrate es nur ungerne, aber angenehm war das nicht gerade! Der Rücken eines Elefanten ist ziemlich breit und sein Rückgrat hart. Und wer auf den Fotos mein lachendes Gesicht zu erkennen glaubt, der irrt sich: es ist eher schmerzverzerrt … aber was soll’s? Der Schmerz ist bald vergessen, und solch eine Tour macht man wahrscheinlich nur einmal im Leben!

gemeinsames Dinner am Kamin: Addo Elephant Back Safari Lodge

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3. Hog Hollow Country Lodge bei Plettenberg Bay

Pool mit Blick auf die Tsitsikamma-Berge

Die liebevoll geführte, komfortable Lodge im afrikanischen Stil liegt am Rande eines Waldgebietes und bietet nicht nur aus unserem voll verglasten Badezimmer atemberaubende Ausblicke auf die Tsitsikamma-Berge.

Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen in der Umgebung, von Plettenberg über Knysna bis nach Wilderness. Wir entscheiden uns für eine komplette Autowäsche (70 Rand, also ungefähr 7 Euro) und Shopping in Plettenberg und für einen wunderbaren indischen Lunch bei "Raasoie" auf der Hauptstraße in Knysna. Wo man zwar für die Toiletten ziemlich starke Nerven braucht, ich aber dafür das beste Aloo Gobi meines Lebens gegessen habe. Und das will etwas heißen!  

 

Schön, nach einem ereignisreichen, langen Tag in diese gemütliche Lodge zurückzukommen. Um einen wunderbaren Gin Tonic am Lagerfeuer zu trinken, und dann in einer der drei kleinen, gemütlichen Lounges bei den Appetithäppchen zuzugreifen, ehe man sich an den langen Tisch zum gemeinsamen Abendessen zusammensetzt: mit der New Yorkerin, die ganz alleine in Südafrika unterwegs ist und so lebhaft erzählen kann, mit den Golfspielern aus England und mit diesem netten jungen Ehepaar aus Kapstadt.

Um dann satt und zufrieden ins Bett zu fallen, das schon aufgeschlagen ist und mit einer Wärmflasche bestückt. Und auf dem Kopfkissen liegt ein liebevoll eingepacktes Betthupferl neben einem gebundenen Büchlein mit einer Gutenachtgeschichte.

 

Leider blieb bei unserem Besichtigungsprogramm wieder mal keine Zeit, z. B. den Hängestuhl auf der Terrasse zu genießen und den Wahlspruch der Lodge in die Tat umzusetzen, der von dem chinesischen Schriftsteller Lin Yutang (1895-1976) ist und da lautet:

"If you can spend a perfectly useless afternoon in a perfectly useless manner, you have learned how to live." 

unsere Suite in der Hog Hollow Country Lodge

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4. Swartberg Country Manor im Cango Valley bei Oudtshoorn

ländliche Idylle auf unserer kleinen Farm

Im Swartberg Country Manor residieren wir im ehemaligen Farmhaus von 1864, wo wir (ich muss es noch einmal betonen: wir haben Nachsaison!) vier Schlafzimmer und vier Bäder für uns alleine haben. Zwar ohne Heizung, ohne Safe, Fernseher und Minibar, dafür aber mit wunderschönem alten Parkettboden, mit Spitzengardinen vor Scheibenfenstern und mit einer Wanne auf Klauenfüßen.

Mone, das stets freundliche männliche Mädchen für alles, stellt uns einen Radiator ins Zimmer, und nach den gruppendynamischen Abendessen im Hog Hollow gibt’s diesmal einen Zweiertisch für uns; ein Candlelight-Dinner mit einer wunderbaren Mint Tarte zum Dessert!

 

Unser Country Manor mitten im Herzen der kleinen Karoo ist der ideale Ort zur Besichtigung einer der Straußenfarmen der Umgebung und der Cango Caves.

 

Diese Höhlen mit ihren beeindruckend großen Tropfstein-Formationen werden zu den schönsten der Welt gezählt. Das Höhlensystem besteht aus drei Abschnitten mit einer Gesamtlänge von über vier Kilometern, aber nur der erste Abschnitt (Cango 1) ist öffentlich zugänglich. Wir machen die Standard-Tour, die knapp eine Stunde dauert und etwa 600 Meter in das Höhlensystem hineinführt; die „Abenteuer-Tour“ überlassen wir ohne Bedauern jüngeren und sportlicheren Leuten. Die keinen Horror davor haben, sich durch Lücken zu zwängen, die bezeichnenderweise "Briefkastenschlitz" heißen. Dafür löscht unsere Führerin Mathilda am Ende der Tour sämtliche Lichter, greift zu einer Trommel und singt mit kräftig-melodischer Stimme ein afrikanisches Lied auf Zulu und Xhosa. Bei der Akustik der Höhle ein ergreifendes Erlebnis …

 

Zum Sonnenuntergang fahren wir auf den Swartberg Pass, ein 27 Kilometer langes und 1583 Meter hohes Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Die ungeteerte Piste, die sich in unzähligen Kurven auf den steilen Pass schlängelt, wurde zwischen 1881 und 1886 mit Hilfe von Hunderten von Sträflingen gebaut und gehört zu den „National Monuments“ Südafrikas.

