Aussterbende Spezies. Nachruf auf die Ansichtskarte

im Anhang: "Meine Ausbeute 2011-2012-2013"

 

Am liebsten lässt sich der Tourist
vor Sehenswürdigkeiten nieder,
schreibt Ansichtskarten, trinkt und isst,
macht Fotos und entfernt sich wieder.
Frantz Wittkamp (*1943)

 

Vor etwa 45 Jahren: finsterstes Mittelalter in Deutschland, was die Kommunikation betraf. Kein Handy, keine eMail, keine sozialen Netzwerke, Chatrooms, Skype ... wie haben wir das als Kinder und Jugendliche überhaupt ausgehalten?
Die Sommerferien waren lang, und die Schulfreunde in 20 bis 40 Kilometer Entfernung so gut wie unerreichbar. Telefon war zu teuer, also blieb nur die Post.

 

Vor allem Postkarten mit Fotos in Schwarz/Weiß waren sehr beliebt, und noch heute besitze ich eine ganze Sammlung von Ansichten kleiner Moseldörfer. Bald wurden die Karten dann farbig und kamen aus für mich exotischen Gegenden wie von der Nordsee oder gar aus Spanien, und meine Sammlung wurde von Jahr zu Jahr umfangreicher.

 

Vor einigen Jahren dann der Absturz: statt schöner, bunter Karten schrieben unsere nach wie vor reiselustigen Freunde lieber eine SMS oder eine eMail als kleinen Gruß aus ihrem Urlaubsland.

Gerade mal neun Ansichtskarten erhielten wir letztes Jahr (2010), aber während die Anzahl der Karten abnimmt, kommen sie aus immer ferneren Gegenden. Letztes Jahr zum Beispiel aus Martinique und Malaysia, aus Kanada, Australien und Bhutan ...

 

man beachte den aus Platzspargründen quer über den eigenen Text geschriebenen Gruß!

Die ältesten Ansichtskarten, die ich besitze, wurden alle im Jahr 1912 in Indien geschrieben. Es handelt sich dabei um zwei Serien, die sehr eindrucksvoll vom Leben und Reisen Anfang des letzten Jahrhunderts berichten. 

 

Und die ganze Geschichten erzählen wie die Karten, die ein (Missionars-?) Elternpaar wöchentlich an ihren in Hamburg zurückgebliebenen Sohn schrieb.

 

Auf einer ist da in allerfeinster Kurrentschrift zu lesen:

Calcutta, 20. 12. 12

Mein liebes Kind. Vorige Woche haben wir von dir nichts gehört. Du musst uns jede Woche schreiben sonst ist Mama sehr unglücklich. Ich habe eine neue Serie Postkarten für dich gekauft und werde dir jede Woche eine senden. Lebe Wohl mein Schatz. Gott segne Dich. Deine Mutter

 

Kleiner geschichtlicher Exkurs

Die ersten privaten und nicht von der Post hergestellten Motivpostkarten wurden in Deutschland im Jahr 1872 zugelassen, aber erst 1896 kam der große Durchbruch der Ansichtskarten. Sie wurden bis zum Ersten Weltkrieg hauptsächlich für Grüße von Ausflügen und Reisen oder für Glückwünsche verwendet.

 

Als das „Goldene Zeitalter der Ansichtskarten" wird die Zeit zwischen 1897 und 1918 bezeichnet. In diesen einundzwanzig Jahren wurden jede Menge Karten versandt, und die Auswahl an erhältlichen Exemplaren war groß.

 

Im Ersten Weltkrieg verschickte man viele Karten als "Feldpost", und in der Zeit des Nationalsozialismus verwendete man sie oft zu Propagandazwecken. Motive waren während der Kriege dann meist auch patriotische oder militärische Darstellungen, und erst nach dieser Zeit wurden Ansichtskarten wieder für kurze Mitteilungen von Reisen oder als zunehmend internationaler Urlaubsgruß verwendet.

