Die meisten Leute feiern Weihnachten,

weil die meisten Leute Weihnachten feiern.

Kurt Tucholsky (1890-1935)


Beates Adventskalender 2013

Adventskalender als Postkarte © 1998 arsEdition, München

 

Adventskalender gehören weltweit in christlich geprägten Ländern zur Vorbereitung auf das Geburtstagsfest von Jesus Christus und sollen die Vorfreude auf Weihnachten steigern.

 

Mit meinem diesjährigen Adventskalender

möchte ich an andere Geburtstage im Dezember erinnern

 

und hoffe, damit allen Besuchern meiner Seite etwas Freude zu bereiten und die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen zu können.

 

24. 12. 1837: Elisabeth von Österreich-Ungarn

Franz Xaver Winterhalter [Public domain], via Wikimedia Commons

… nach der Bürgerlichen, die Königin wurde, heute eine Prinzessin, die Kaiserin wurde.

 

Die in München geborene Elisabeth Amalie Eugenie war eine Prinzessin aus dem Hause Wittelsbach. Durch ihre Heirat mit Franz Joseph I. am 24. April 1854 in der Wiener Augustinerkirche wurde sie im zarten Alter von 16 Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn.

 

Auch wer mit Geschichte nicht so viel am Hut hat, kennt Kaiserin Elisabeth, die Sissi. Und die sieht meist aus wie Romy Schneider in den Sissi-Filmen aus den Jahren 1955, 1956 und 1957. Die Sissi-Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm als Kaiser Franz gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Filmproduktionen.

 

Die historische Sissi nutzte 1860 die Diagnose einer Lungenkrankheit und die Empfehlung einer Kur auf Madeira zum Ausbruch aus dem Wiener Hofleben und zu ihrer ersten Auslandsreise, die sie allein unternahm. Diese "Flucht" war der Anfang einer ganzen Serie von Reisen, auf denen sie Großbritannien besuchte, Ungarn, Nordafrika, Kleinasien und Korfu, das zu ihrer Lieblingsinsel wurde.

Als Elisabeth das erste Mal nach fast zweijähriger Abwesenheit an den Wiener Hof zurückkehrte, war aus der als schüchtern und blass geltenden jungen Frau eine selbstbewusste Monarchin geworden, die ihre Anmut durch Haltung in Szene setzte und Forderungen stellte. In dieser Zeit entstanden auch die Porträts von Franz Xaver Winterhalter. Das bekannteste ist das Gemälde aus dem Jahr 1865, das Elisabeth in Hofgala und mit Diamantsternen im Haar zeigt.

 

Die absolut anmutigste Sissi jedoch, die mit diesem unvergleichlichen "Franzl!" ihren König (Christian Tramitz) anschmachtet, das ist und bleibt Bully Herbig. Unvergessen, seine Auftritte als Kaiserin von Österreich in der Sketchserie

(Bullyparade, um 2006)

 

... Lust auf ein kleines Wiedersehen? Dann bitte auf den Button klicken!

 

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24 Tage vergingen wahrscheinlich nicht nur für mich wie im Flug. Einige von Euch haben sich über meine Auswahl der Geburtstagskinder gewundert, aber bei diesem Adventskalender gab es zwei Vorgaben für mich: erstens musste der Geburtstag tatsächlich auf dem jeweiligen Kalendertag liegen (das schränkt die Auswahl ganz erheblich ein) - und zweitens sollte auch mir das Ganze Spaß machen. Und es hätte mir nicht viel Spaß gemacht, beispielsweise über Nestroy zu schreiben, über Robert Koch, Britney Spears oder Generalfeldmarschall Blücher.

 

 

                                   ... wünscht Beate

23. 12. 1943: Silvia von Schweden

Ausnahmsweise: gentlemen first! Wir gratulieren dem SPD-Politiker und Bundeskanzler der Jahre 1974 bis 1982, Helmut Schmidt, der heute 95 Jahre alt wird, und der in "Weggefährten - Erinnerungen und Reflexionen" bereits 1996 schrieb:

"Heutzutage ist das Wichtigste zu lernen, wie man andere Völker versteht. Und zwar nicht nur deren Musik, sondern auch ihre Philosophie, ihre Haltung, ihr Verhalten. Nur dann können sich die Nationen untereinander verstehen."

das offizielle Hochzeitsfoto von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia (Rechte: dpa)

Eine Völkerverständigung der anderen Art schaffte das zweite heutige Geburtstagskind,

Königin Silvia von Schweden.

 

In Heidelberg als Bürgerliche Silvia Renate Sommerlath geboren bestand sie 1963 das Abitur und besuchte von 1965 bis 1969 das Sprachen- und Dolmetscher-Institut in München. Während ihrer Arbeit als Hostess bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München lernte sie Carl XVI. Gustaf von Schweden kennen, der sie am

19. Juni 1976 heiratete und damit zur Königin von Schweden machte … für viele damals ein rührendes, modernes Märchen.

 

Königin Silvia, die in Deutschland wie in Schweden gleichermaßen beliebt ist, setzt sich besonders für benachteiligte und missbrauchte Kinder ein und gründete 1999 die "World Childhood Foundation". Sie ist Schirmherrin von zahlreichen Vereinen, gründete ein Heim für Demenzkranke und gemeinsam mit ihrem Mann den Königlichen Hochzeitsfonds, der Forschung auf dem Gebiet des Behindertensports unterstützt.