Oben angekommen bietet sich ein großartiger Rundumblick als Lohn: Richtung Norden sehen wir weit in die Große Karoo hinein und nach Süden über die kleine Karoo hinweg bis zu den Outeniqua-Bergen. Und bei der Rückfahrt liegt das Cango Valley mit seinen vielen kleinen Agrar-Flächen wie eine Patchwork-Decke unter uns. Auf der auch unsere kleine Farm zu erkennen ist mit ihren Feldern, dem Gemüsegarten und dem Obstgarten voller Feigenbäume. Mit Schafen und Straußen und der freundlichen Dogge Kahlua. Und wo wieder ein köstliches Dinner auf uns wartet …

unser Farmhaus aus dem Jahr 1864

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5. Mimosa Lodge in Montagu

Rosen im historisches Montagu

Montagu ist eigentlich kein Muss, bietet sich aber für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg in die Winelands oder nach Kapstadt an, wenn man sich auf der berühmten Route 62 von Oudtshoorn kommend vertrödelt hat.

 

Interessant ist ein Spaziergang durch das historische Montagu mit seinen vielen alten Häusern und den Rosengärten. Das Mimosa Lodge selbst wurde vor ca. 140 Jahren als einstöckiges Farmhaus erbaut und bekam um die Jahrhundertwende einen ersten Stock. Für viele Jahre stellte es neben dem Hotel die einzige Übernachtungsmöglichkeit im Ort dar, und im Laufe der Geschichte diente es als Internatsgebäude, als Pension, Altersheim und Bordell.

Heute wirbt es mit "Fine Hospitality and Superb Cuisine", was ich nur unterstreichen kann: der Aperitif in der gemütlichen kleinen Bar, die Weine und z. B. mein Steinpilzrisotto beim Dinner waren ausgezeichnet!

Am nächsten Morgen werden wir dann in unserem "Garden Room" mitten im Rosen- und Kräutergarten pünktlich zum Frühstück vom Singen unzähliger Vögel geweckt.

großzügig mit Blick auf die Berge: Bad in der Mimosa Lodge

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6. Palmiet Valley Estate bei Paarl

tea time in Südafrika

Wir fühlen uns sofort wohl hier auf dem 300 Jahre alten Weingut, einer romantischen Oase der Ruhe. Das weiße Manor im Cape Dutch Stil liegt zwischen Obstgärten und Weinfeldern, die sich bis zu den Bergen erstrecken. Rosen blühen am Wegesrand, und am Pool reifen Früchte auf einigen der ältesten Guavenbäume Südafrikas.

 

Wir beziehen unser Zimmer im ersten Stock eines der Herrenhäuser und sind gefangen von der Atmosphäre, die an vergangene Zeiten erinnert: auf dem uralten, noch funktionstüchtigen Safe steht ein Begrüßungssherry in einer antiken Karaffe bereit, und als Kofferablagen dienen alte Reisekoffer. Ein Blumenstrauß mit Proteen empfängt uns und ein freundlicher Obstkorb. Und es riecht wunderbar gemütlich nach Reetdach …

 

Seit 1996 ist Fred Uhlendorff Besitzer dieses Kleinods, hat es mit viel Arbeit und Liebe zum Detail renoviert und eingerichtet. Bei einem Glas Wein und in Gesellschaft von einem Hund und drei Katzen sitzen wir mit dem Hausherrn auf der Terrasse und bewundern, wie sich die umliegenden Berge im Abendsonnenschein rosa färben.

Wir sind wieder einmal die einzigen Gäste, und Frau Uhlendorff arbeitet momentan in Irland. So kann sich der ehemalige Software-Unternehmensberater die Zeit nehmen, uns aus seinem abenteuerlichen Leben zu erzählen. Er kennt die ganze Welt, hat sie sogar mehrmals umsegelt, ehe er sich hier in Südafrika als Weinbauer und Hotelier niederließ und damit einen Lebenstraum erfüllte.

Wie hart die Verwirklichung dieses Traums oft war können wir nur ahnen, wenn Herr Uhlendorff z. B. von seinen Erfahrungen mit dem Anbau von Clementinen berichtet: sechs lange Jahre voller Experimente und Rückschläge dauerte es, bis das Obst endlich tauglich für den Weltmarkt war – just zu dem Zeitpunkt, als Billigangebote aus Argentinien auftauchten und sich die Vermarktung damit nicht mehr lohnte. Traurige, aber logische Konsequenz: der Einsatz einer Motorsäge.

 

Die weithin bekannte, hervorragende Küche des Gutes hat leider geschlossen, aber wir werden dadurch entschädigt, dass wir an den nächsten Tagen auch mit dem Hausherrn frühstücken dürfen:

Jowine, die liebenswerte junge Hausangestellte, hat unter uralten Eichenbäumen den Frühstückstisch mit Blumen geschmückt und eingedeckt; mit blütenweißem Leinen, mit Silber und altem Porzellan aus England. Es riecht verführerisch nach frisch gebrühtem Kaffee und ofenwarmen Muffins, und in antiken Gläschen mit Silberdeckel stehen selbstgemachte Marmeladen bereit: Guaven, Aprikosen und Orangen.