 

Aus Mangel an Nachfrage gibt es heutzutage fast nur noch von namhaften touristischen Orten bzw. Attraktionen Ansichtskarten zu kaufen, und

 

ich bin schon gespannt darauf, was mir in diesem Jahr in den Briefkasten flattern wird ...

 

 

                                                                              weiter zu Teil 2

Meine Ausbeute 2013:

Deutschland

30. Dezember: Die Verzaubernde

 

Berge, Schnee und Sonnenschein: so muss es im Dezember aussehen! Petra schrieb die Karte aus dem winterlichen Berchtesgaden, wo sie mit Mann und Hund lange Wanderungen unternimmt und sich von der Winterlandschaft verzaubern lässt. Danke, liebe Petra; nicht zuletzt für all' die guten Wünsche fürs Neue Jahr!

Deutschland

 

17. Oktober: Die Künstlerische

 

Petra und Katharina erkunden zurzeit die Kultur und Geschichte Dresdens: "meistens zu Fuß und mit vielen Café- und Kneipen-Zwischenstopps."

 

Und ich habe gelernt, dass die "Sixtinische Madonna" von Raffael in der Gemäldegalerie alter Meister in Dresden hängt.

Deutschland

10. Oktober: Die Erholsame

 

240 Kilometer radelten Adelheid und Ulrich rund um den Bodensee und durch drei Länder, um sich dann in einem gemütlichen Hotel direkt am See zu erholen und die Luft zu schnuppern, die einst Hermann Hesse, Otto Dix und andere berühmte Künstler umgab.

Respekt vor Eurer sportlichen Leistung, Freunde!

Australien

8. Oktober: Die Werbende

 

Herr Mark Jadasch von "Boomerang Reisen" in Düsseldorf hat uns schon einige wunderbare Reisen nach unseren Wünschen zusammengestellt. Jetzt war er selbst unterwegs, um neues Terrain in Australien zu erkunden und schreibt begeistert von Tierparadiesen, von den tollen Restaurants in Melbourne, der Great Ocean Road und von der Spurensuche mit Ureinwohnern des Kontinents: „Was für eine tolle Australien-Reise!“ schwärmt er. Das kann ich gut nachvollziehen; auch mich zieht es schon wieder nach Down Under …

Deutschland

7. Oktober: Die Verträumte

 

Zum Träumen schön, die Abendstimmung am "Roten Kliff" vor Kampen auf Sylt. Wo Jutta und Elli noch im Oktober barfuß durch den Sand laufen und sich Weißwein und Meeresfrüchte schmecken lassen …

Mädels, nächstes Mal fliege ich mit!

Italien

25. September: Die Sonnige

 

Grundlsee in der Steiermark - Cortina d’Ampezzo – Seiser Alm. "Wir lassen uns einfach von der Sonne treiben" schreibt Tina aus Südtirol. Gute Idee: vor dem kommenden Winter einfach noch mal so richtig Sonne tanken in einer wunderbaren Landschaft!

Deutschland

21. September: Die Romantische

 

Doris schreibt von der wunderschönen Landschaft und der mäandernden Mosel, von alten Städtchen und gutem Wein, nur dass das Wetter nicht wirklich mitspiele. Tja, da musst Du wohl noch mal hin, liebe Doris! An einem sonnigen Herbsttag ist es in meiner alten Heimat nämlich besonders schön!

Tanzania

10. September: Die Wärmende

 

"Da beim letzten Mal von 30 geschickten Karten aus Tanzania nicht eine ankam, werde ich zum Transport diesmal die Deutsche Post bemühen …" schreibt Ildiko. Dazu von unzähligen neuen Eindrücken, perfektem Wetter und von dem "Traum Zanzibar", wo sie nach ihrer Kilimanjaro-Tour die Seele baumeln ließ.