 

Silvia und Carl Gustaf haben drei offensichtlich ziemlich wohlgeratene Kinder, und seit dem 23. Februar 2012 ist "unsere Silvia" stolze Großmutter von Klein-Estelle. Wenn das alles kein Grund zum Feiern ist …!

22. 12. 1949: Maurice und Robin Gibb

Die Zwillinge Maurice und Robin Gibb wurden wie ihr drei Jahre älterer Bruder Barry auf der Isle of Man geboren und standen schon im Alter von sechs Jahren unter verschiedensten Namen auf der Bühne. 1960 erhielten die Brüder Gibb ihre erste 30-minütige Fernsehshow im Regionalfernsehen von Australien, wohin sie mit ihren Eltern ausgewandert waren. Es folgten die ersten Singles und der erste Top-Ten-Hit.

 

Als die die Bee Gees - mittlerweile Teenie-Stars - 1966 mit "Spicks And Specks" ihren ersten Nummer-Eins-Hit in Australien hatten, waren sie bereits auf dem Weg zurück nach Großbritannien.

1967 feierten sie dort ihren ersten weltweiten Millionenerfolg mit "New York Mining Disaster 1941", und es folgten weitere Hits wie "To Love Somebody", "Massachusetts", "Words" und "I’ve Gotta Get a Message to You". Wir Teenager der 1960er Jahre haben sie noch im Ohr, konnten sie alle mitsingen und haben darauf getanzt.

Aber nicht nur mir wurden die Lieder der "wohlerzogenen" Bee Gees mit der Zeit zu kommerziell und zu kitschig, und so wurde die Band in ganz Europa zunehmend bedeutungslos.

Ihr erstes überraschendes Comeback hatten die Brüder Gibb dann 1975 mit einem neuen Sound (R&B-Elemente, Falsettgesang, Disco-Beats …) und 1977 wurden sie auch in Deutschland zu Mega-Stars mit dem Soundtrack zum Film "Saturday Night Fever". Aber da hatte ich schon längst einen anderen Musikgeschmack …

Trotzdem sei ihnen der Stern am Hollywood Walk of Fame von Herzen gegönnt!


21. 12. 1940: Frank Zappa

Mehr als 60 Musikalben veröffentlichte der im US-Bundesstaat Maryland geborene Komponist und Musiker, dessen Todestag sich am 4. d. M. zum 20. Mal jährte.

 

Zahlreich sind Zappas Auszeichnungen: 1995 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und zwei Jahre später sein Lebenswerk mit dem Lifetime Achievement Award gewürdigt, zudem erhielt er zwei Grammys.

In der Liste der "100 besten Gitarristen aller Zeiten", die im Jahr 2003 aufgestellt wurde, wird er auf Platz 45 geführt, und die Fachwelt schreibt ihm u. a. die Erfindung des Jazz-Rock zu. In Berlin gibt es eine Frank-Zappa-Straße, nach Zappa wurden ein neu entdeckter Fisch benannt, eine Qualle und eine Spinne. Und ein Asteroid, der zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreist, heißt "3834 Zappafrank".  

Last not least: Baltimore, die Geburtsstadt Zappas, würdigte den Künstler, indem Bürgermeisterin Sheila Dixon im Jahr 2007 den 9. August zum "Frank Zappa Day" erklärte …

 

Eindeutig Geschmacksache, aber ich höre noch immer am liebsten die Alben

"Hot Rats" und "One Size Fits All" des großen Meisters, kann dabei (für viele unverständlich; ich weiß!) wunderbar abschalten.

 

One Size Fits All

Die "geeignete Einsteiger-CD in den Kosmos von Frank Zappa". Das Jazz-orientierte Album von 1975 enthält Songs, die er auf seiner Tournee 1973-74 mit den Mothers of Invention präsentierte.

 

Hot Rats

Aufgenommen 1969 gilt das Album bis heute als einer der Meilensteine des Jazz-Rock. Leider kommt die digitale Nachbearbeitung der CD nicht an die gute, alte LP heran.

... zum Reinhören bitte auf das jeweilige Cover klicken!

20. 12. 1948: Beatrice Richter

zum Intro der Sendung: bitte DVD anklicken!

Abgeschlossene Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule, Jazztanzausbildung in New York … aber so richtig bekannt wurde die Münchnerin Beatrice Richter als Komikerin, deren Karriere an der Seite von Rudi Carrell, Diether Krebs und Klaus Havenstein in "Rudis Tagesshow" startete. Für ihr komisches Talent bekam sie dann auch schon 1981 die Goldene Kamera.

 

"Sketchup, Rad ab, Hut ab, Bart ab, Kopf ab, Knopf ab … Sketchup": am 24. September 1984 erklang das von Beatrice Richter und dem unvergesslichen Diether Krebs (1947-2000) gesungene Intro der Sendung "Sketchup" zum ersten Mal in der ARD. Mit über 16 Millionen Zuschauern und einer Einschaltquote von 40 Prozent wurde "Sketchup" innerhalb von 3 Jahren die erfolgreichste und beliebteste Sketch-Sendung im deutschen Fernsehen. Die insgesamt 23 Folgen mit Diether Krebs, Beatrice Richter und später Iris Berben sind schon lange ein Comedy-Klassiker, der als wegbereitend gilt für die spätere Comedywelle der 1990er Jahre.

19. 12. 1915: Édith Piaf

La Vie En Rose …?