 

Hier möchte man die Zeit anhalten und ewig sitzen bleiben, aber uns ruft die Urlauber-Pflicht. Und während John einen der 15 Golfplätze in der Umgebung unsicher macht, bleibe ich auf dem Estate. Ich ziehe es vor, mir den Rhodesian Ridgeback Konrad zu schnappen und mit Erlaubnis Herrn Uhlendorffs einen langen Spaziergang übers Farmgelände zu machen: vorbei am Koi-Teich und den Blumenbeeten, durch den Gemüsegarten und längs der ausgedehnten Weinfelder, deren Laub sich schon herbstlich gefärbt hat. Konrad ist gut drauf, die Sonne scheint, und aus den offen stehenden Fenstern des Herrenhauses dringt klassische Musik.

 

Nach Rückkehr ist Lesen und Tagebuchschreiben auf einer gemütlichen Gartenbank angesagt, und das in Gesellschaft von Mieze, die sich unsterblich in meine Fototasche verliebt hat und ihr Avancen macht.

Als es kühler wird, lockt die Lounge mit ihren gemütlichen Ledersofas und den vielen Büchern. Und nicht zuletzt mit einem wunderbaren Tee, serviert von der strahlenden Jowine … es braucht so wenig, um glücklich zu sein!

Palmiet Valley Estate: Restaurant und Lounge

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7. Camps Bay Retreat, Camps Bay / Kapstadt

slippery when wet: der Weg zum Haupthaus

Unser Empfangskomitee heißt Blondie, Ben und Wanda und hat insgesamt zwölf Beine. Die Golden Retriever Hündin Blondie bewacht das Tor, ihr Kumpel Ben steht gerne im Becken des Springbrunnens und angelt nach imaginären Fischen oder klaut Schuhe, und die anderthalbjährige Springer Spaniel Hündin Wanda versteht es auf charmanteste Art, faulenzende Gäste aus ihren Ruhesesseln zu scheuchen und zum Spielen zu animieren. Nur Jess, die Border Collie Hündin ist selten zu sehen. Sie ist nicht interessiert an Fremden und sieht ihre Aufgabe darin, auf dem weitläufigen Anwesen die Eichhörnchen zu hüten und auf die Bäume zu scheuchen. Um das vorweg zu nehmen: am letzten Abend unserer Aufenthaltes kam noch Bella hinzu, ein weißer Zwergspitz-Welpe. Der erst einmal nur mit großen Augen von Frauchens Arm herab seine neue Heimat und das neue Rudel betrachtete.  

 

Schon beim Betreten der riesigen Eingangshalle fühlen wir uns hier zu Hause: Mahagoniwände, Kronleuchter, antike Möbel, Gemälde, Orientteppiche, ein großer Kamin, in dem am frühen Abend schon ein wärmendes Feuer brennt – und davor ein riesiges Hundekörbchen, aus dem Ben seine hellblaue Decke zerrt, um sie in den Speisesaal zu schleppen …

 

Die Hunde sind die eigentliche Seele dieses Fünfsternehotels, das sich ein Zitat von Milan Kundera aufs Banner geschrieben hat:

 

"Dogs are our link to paradise. They don’t know evil or jealousy or discontent. To sit with a dog on a hillside on a glorious afternoon is to be back in Eden, where doing nothing was not boring – it was peace."

 

Diesen Frieden verspüren wir sehr deutlich hier im Retreat und könnten es uns gut vorstellen, hier einmal eine ganze Woche zu entspannen: mit den Hunden spielen oder spazieren gehen, die verschiedenen Pools benutzen, auf der Terrasse mit Meerblick die hervorragende Küche genießen und nicht zuletzt den Spa-Bereich testen, der da in einem großen Zelt untergebracht ist, versteckt im Grün der 4 ha großen Gartenanlage.

 

Aber wir haben nur zwei Nächte gebucht und wollen noch die Umgebung erkunden: Bloubergstrand und Kapstadt mit Long Street und dem Bo-Kaap Viertel, mit der Victoria & Alfred Waterfront, dem Tafelberg und Signal Hill … es klingt ein bisschen nach Stress, aber wir geniessen es.

Und finden am Abreisetag noch genügend Zeit, uns mit einem Tässchen Kaffee in die gemütliche Bibliothek zurückzuziehen um die "Cape Times" zu lesen. Die in ihrer Tagesausgabe ein treffendes Zitat von Rita Mae Brown veröffentlicht hat:

 

"I finally figured out the only reason to be alive is to enjoy it."

 

 

Die Hunde vom Camps Bay Retreat - und Bens Abschiedsgruß an unserem Bakkie

Weitere Infos zum Retreat und zu Bella beim Klick auf die Collage ^

 

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