Asante sana, Mama Ildi; mit dieser Karte hast Du mir Farben und Sonne in einen verregneten, kühlen Tag gebracht!

Italien

30. August: "Bambini in montagna";

die Rührende


Petra genießt mit Mann Peter und Hund Schröder das "Nichtstun" in Südtirol mit Wellness und langen Wanderungen, mit gutem Essen und leckerem Wein.

Klingt gut; da wäre ich gerne dabei! :-))

Deutschland

 

24. Juli: Die Einheimische

 

Wie schön; wieder mal eine Karte aus Deutschland, und dann auch noch aus meinem geliebten Hamburg!

Hedi hat sie geschrieben, und bei 32°C schwärmt sie von Außenalster, Binnenalster und ALSTERWASSER. Gut gemacht, Hedi: in diesen heißen Tagen muss man die Erfrischungen nehmen, wie sie kommen!


Australien

14. Juli: die Unkonventionelle

 

… endlich kauft meine Freundin Jutta auf einer ihrer Dienstreisen nach Australien mal wieder eine Ansichtskarte für mich, da hat sie leider weder Zeit zu schreiben, noch um eine Briefmarke oder gar einen Postkasten zu finden.

 

Trotzdem nehme ich die Karte aus Brisbane sehr gerne hier auf, denn schließlich ist sie ja von Down Under nach Deutschland gereist, wenn auch in Juttas Handgepäck und nicht per Post.

Frankreich

6. Juli: die Erfrischende

 

"ganz so stürmisch wie auf dem Foto ist es hier nicht" schreiben Adelheid und Ulrich aus Porspoder in der Bretagne. Und dass sie Meer und Landschaft auf vielen Ausflügen genießen, Fisch und Austern schlemmen. Jou, so muss Urlaub sein!

"Hogwarts Express" auf dem Viadukt in Glenfinnan, wo die entsprechenden Szenen von "Harry Potter" gedreht wurden

... und die Verzauberte aus Schottland:


Ganze 18 Tage brauchte diese Karte, die ich an uns selbst schrieb und an der Rezeption unseres Hotels in Fort William aufgab. Damit war sie mehr als doppel so lange unterwegs wie alle anderen, die ich einfach in einen uralten Briefkasten auf dem Land eingeworfen hatte. Zauberei ...?

Frankreich

4. Juli: gleich fünf Erhoffte

 

Den großen Seerosenteich in Garten von Claude Monet will ich schon besuchen, seit ich im Alter von etwa 16 Jahren das erste Gemälde davon sah. Leider habe ich es bis jetzt noch nicht in die Haute-Normandie und nach Giverny geschafft, aber Hedi schickte mir netterweise zum Trost gleich eine ganze Kartenauswahl vom

Jardin de Monet. Wo der Andrang der Besucher so groß ist, dass sie vorschlägt, ihn in "Jardin de monnaie" umzubenennen. Scheint mir eine gute Idee zu sein ;-)))


Marokko

11. Juni: die Langsame

 

Bereits am 19. Mai schrieb Tina diese Karte, auf der sie berichtet, dass sie den Hohen Atlas mit seinen Bergdörfern, Palmenhainen und Kasbahs faszinierend findet, und dass die Menschen auf dem Land freundlich seien.

Aber zu Marrakesch meint sie u.a.: „Mir hat’s nur mäßig dort gefallen.“ Schade, da scheint sich einiges geändert zu haben, seit ich mich 1995 tagelang in der „Perle des Südens“ herumtrieb ...

Peru

17. April: die Erfreuliche

 

Gertie und Helmut meinten vor einigen Jahren, sie gingen ja nun langsam auf die 70 zu, seien auch nicht mehr ganz gesund und würden wohl keine großen Fernreisen mehr unternehmen.