 

Als "Ikone des Chansons, … die heute mit dem französischen Lebensgefühl verknüpft ist wie Rotwein und Baguette" bezeichnete sie Anke Myrrhe in ihrem Nachruf zum 50. Todestag am 10. 10. 2013 im "tagesspiegel". Vierzigtausend Menschen nahmen 1963 an Édith Piafs Begräbnis auf dem Cimetière du Père Lachaise in Paris teil, und noch heute wird ihr Grab ständig mit frischen Blumen geschmückt.

 

Édith Giovanna Gassion, wie sie bürgerlich hieß, hatte es selten leicht in ihrem wechselvollen Leben. Mit einer italienischen Straßensängerin als Mutter und einem alkoholkranken Zirkusakrobaten als Vater wuchs sie bei ihrer Großmutter, einer Bordellchefin, in der Normandie auf. Die Freudenmädchen verwöhnten das Kind, und es verlebte einige glückliche Jahre, bis der Vater die Siebenjährige zu sich in den Wanderzirkus holte. Als er zu alt wurde für seine Akrobatik fing die kleine Édith an, auf der Straße zu singen.

 

Mit 16 Jahren verließ sie ihren Vater und ging nach Paris, wo sie in Kneipen, Kasernen und Hinterhöfen für ein paar Sous sang. Dort entdeckte sie 1935 der Nachtclubbesitzer Louis Leplée und engagierte sie für sein Kabarett. Schon bei ihrem ersten Auftritt erntete die nur 1,47 Meter große, zierliche Édith frenetischen Beifall, und die Pariser Zeitungen feierten sie als den "Spatz von Paris": a star was born.

 

Über 200 Lieder nahm sie auf Schallplatte auf, ihre Präsenz und die Urgewalt ihrer Stimme, dazu die Authentizität ihrer Herkunft … das war wie gemacht für die Melancholie der Lieder, die sie interpretierte. Viele davon haben wir noch immer im Ohr, von "Sous le ciel de Paris" (1954) bis zu "Milord" (1959).

 

Édith Piaf hatte Zeit ihres Lebens schwere gesundheitliche Probleme und bekämpfte ihre Schmerzen mit starken und überdosierten Medikamenten, von denen sie abhängig wurde, und die sie in den Ruf brachten, drogensüchtig zu sein.

Autounfälle, Operationen, Alkoholexzesse, Entziehungskuren, Morphium, mehrere Ehen, viele Affären … das Leben der Piaf war geprägt von Ausschweifungen und Angst. Die Angst, für den Ruhm büßen zu müssen und wieder in das alte Elend zurückzufallen und ihre regelmäßigen Abstürze begleiteten sie bis zum Ende ihres Lebens. Aber jedes Mal erhob sich die zähe Künstlerin wieder und kehrte scheinbar noch robuster auf die Bühne zurück. Im Jahr 1959 dann die Diagnose: "unheilbarer Krebs". Auch davon ließ sich Édith Piaf nicht unterkriegen und trat weiterhin auf ...

(Quellen: Wikipedia, tagesspiegel.de und tagesschau.de)

 

Anke Myrrhe: "Immer wieder tut sich der Abgrund vor ihr auf, immer wieder rappelt sie sich auf – um Anfang der 60er Jahre, als alle sie schon für tot erklärt haben, ihren Kritikern ein dröhnendes 'Nooooooooon' entgegenzuschmettern. Ich bereue nichts! 'Je ne regrette rien' wird zum perfekten Abschluss für den Soundtrack ihres Lebens."

18. Dezember

Juni 2013: schottisches Picknick

 

HAPPY BIRTHDAY

dem besten Ehemann von allen!

 

Ich freue mich auf noch viele weitere gemeinsame Reisen!

 

Mit Dir haben heute Geburtstag: Paul Klee (*1879), Steven Spielberg (*1946) und

1946: Steve Biko


September sibbenunsibbzich, Port Elizabeth, Südafrika. Alles leef wie üblich aff - Steven Biko litt em Graav. Biko, oh, Biko! Yihla Majo - Dä Mann ess duut ...

 

1980 erschien der vielbeachtete Protestsong "Biko" des britischen Rockmusikers Peter Gabriel, der in den Folgejahren oft gecovert wurde. In einer Zeile des Gedichtes heißt es "Yehla Mayo". Die Wörter kommen aus der Xhosa-Sprache und werden im Englischen übersetzt mit "Come Spirit" ...

Den Text in Deutsch (genauer: auf Kölsch) schrieb Wolfgang Niedecken von BAP im Jahr 1988:

Im September 77, Port Elizabeth in Südafrika. Alles lief wie üblich ab - Steven Biko liegt im Grab. Biko, oh, Biko! Yihla Majo - Der Mann ist tot. Nachts, wenn ich schlafen will, dann träume ich nur in Rot. Am Tag ist alles schwarz und weiß. Steven Biko ist tot. Biko, oh, Biko! Kerzenflammen blasen wir aus, doch das geht nicht mit Feuer. Denn, wenn eine Flamme erst einmal greift, dann bläst jeder Wind sie nur höher. Biko, oh, Biko! Yihla Majo - Der Mann ist tot, und der Rest von der Welt, der schaut nur zu!

 

Steve Biko war ein südafrikanischer Studentenführer und Bürgerrechtler. Er gilt als ein Begründer der Black-Consciousness-Bewegung, die stark geprägt war von der Black-Power-Bewegung in den USA.

Ab 1975 durfte Biko sich in Südafrika nicht mehr politisch betätigen. Er wurde mehrfach verhaftet; zuletzt am 18. August 1977 - und anschließend im Gefängnis von Port Elizabeth interniert. Während der anschließenden Verhöre im "Police-Room 619" wurden ihm durch Foltermaßnahmen schwere Kopfverletzungen zugefügt. Am 11. September wurde Biko nackt und bewusstlos in einem Polizeiwagen mehr als 1000 Kilometer nach Pretoria transportiert. Dort starb er in der folgenden Nacht im Gefängniskrankenhaus an seinen Verletzungen. Die gewaltsame Tötung Bikos führte zu einem internationalen Eklat, und Biko wurde zu einem Symbol der Widerstandsbewegung gegen das Apartheid-Regime.

(Quelle: Wikipedia)

 

Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, um an den bekanntesten südafrikanischen Widerstandskämpfer zu erinnern, an Nelson Mandela. Er verbrachte 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis, erhielt 1993 den Friedensnobelpreis und wurde 1994 zum ersten farbigen Präsidenten der Republik Südafrika gewählt. Mandela starb am 5. d. M. im Alter von 95 Jahren in Johannesburg.

17. 12. 1770: Ludwig van Beethoven

Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz in Bonn

 

Bonn im Jahr 1767. Der kurfürstliche Hof-Tenorsänger Johann van Beethoven bezieht mit seiner Frau Maria Magdalena das Hinterhaus des Gebäudes in der Bonngasse Nr. 20, eines der wenigen heute noch erhaltenen Bürgerhäuser aus dem 18. Jahrhundert.

Bereits wenige Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Ludwig, der später einer der berühmtesten Komponisten Deutschlands werden sollte, verließ die Familie jedoch die beengten Verhältnisse und zog in die Rheingasse um.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr das Geburtshaus Beethovens eine wechselvolle Geschichte, so wurde beispielsweise im Jahr 1873 im Erdgeschoss eine Wirtschaft mit dem Namen "Beethoven's Geburtshaus" eröffnet. 1887 wurde die Wirtschaft durch eine "Bier- und Concerthalle" im Hof erweitert, und 1888 übernahm ein Kolonialwarenhändler das Haus, bot es aber 1889 schon wieder zum Verkauf an.

Da die Stadt Bonn am Ankauf des Hauses nicht interessiert war, gründete sich 1889 der Verein "Beethoven-Haus Bonn" mit dem Ziel, das Haus zu erwerben und als Gedenkstätte zu erhalten. Heute unterhält der Verein das Museum, das Forschungszentrum Beethoven-Archiv, den Kammermusiksaal und den Verlag. "Damit ermöglicht er eine intensive Auseinandersetzung mit Beethoven und trägt zur internationalen Ausstrahlung der Beethovenstadt Bonn bei", wie auf der Webseite des Vereins nachzulesen ist.

 

Nächstes Jahr feiert "Beethoven-Haus Bonn" sein 125jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen … ein Grund mehr, (wieder) einmal die Stadt Bonn und das Geburtshaus Beethovens zu besuchen.

Genaueres erfährt man auf der ausgesprochen gut und informativ gemachten Webseite des Vereins (unbedingt auch die Kinderseite besuchen!), und dorthin gelangt man durch einen Klick auf die Beethoven-Statue.

16. 12. 1866: Wassily Kandinsky

(copyright expired)

Der russische Maler und Kunsttheoretiker, der auch in Deutschland lebte und wirkte, gehört zu den wichtigsten Künstlern des Expressionismus und der abstrakten Kunst.

Zusammen mit seinem Malerkollegen Franz Marc gab er den Almanach "Der Blaue Reiter" heraus, und als Blauen Reiter bezeichneten die beiden auch ihre Ausstellungstätigkeit.

1911 und 1912 organisierten Kandinsky und Marc die ersten beiden Ausstellungen des Blauen Reiters in München, in denen sie ihre Vorstellung von Kunst zeigten. Es folgten Wanderausstellungen in deutschen und europäischen Städten, und die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Künstler wie Alexej von Jawlensky, August Macke, Alfred Kubin und Paul Klee wurden zu wichtigen Wegbereitern der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts.

Small pleasures © 2013 Artists Rights Society

Wer dieses Jahr seine letzten Weihnachtseinkäufe vielleicht bei bloomingdale’s erledigen möchte oder unbedingt am Rockefeller Center Schlittschuhlaufen … im Guggenheim-Museum New York wartet mit über 150 Arbeiten die größte Sammlung von Werken Kandinskys! Eine bedeutend preiswertere Variante bietet allerdings die "Collection Online"

< < < bitte Bild anklicken!

15. 12. 1928: Friedensreich Hundertwasser

F. H. on his ground in New Zealand in 1998. By Hannes Grobe; Creative Commons CC-BY-SA-2.5

"Friedrich Stowasser (1928-2000), wie er mit bürgerlichem Namen hieß, verließ die Kunst-Akademie 1948 nach nur drei Monaten, um stattdessen lieber nach Italien und Frankreich zu reisen und sich fortan Friedensreich Hundertwasser zu nennen. Nomen est omen! Er malte, um die Welt zu verbessern und Fenster in eine paradiesische 'Parallelwelt' aufzustoßen. Mit seiner ornamentalen Zeichensprache schien er sich in eine Reihe mit den Vertretern des Jugendstils zu stellen. Aber anders als etwa der berühmteste Wiener Geometriker, Gustav Klimt, erklärte Hundertwasser die Spirale 1953 zum Lieblingssymbol, weil sie organisch, irregulär, vegetativ wie die Natur war. Wenn er in eines seiner farbenprächtigen Bilder mal Vierecke setzte, waren sie bestimmt aus dem Winkel. Gerade Linien ('Werkzeuge des Teufels') und rechte Winkel duldete der Exzentriker ausschließlich hinsichtlich des Bildformats."