Umso mehr freut es mich jetzt für die beiden, dass sie doch noch zünftig unterwegs sein können. "Die Stufen von Machu Picchu haben uns einiges abverlangt" schreibt Gertie, und ich sage nur: ich kenne Machu Picchu und weiß auch, wie sich die Höhe auf den menschlichen Körper auswirkt. Ihr habt meinen allergrößten Respekt!

Polen

13. April: Die Geheimnisvolle

 

Ein uralter Friedhof, zwei erleuchtete Fensterreihen im nächtlichen Nebel, gespenstisches Licht … und dann dieser chinesisch klingende Name: WANG …

Wang, so heißt eine Kirche im Riesengebirge, lesen wir auf der Rückseite der Karte. Ildiko hat sie aus Polen geschickt – und mich damit auf eine spannende Reise durchs Internet auf den Spuren dieser Stabkirche, die ehemals in Vang (Norwegen) stand. Danke Ildiko; das war ein hochinteressantes und lehrreiches Erlebnis!

Südafrika

11. April: die Rätselhafte

 

Als ich sie eben aus dem Briefkasten zog, wusste ich auf Anhieb nicht viel anzufangen mit dem Motiv; ein Blick auf die Rückseite brachte dann jedoch schnell Klarheit.

Was wir hier sehen, das sind Rohdiamanten aus dem Kimberley Mine Museum. Ulli schrieb die Karte am 20. Februar von ihrem Besuch in Kimberley, wo sie das "Big Hole" besichtigten und meint: "Seit 1914 werden dort diese netten Steine aber nicht mehr gefördert, sonst hätten wir glatt gesucht." Das glaube ich Dir sofort, liebe Ulli; schließlich gilt noch immer: "Diamonds Are a Girl's Best Friend!"

 

Ullis Reisebericht aus Südafrika und eindrucksvolle Fotos gibt es HIER

Kenya

4. April: die Nostalgische

 

Meine Freundin Petra schrieb sie, und wir beide erinnern uns gerne an die Geschichten Hemingways und an unsere ersten Reisen nach Ostafrika. Kenia sei noch immer schön, meint Petra, aber es mache sie auch traurig, dass kein Schnee auf dem Kilimanjaro liege. Ja, das war in den 1970er Jahren noch anders, und es ist eine Tatsache, dass sich die Gletscher immer weiter zurückziehen. Auch wenn sich die Klimatologen über die Gründe nicht immer einig sind.

Deutschland

3. April: die Unverhoffte

 

Eine der fleißigsten Kartenschreiberinnen ist meine GEO-Freundin Tina. Heute bekam ich dieses wunderschöne Exemplar aus Oberbayern, wo Tina und ihr Mann "weiße Ostern" erlebten.

Das Kloster Ettal beeindruckte sie schwer in seiner gigantisch-barocken Fülle, so schreibt Tina.

Und weiter: "Klösterliche Bescheidenheit repräsentiert sich anders".

Da stimme ich zu; mein Eindruck Mitte der 1970er Jahre war ein ähnlicher. Zudem fand ich damals den sommerlichen Biergarten-Rummel im Kloster sehr gewöhnungsbedürftig.

Kenya und Tanzania

12. März: die Erhoffte

 

Gekauft in Kenia, geschrieben mitten in der Serengeti während einer Reifenpanne und abgeschickt in Tansania. "Es ist hier einfach traumhaft" schreibt Heike - und ich sage ganz herzlichen Dank!

Wie schön, dass Du an uns gedacht hast; diese Karte bringt Wärme und Sonne in unsere Hütte, nachdem gerade heute der Winter erneut ausgebrochen ist und wir im Schneechaos versinken!

USA

26. Januar: die Angeforderte

 

Meine Nichte Carolin brauchte nur einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl, um uns diese Karte von ihrer ersten Reise nach New York zu schreiben.

Klar, dass sie ganz begeistert von ihrem ersten Hot Dog im Central Park berichtet, von dem Lauf über die Brooklyn Bridge, von einer Bootstour um Manhattan, Musicals und und und … Big Apple ist auch für mich noch immer die aufregendste Stadt der Welt.