So Johanna Hofleitner in ihrem Artikel "Gebaute Träume: Zum Tod von Friedensreich Hundertwasser" im "Spiegel" vom 21. 02. 2000.

85 wäre der Österreicher heute geworden, der Zeit seines Lebens viel und gerne reiste, im Gepäck stets einen Miniaturmalkasten, um überall und sofort malen zu können. Mir unvergesslich, sein Bildband "Regentag" aus dem Jahr 1972, der bereits damals Kultstatus hatte.

Wer einen Blick auf seine farbenfrohen Bilder werfen möchte: "hundertwasser grafik" anklicken!

Seinen letzten Wohnsitz hatte der Einzelgänger in der Bay of Islands (Neuseeland, Nordinsel), wo er Mitte der 1970er Jahre mehrere Grundstücke erwarb, die das gesamte "Kaurinui" Tal umfassen. Hier verwirklichte er seinen Traum vom Leben und Arbeiten mit und in der Natur.

 

Gestorben ist er am 19. Februar 2000 auf einer Reise: mitten im Pazifischen Ozean an Bord der "Queen Elizabeth 2" erlag er einem Herzversagen, und am 3. März 2000 wurde er seinem letzten Wunsch entsprechend auf seinem Grundstück in Neuseeland unter einem Tulpenbaum, ohne Sarg und nackt, eingehüllt in eine von ihm entworfene Koruflagge, beerdigt.

(Quelle: Wikipedia)

14. 12. 1951: Mike Krüger

Mein Gott, Walter! Recht still ist es geworden um ihn,

der den Nippel durch die Lasche gezogen hat, mit Bodo gebaggert, als Supernase gemeinsam mit Thomas Gottschalk (mir unverständliche) große Kinoerfolge feierte … und bei "7 Tage, 7 Köpfe" zur Stammbesetzung gehörte.

 

Aber vergessen ist er nicht, und so mag sich das "junge Talent" von 1975 heute sein eigenes, nostalgisches Geburtstagsständchen singen. Lass es rocken, Krüger!

 


13. 12. 1797: Heinrich Heine

bibliophile, illustr. Großdruckausgabe © Melzer Verlag 2006

In dem zu Recht in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommenen Beitrag über Heinrich Heine ist bei Wikipedia zu lesen:

 

"Heine gilt als 'letzter Dichter der Romantik' und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Einstellung wurde er immer wieder angefeindet und ausgegrenzt. Diese Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen wechselvolle Rezeptionsgeschichte."

 

Ich greife aus meinem Bücherregal das Buch der Lieder, dieses Kultbuch, das mit Gedichten zwischen 1817 und 1826 Heines Frühwerk umfasst und zu einer der erfolgreichsten Lyriksammlungen der Welt wurde. Dort steht auf Seite 292 zu lesen:

 

"An deine schneeweiße Schulter

Hab' ich mein Haupt gelehnt."

In der ersten Auflage von 1827 hieß der Gedichtanfang noch

"Auf deinen schneeweißen Busen

Hab' ich mein Haupt gelegt."

Aber diese Version fiel der Zensur anheim. Grund: die Verwendung eines Wortes, das damals als obszön angesehen wurde. Das waren noch Zeiten …!

12. 12. 1915: Frank Sinatra

"The Best Is Yet to Come" (der Titel eines seiner Lieder) steht auf dem Grabstein von Frank 'The Voice' Sinatra im Desert Memorial Park von Cathedral City (Kalifornien), wo er im Mai 1998 bestattet wurde.

 

Frank Sinatra war ein US-amerikanischer Sänger, Schauspieler und Entertainer. Legendär sind die Shows, die er zwischen 1959 und 1966 zusammen mit Freunden wie Sammy Davis Jr. und Dean Martin im "The Sands" in Las Vegas hatte. Die Auftritte der später "Rat Pack" genannten Freunde bestanden aus einer Mischung von unvergleichlicher Musikalität, von Entertainer-Qualitäten und umwerfenden Charme. Sie kreierten einen Showstil, der bis heute einzigartig ist und Vorbild für viele Entertainer unserer Zeit.

(Quellen: Wikipedia und Souvenirbroschüre von semmel concerts)

Souvenirbroschüre der Revival-Revue; zum Original geht's durch Anklicken!

Im Januar 2000 wurde im Londoner "Strand Theatre" die Revival-Revue "The Rat Pack – Live from Las Vegas" uraufgeführt, und im April 2005 hatte ich das Vergnügen, diese Hommage an Sinatra, Martin und Davis Jr. im Capitol Theater in Düsseldorf sehen zu können:

 

"Klassiker der leichten Muse, locker dargeboten mit dem Jack Daniels-Glas in der einen, der Zigarette in der anderen Hand – das Publikum war von diesen politisch absolut unkorrekten Gags (Rauchen, Saufen, Mädels anbaggern!) mächtig begeistert" schrieb die "Rheinische Post" am 09.04.2005. Stimmt! Genau SO war es!

"We all thank you, but we had all the fun!" The Rat Pack 1965 nach einer Show.

 

Hier noch mein kleiner Geschenk-Tipp:

zur Erinnerung an das unvergleichliche Trio … und als Einstimmung auf das kommende Weihnachtsfest.

Auf der Compilation finden sich 16 Titel, von "Let It Snow" über "Rudolph, the Red-Nosed-Reindeer" bis hin zu "White Christmas". Mein diesjähriger Favorit, "Jingle Bells" von Sammy Davis Jr.:

das swingt!

11. 12. 1924: Heinz Schenk

Plattencover von 1978; aber nicht aus meiner privaten Tonträgersammlung ;-)))

Er machte Kabarett und arbeitete als Radiomoderator beim Hessischen Rundfunk, er spielte im "Volkstheater Frankfurt", gab den Dr. Doolittle im Musical "My Fair Lady", trat in Kerkelings Satirefilm "Kein Pardon" auf, textete und sang Lieder …

 

Aber so richtig bekannt wurde der in Mainz geborene Schenk erst durch die Fernsehsendung "Zum Blauen Bock", die er 1966 übernahm und 21 Jahre lang moderierte. Bis zu 20 Millionen schalteten ein, wenn der Showmaster via Bildschirm zur Sendung lud.

 

Zur Erinnerung durfte Schenk seinen Gästen stets einen Bembel überreichen – womit er den dickbauchigen Steinzeugkrug weit über Hessen hinaus bekannt machte. Der Bembel mit seiner typischen grauen Salzglasur und den blauen Mustern wird traditionell im Kannenbäckerland (Westerwald) in Handarbeit hergestellt und in hessischen Gaststätten zum Ausschenken von Ebbelwoi benutzt. Erstmals schriftlich erwähnt wurde er im Jahr 1893 und feiert damit in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag.

 

Schenk, der heute im Ruhestand in Wiesbaden lebt, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, und die Rodgau Monotones setzten ihm schon 1984 in ihrem Song "Die Hesse komme!" ein kleines Denkmal: " … unser David Bowie heißt Heinz Schenk".

10. 12. 1958: Cornelia Funke

In meinem Adventskalender 2012 stellte ich das Buch "Hinter verzauberten Fenstern" von Cornelia Funke vor. International erfolgreich und bekannt wurde die in Dorsten, NRW geborene Kinder- und Jugendbuchautorin jedoch mit ihrer

Tintenwelt-Trilogie: Tintenherz (2003), Tintenblut (2005) und Tintentod (2007), einer fantastischen Jugendromanreihe, die sie auch selbst illustrierte.

 

Es geht darin um Bücher, um die in ihnen lebenden Figuren und ums Lesen und Vorlesen. Es geht aber auch um die Kunst des Bücherschreibens und darum, welche Wirkung ein Buch auf Leser (und Vorleser) haben kann.

Wie alles beginnt:

In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor, die über eine kostbare Bibliothek verfügt. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das er vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat, und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, atemberaubenden Abenteuers rückt …

 

Mehr über Cornelia Funke und ihre Welt ist auf ihrer offiziellen Homepage zu finden, die voller "moderner Magie" steckt. > > > aufs Buch klicken und verzaubern lassen!

09. 12. 1934: Judi Dench

"Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende."

Sonny (Dev Patel), Besitzer des Best Exotic Marigold Hotels

Sieben britische Senioren, knapp bei Kasse und aus den verschiedensten Gründen in Indien, begegnen sich im "Best Exotic Marigold Hotel" in Jaipur, das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Dort erleben sie Freundschaft und Romantik auf ungeahnte Weise neu. Nach und nach erliegen sie der magischen Wirkung Indiens und erkennen, dass es auch im Herbst des Lebens noch Liebe und Leidenschaft gibt … wenn man nur die Vergangenheit hinter sich lässt.

 

Dame Judi Dench, bekannt als Ensemblemitglied der Royal Shakespeare Company und aus James Bond-Filmen, spielt in dieser geistreich-charmanten Komödie die frisch verwitwete Evelyn, deren Ehemann ihr einen riesigen Schuldenberg hinterließ. In Indien versucht sie nun, einen Neuanfang zu wagen und sich einen Job zu suchen.

 

Einer meiner Lieblingsfilme, nicht zuletzt wegen des indischen Hintergrunds und wegen des britischen Humors; den Trailer gibt’s beim Klick auf die DVD.

 

 * * * * *

 

Auf den Tag genau 30 Jahre nach Judi Dench kam Hape Kerkeling auf die Welt. Über ihn hier etwas zu schreiben hieße Eulen nach Athen tragen. Aber

 

ich gratuliere allen zum Geburtstag; dem Hannilein, Königin Beatrix, dem Jakobswegpilger, Horst Schlämmer, Gisela und Uschi Blum: HURZ!  

08. 12. 1943: Jim Morrison

Mitglied im Club 27

 

70 Jahre wäre er heute alt geworden, der charismatische Rocksänger, aber James Douglas "Jim" Morrison starb bereits im Alter von 27 Jahren und gehört damit wie Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Kurt Cobain und Amy Winehouse zum

"Forever 27 Club".


Sein Grab auf dem Pariser Friedhof

Père Lachaise in Paris hat Kultstatus; Millionen von Besuchern machten es im Laufe der Jahre zum modernen Pilgerziel, an dem viele spirituelle Inspiration suchen.