Meine Ausbeute 2012:

Abu Dhabi

November 2012

 

Tina hat aus Abu Dhabi geschrieben. Leider ist die Karte (noch?) nicht angekommen ...

18. Oktober:

Gerade zurück aus Kanada bekam ich gestern gleich fünf Karten auf einmal. Da ich nicht weiß, in welcher Reihenfolge sie hier ankamen, sortiere ich sie mal nach den Schreiberinnen. Danke Mädels; Ihr seid großartig!!!

Und Du, lieber Christoph, natürlich auch :-)))

Italien

 

"Die Seiseralm mit den sie umrahmenden Bergen Schlern, Platt- und Langkofel zählt zu unseren Lieblings-Wanderzielen in den Dolomiten" schreibt Anne Do.

Das glaube ich gerne, obwohl ich selbst allein schon beim Anblick der Berge ins kurzatmige Schnaufen komme :-))

Schottland

 

Barbara und Christoph hat es dieses Jahr zum Golfen in die Grampians gezogen.

Beruhigend, dass auch Kunst und Kultur nicht zu kurz kamen, wie sie schreiben. Und dass ihnen "die eine oder andere Distillery zum Opfer gefallen" ist. Na dann: Cheers!

Österreich

 

Jutta schreibt aus "einer der schönsten Gegenden des Salzkammergutes" und ist ganz begeistert von ihrem Hotel, der Verpflegung und dem SPA.

"Mehr Erholung geht nicht" meint sie ... und ich meine: das hast Du verdient; möge sie noch gaaanz lange anhalten!

USA

Silvia wohnt mit ihrer Familie in Virginia und besitzt seit kurzem eine Wohnung in

St. Pete Beach, Florida. Sie schreibt:

"Auf der Karte das Don Cesar-Hotel. Unser Condo ist 1 Meile nördlich davon." Ich kenne die Gegend von einer Reise im Jahr 2005, liebe Silvia, und kann nur sagen: Ihr seid zu beneiden. Und ich freue mich mit Euch!

Südafrika

Ulli war mal wieder in ihrem geliebten Südafrika unterwegs, wo sie im Krüger Nationalpark trotz Regen gleich am ersten Tag eine neue Spezies entdeckte, den Lit (leopard in tree).

Danke für diese zoologische Nachhilfe-

stunde, liebe Ulli! Dass der Leopard dann auch noch als Briefmarke auf der Rückseite der Karte klebt, das ist das i-Tüpfelchen!

Frankreich

15. September

 

"Aussterbende Spezies" …? Da war ich mit der Titelvergabe für diese Seite vielleicht doch etwas voreilig! Heute fand ich gleich zwei Karten im Briefkasten, und wieder war Hedi die fleißige Schreiberin, die damit das Karten-Dutzend voll machte.

 

Diesmal schrieb sie aus dem Tal der Loire, wo sie und EO den zweiten Teil ihres Urlaubs verbrachten. Und nahezu allen dargestellten Herren in deren Schlössern ihre Aufwartung machten

Frankreich


 

... und den dazugehörenden Damen natürlich auch!

 

Danke für diese anschauliche Geschichtsstunde, liebe Hedi!!!

Frankreich

8. September

 

Kurz vor ihrer Weiterreise an die Loire schrieben Hedi und EO diese Karte aus "Armorica ... dem Land, wo der Cidre aus Tassen getrunken wird". Na, denn mal Prost! ... und ganz herzlichen Dank für diese schöne "sound of sunshine-Karte". 

Italien - Österreich

18. August

 

Karola und Christian genießen weiter ihr Rentner-Dasein und sind heuer schon zum zweiten Mal unterwegs, diesmal wieder auf eigene Faust und immer der Nase bzw. dem Wetter nach.