 

Jim Morrison war der Frontmann der US-amerikanischen Rockband "The Doors", die als eine der einflussreichsten Bands der 1960er Jahre gilt, und deren poetische Songtexte überwiegend von ihm stammten. Als Rockmusiker artikulierte er die Fantasien, Visionen, Ängste und die Selbstdestruktivität der Generation der späten 1960er Jahre und lebte sie exemplarisch aus.

 

Drei Gedichtbände veröffentlichte der Musiker und nutzte die Doors-Konzerte regelmäßig für spontane Rezitationen poetischer Texte, er produzierte einen Dokumentarfilm über die Doors und einen experimentellen Spielfilm. Aber in späteren Jahren wurde er meist mit einem aufrührerischen und selbstzerstörerischen Lebensstil assoziiert. Sein früher Tod, dessen nähere Umstände nie mit Sicherheit geklärt werden konnten, trug erheblich zur Legendenbildung um seine Person bei.

(Quelle: Wikipedia)

 

Und während ich dies hier schreibe, tönen von der CD "The Best Of The Doors" die alten Schätzchen von "Light my Fire" über "Riders on the Storm" bis hin zu

"When the Music’s Over ... TURN OUT THE LIGHTS!"

07. 12. 1912: Peterchens Mondfahrt

Am 7. Dezember 1912 wurde im Alten Theater Leipzig das Märchenspiel "Peterchens Mondfahrt" von Gerdt von Bassewitz mit Musik von Josef Achtélik uraufgeführt.

 

1915 folgte dann die Veröffentlichung des Märchens als Buch mit Illustrationen von Hans Baluschek, das heute als ein Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur gilt. Erzählt werden darin die Abenteuer des Maikäfers Herr Sumsemann, der zusammen mit den Menschenkindern Peter und Anneliese zum Mond fliegt, um von dort sein verlorengegangenes sechstes Beinchen zu holen.

 

… eine kleine Anregung, mal wieder ins Theater zu gehen!? Wer aber lieber das Buch noch einmal lesen möchte: einfach aufs Titelbild klicken!

06. 12. 1948: Marius Müller-Westernhagen

"Theo gegen den Rest der Welt" wird heute 65!

 

Aber nicht als Schauspieler, sondern als Rock-Musiker und Sänger wurde Westernhagen bekannt und gilt mit rund 11,2 Millionen verkauften Tonträgern als einer der erfolgreichsten deutschen Musiker.

 

Neben Grönemeyer und Lindenberg gehört Westernhagen zu den einzigen deutschsprachigen Sängern, die ich schon immer gerne hörte. 1978 feierte er mit dem Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" seinen Durchbruch, aber ich möchte hier an "Sekt oder Selters" aus dem Jahr 1980 erinnern. Und an Hermann:

Ruhrpott-Poesie vom Feinsten! Zu der Seite von Westernhagen geht's durch Klick aufs Cover

Er war vorm Fernseher eingeschlafen,
und jetzt rauscht das Ding vor sich hin.
Er war viel zu müde, um auszumachen,
und dann fand er das Rauschen schön.
Er träumte vom Meer und vom blauen Himmel,
draußen goss es wie immer in Strömen.
Im Ascher ein Zigarettenstummel,
auf dem Glastisch ein Bild von seinen Söhnen.
Die hatte er schon sehr früh gezeugt,
und er weiß nicht, ob er es heute bereut.
Der eine wurd' Schlosser, so wie er,
der andere trinkt lieber Bier.

Da kommt seine Frau verschlafen herein
im Nachthemd aus Diolen.
Sie knipst die Glotze aus, sagt streng:
Hermann, du musst ins Bett geh’n!
Und artig trottet er hinter ihr her,
seinen Traum hat er längst vergessen.
Und morgen früh steht er dann wieder sein' Mann
in irgend 'nem Werk in Essen.

 

"Gute Nacht, Hermann!"

 

Westernhagen geht im Frühjahr 2014 wieder auf Tournee; Start ist am ersten April in Hamburg. Wer mehr wissen möchte: der Künstler hat eine umfangreiche und informative private Seite mit Biografie, Songtexten, Videos, Tourneedaten … ins Netz gestellt.

05. 12. 1901: Walt Disney

"Walter Elias 'Walt' Disney …war ein US-amerikanischer Filmproduzent, der unter anderem Naturfilme und Zeichentrickfiguren produzierte bzw. erfand. Mit seinen Figuren, Filmen und Themenparks war er eine der prägenden und meistgeehrten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts" weiß Wikipedia.

Stimmt! Und fragt man Leute auf der Straße, wer das "Dschungelbuch" geschrieben hat, kommt in garantiert 80% der Fälle die Antwort: "Walt Disney". Sorry, Mr. Kipling!

 

Disney wuchs mit seinen Eltern und seinen Geschwistern auf einer Farm in Missouri auf. Er interessierte sich schon immer für das Zeichnen und nahm mit 14 Jahren das erste Mal an einem Kunstunterricht in Kansas City teil. 1926 jedoch gab Disney die Zeichnerei auf und überließ seinem Art Direktor Ub Iwerks die Konzeption seiner Figuren. Dieser war es dann auch, der 1927 Micky Maus schuf.