So kommt es denn auch, dass ich heute statt der erwarteten Karte aus Venedig oder von der Adria diese im Briefkasten vorfand: unsere Freunde erkundeten die Dolomitenregion und schrieben aus dem "Gailtal mit Krapfen und heftiger Marienverehrung". Ich bin schon gespannt auf Eure Erzählungen, Ihr lieben!

Frankreich

08. August

 

Unsere Freunde Adelheid und Ulrich schreiben, dass sie mit der Aubrac eine ihnen bis dato unbekannte Region entdeckt haben, die ihnen gut gefällt. Das wundert mich nicht; auch wir waren auf unseren Touren 2003 und 2008 begeistert von dieser Ecke Südfrankreichs und vom Massif Central!

Florida, USA

11. Juli

 

… und wieder ein "semi-authentisches" Exemplar, diesmal eine Karte von Miami, knapp 30 Jahre alt und mit einer neuen deutschen Briefmarke.

 

Eigentlich gilt das ja nicht, liebe Anne Do ;-))

aber genau wie mit Hedi mache ich auch gerne mit Dir eine Ausnahme:

Wer noch vor kurzem im Sloppy Joe’s eine Margarita auf mich getrunken hat, wer sich daran erinnert, dass unsere Kreuzfahrt in Miami endete und dann auch noch so schön und interessant über die Staaten schreibt, dessen Karte hat einfach einen Platz hier in meiner "Hall of Fame" verdient! Thanx a million!

Chile

26. Juni:

 

… und wieder eine besondere Karte.

Aus Chile, aber mit einer deutschen Briefmarke.

Liebste Hedi, ausnahmsweise, aber sehr gerne nehme ich das "semi-authentische" Exemplar in meine Sammlung auf; hier meine Begründung:

 

  • Du hast die Karte vor mehr als drei Jahren persönlich in Valparaíso gekauft und bis jetzt aufgehoben, damit "sich endlich ihre wahre Bestimmung erfülle"
  • Vor mehr als drei Jahren kannten wir uns noch gar nicht, so dass Du auch keine Gelegenheit hattest, mir eine Karte aus Chile zu schreiben
  • Auf der liebevoll ausgesuchten Briefmarke sind ein Dampfer zu sehen und der Schriftzug "MIT GUTEN WÜNSCHEN"
  • Ich habe noch keine Karte aus Chile
  • Du schreibst Deine Grüße in spanischer Sprache
  • Ich bin ein Jäger und Sammler
  • Die Deutsche Post hat die Karte so behandelt, dass sie in der Tat so aussieht, als käme sie aus Südamerika oder von noch weiter her

Ach ja, "die wahre Bestimmung" dieser Karte bleibt unter uns. Aber ich schreibe Dir aus Kanada, versprochen! :-)))

Namibia

21. Juni:

 

Tina und Gerd waren wieder einmal in Namibia unterwegs und schreiben begeistert von Mountainbike-Touren in der Kalahari, von Köcherbäumen im Licht der Nachmittagssonne, von Erdmännchen und vom Bummel durch das fotogene Hafenstädtchen Lüderitz.

Wer jetzt neugierig geworden ist: die Fotos der beiden findet man HIER

Danke für die wunderschöne Karte, liebe Tina! Besonders beeindruckt hat mich diesmal, dass Du sogar die Briefmarke passend dazu ausgewählt hast: eine der scheuen Rotdünenlerchen vor der Namib; das ist nicht mehr zu toppen, und muss einfach gewürdigt und dokumentiert werden!



Rumänien

16. Juni:

 

Karola und Christian, langjährige Freunde aus Frankfurt am Main, machten jetzt im Rentenalter ihre erste "Bus-Gruppenreise" nach Rumänien. Sie schreiben unter anderem von einer hässlichen Stadt Bukarest, von Dörfern, die erst jetzt Kanalisation bekommen und davon, dass sich ihnen trotz einheimischer Reiseleitung nicht erschließt, wie dieser Vielvölkerstaat funktioniert.

 

Und mir fällt auf, dass dieses Jahr der Trend in der Ansichtskartenmode zum Breitbild-Format geht und zu immer breiteren, weißen Rändern. Die ich bei dieser Karte aus Sibiu (Hermannstadt) ausnahmsweise einmal nicht beschnitten habe.

Italien

Mai 2012;

die Geschichte dieser Karte:

 

02. Mai: in Cefalù von mir geschrieben und sofort an der Hotelrezeption abgegeben

21. Mai: in Palermo abgestempelt

23. Mai: in NRW angekommen

Nepal

5. Mai:


"Zwei Tage durch Kathmandu gelaufen und von mehr Menschen angelächelt worden als daheim in einem ganzen Monat ..." steht auf der Karte.

Diesen Eindruck kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, und ich verstehe sehr gut, warum es Ildiko immer wieder nach Nepal zieht.

 

Herzlichen Dank für diese ausdrucksstarke Karte einer Puja, liebe Ildiko!

Ägypten

13. Januar:

Hurra!

Die erste Karte für dieses Jahr!!!


Meine Freundin Petra schrieb sie aus dem Kempinsky Hotel Soma Bay in Hurghada.

Als "sensationell" beschreibt sie den Strand und das Hotel, in dem sie mit ihrem Mann einen "Faulenzer-Krimi-Lese-Urlaub" verbrachte. Ich freue mich mit Euch, liebe Petra: das habt Ihr Euch verdient!

Meine Ausbeute 2011:

Oman

2. November:

 

Tina reist und schreibt sehr gerne, deshalb durfte ich mich heute auch schon über die dritte (!) Karte von ihr freuen, diesmal aus dem Oman. Trotz 40 Grad Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gefiel Tina das Land sehr gut, und sie meint: "... was uns wirklich umgehauen hat, ist die grandiose Berglandschaft mit den Wadis".

 

Das kann ich mir sehr gut vorstellen ... Danke, Tina!

Frankreich

18. Oktober:

 

Auch im Herbst waren Adelheid und Ulrich, unsere frankophilen Freunde, wieder per Auto und Rad in Frankreich unterwegs, diesmal an der französischen Westküste.

Dass Reisen auch die Zuhause-Gebliebenen bilden kann, ahnte ich irgendwie schon immer. Heute z. B. lernte ich die Île de Ré kennen, eine Insel, die ca. 1,6sm von La Rochelle entfernt liegt ...

 

Ein herzliches Dankeschön an die Freunde aus Berlin!

Donaubergland

21. September:

"Es muss ja nicht immer eine Fernreise sein ..." schrieb Ildiko auf der Rückseite ihrer Karte aus dem Donaubergland - pardon: Donaubikeland! Danke für diese wunderbare Karte, liebe Ildiko! Die diebische Freude, den Klostermauern mal entkommen zu sein und sich an der frischen Luft bewegen zu dürfen, kann ich richtig nachempfinden! :-))

Italien

05. August:

... immer der Sonne nach und bis nach Südtirol zog es Tina und Gerd

(s .a.  06. Juni). Tina schreibt: "Im wunderschönen Ort Schenna sitzen wir nun bei 27°C und kühlem Bierchen ..." Da könnte man doch richtig Lust bekommen, auch Koffer zu packen! Danke für diese anregende "Sehnsuchtspostkarte", liebe Tina!

Island

 

 

03. August:

Gertrud und Helmut (s. a. 29. März) schreiben ganz begeistert von ihrer Reise nach Island, von einer sich ständig verändernden Landschaft, von Zwergwalen, Papageientauchern und von den Islandpferden "die eine Gangart haben, dass der Reiter ein Glas Bier transportieren kann, ohne etwas zu verschütten".