Walt Disney gebührt der Verdienst, dem Zeichentrickgenre neue Aspekte zugefügt zu haben. So machte er seine Produktion zur Weltsensation, indem er den gezeichneten Bildern Ton- und Musikeffekte hinzufügte. Im November 1928 feierte in New York "Steamboat Willie" Premiere, der erste vertonte Zeichentrickfilm mit Micky Maus.

Ein auch von mir gepflegtes Kinoritual ist der Besuch des vorweihnachtlichen Disney-Märchens. Der neueste Animationsfilm kam am 28. November in die deutschen Kinos:

"Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" (Originaltitel: "Frozen").

Der Weihnachtsfilm für die ganze Familie basiert lose auf dem Märchen "Die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen, für den Hintergrund ließen sich die Macher von der Landschaft Norwegens inspirieren … und den Trailer gibt es beim Klick auf Rentier Sven.

04. 12. 1875: Rainer Maria Rilke

Eines der bekanntesten unter den unzähligen Gedichten Rilkes ist "Das Karussell". Wir erinnern uns: " … und dann und wann ein weißer Elefant."


Seit ich jedoch auf der CD "Rilke Projekt. Überfließende Himmel" von Schönherz & Fleer die unvergleichliche Stimme von Gottfried John hörte, ist mein absoluter Favorit das Gedicht "Herbsttag" aus Rilkes "Buch der Bilder" von 1902:


Scan aus dem Booklet der CD; © Sony BMG Music Entertainment GmbH

 

"Möge das Leben Ihnen aufgehen, Tür um Tür; mögen Sie sich in die Fähigkeit finden, ihm zu vertrauen, und den Mut, gerade dem Schweren das meiste Vertrauen zu geben."

(aus einem Brief Rilkes vom 20. November 1904)

03. 12. 1942: Alice Schwarzer

zur Zeitschrift geht es durch Klick aufs Titelblatt

Joyeux Anniversaire, Madame!

 

Während ihrer Studienjahre in Paris schloss Alice Schwarzer Freundschaft mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre und arbeitete in der Französischen Frauenbewegung mit, die eine Legalisierung der Abtreibung forderte.

Schwarzer exportierte die Aktion unter dem Motto "Frauen gegen den § 218" nach Deutschland. Spektakulärer Höhepunkt war dabei eine Titelgeschichte in der Zeitschrift "stern" vom 6. Juni 1971, in der 374 Frauen öffentlich bekannten, abgetrieben zu haben. Im Herbst desselben Jahres erschien das erste Buch von Alice Schwarzer, das den Titel

"Frauen gegen den § 218" trug.

 

1975 veröffentlichte Schwarzer "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen", in dem sie für eine freie Sexualität und die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen plädiert. Das Buch wurde in zwölf Sprachen übersetzt und machte sie über Westdeutschland hinaus zu der bekanntesten, aber auch umstrittensten Persönlichkeit der neuen deutschen Frauenbewegung.

Im Jahr 1977 gründete Alice Schwarzer dann die Frauenzeitschrift "Emma", die seit der ersten Ausgabe als Leitblatt des Feminismus im deutschsprachigen Raum gilt.

(Quelle: Wikipedia)

 

Man kann zu Frau Schwarzer stehen, wie man will. Aber ohne sie und ihr Wirken wären wir alle heute nicht dort, wo wir sind.

02. 12. 1948: T. C. Boyle

65 ist echt kein Alter!

 

"Romane sind wie Rockkonzerte: Entweder bringst du die Leute zum Tanzen, oder sie feuern dir Bierdosen an den Kopf" meinte der im US-Bundesstaat New York geborene Schriftsteller einmal.

 

Was mich bereits mehrmals zum Tanzen brachte, das ist Boyles erster Roman "Wassermusik" aus dem Jahr 1982.

"Während die meisten jungen Schotten seines Alters Röcke lüpften, Furchen pflügten und die Saat aussäten, stellte Mungo Park dem Emir von Ludamar, Al-Hadsch‘ Ali Ibn Fatoudi, seine bloßen Hinterbacken zur Schau" … mit diesen Worten beginnt das (Lese-) Abenteuer.

 

Tom Coraghessan Boyle erzählt von zwei Expeditionen ins Innere Afrikas. Der schottische Entdecker Mungo Park will unbedingt die Mündung des Niger erreichen und macht sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den Weg, scheitert aber letztendlich an den Umständen.

 

Ein wüster, unverschämter, barocker Kultroman und besonders geeignet, um ihn an diesen langen Winterabenden (eingekuschelt in eine Decke oder an einem wärmenden Kaminfeuer) zu verschlingen.

01. 12. 1935: Woody Allen


UCI Kinowelt Düsseldorf

Happy Birthday, Mr. Allen!

 

78 Jahre wird er heute alt, der US-amerikanische Komiker, Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Musiker.

 

Mir unvergesslich sind besonders seine Filme der 1970er Jahre:

 

"Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten" (1972), die satirische Verfilmung eines gleichnamigen Sexualkunde-Buches,

 

"Die letzte Nacht des Boris Gruschenko" (1975), eine Satire, in der W.A. einen tollpatschigen Feigling spielt, der durch Zufall zum Kriegshelden wird - und

 

"Der Stadtneurotiker" (1977), eine stark autobiografisch gefärbte Komödie, in welcher der Weg eines Träumers und geborenen Verlierers beschrieben wird.

(Quelle: Wikipedia)

 

... vielleicht ja eine kleine Anregung, mal wieder ins Kino zu gehen?