Das würde ich gerne mal ausprobieren ... :-)))

Botswana (Botsuana)

27. Juli:

Was soll ich zu dieser Karte sagen ...? "Unverhofft kommt oft" vielleicht. Auf jeden Fall habe ich mich mächtig gefreut über diese Karte, die wir von unserem Reiseveranstalter Boomerang Reisen bekamen. Frau Carina Fuhrmann schrieb sie von ihrer Informationsreise durch Botswana. Danke, liebe Frau Fuhrmann; das nenne ich echten Kundenservice! :-))

Kanada

 

 

25. Juli:

 

"aus dem hohen Norden Albertas" haben unsere Freunde Barbara und Christoph geschrieben und dabei von Freunden, von schönen Golfplätzen und "so manchem Sundowner" geschwärmt ...

Frankreich

28. Juni:

schon seit unserer Schulzeit sind Adelheid und ich befreundet, und noch heute bekomme ich von ihr aus jedem Urlaub eine wunderschöne Ansichtskarte. Dieses Jahr aus Burgund, wo sie mit ihrem Mann Ulrich eine Radtour längs der Kanäle machte, bei der auch Kultur und Kulinarisches nicht zu kurz kamen.

Sylt

 

15. Juni:

Seit fast 40 Jahren schreibt mir meine Freundin Petra aus allen Teilen der Welt. Dieses Jahr von ihrer Lieblingsinsel Sylt, wo sie sich mit Mann und Hund von ihrem stressigen Arbeitsalltag erholt.

Danke, Petra! 

Italien

14. Juni:

was wäre meine Ansichtskartensammlung ohne meine Freundinnen aus der GEO-RC ...?

Diese wunderschöne, "klassische" Karte schickte Anne aus Sizilien. Leider durften sie und ihr Mann wegen des jüngsten Ätna-Ausbruchs den Vulkan nicht besteigen. Aber ich bin sicher, das werden die beiden irgendwann nachholen!

Namibia

 

06. Juni:

mit dem Heißluftballon über die Namib - ein Traum!

Tina, auch eine Freundin aus der GEO-RC, schickte diese wunderbare Karte. Sie war schon viermal in Namibia und ist noch immer begeistert; Zitat:

 

"Was für ein Land!"

Südafrika

01. Juni: Hurra! Post von uns!

Hier habe ich die Idee von kawasakipower aus der GEO-RC kopiert und an uns selbst geschrieben. Ganze 40 Tage brauchte die Karte von Pretoria nach Deutschland - und damit bedeutend länger als viele andere, die ich aus Südafrika schrieb ...

Indien

20. Mai: Jana, eine andere Freundin aus der GEO-RC war ein halbes Jahr lang mit ihrem Freund André unterwegs auf einer Reise um die Welt. Eine ihrer letzten Stationen war Rajasthan, von wo sie diese Karte schickte.

Ich hatte mir von den beiden eine Karte gewünscht, auf der mal nicht der Taj Mahal zu sehen ist. Eine Aufgabe, die wohl gar nicht so einfach war. Aber wunderbar gelöst wurde! :-))

Nepal

 

06. Mai: Meine Freundin Ildiko aus der GEO-RC schickte diese Karte mit der lebenden Göttin aus Nepal und schrieb - noch ganz gefangen von ihren Erlebnissen - in einer mail dazu:

 

"Am letzten Tag in Kathmandu habe ich übrigens die Kumari gesehen, zum allerersten Mal, das war ein sehr bewegender Augenblick."

Ägypten

 

 

Unsere Freundin Doris M. versicherte mir glaubhaft, dass sie im März von ihrer Nilkreuzfahrt eine Karte geschickt hat.

Leider ist diese bis jetzt noch nicht angekommen ...

Dubai

 

29. März: Gertrud und Helmut B.,

unsere weit gereisten Freunde aus Frankfurt, schickten eine Karte aus Dubai und schreiben von ihrer Tour durch den Oman, wo sie besonders von der Gastfreundlichkeit der Bevölkerung beeindruckt waren.