"Aus aller Welt". Beates Nachrichten-Archiv 2014ff

 

 Nähme man den Zeitungen den Fettdruck

- um wie viel stiller wäre es auf dieser Welt!

Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

 

Oskar 2012: "Nachrichten ...? Ich ziehe Dokumentarfilme vor!"

April 2016

Nepal ... ein Jahr danach

 

"Am 25. April 2015 erschütterte ein Erdbeben Nepal und stürzte eines der sowieso schon ärmsten Länder der Erde in eine tiefe Krise" schreibt Ildiko. Ein Jahr nach dem Erdbeben bereiste sie das Land, das sie so gut kennt und liebt. Für ihren eindrucksvollen Bericht bitte HIER klicken.

Juli 2015

HAPPY BIRTHDAY???

 

Am 6. Juli 2015 wird Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama 80 Jahre alt.

Die chinesische Regierung erließ dazu Vorschriften, die alle Feierlichkeiten unterbinden sollen.

 

 

 

aus einem Rundbrief der Tibet Initiative Deutschland e.V.:

 

 " ...das Schicksal Tibets ist eng mit dem Lebensweg des Dalai Lama verknüpft. Als einer der prominentesten Flüchtlinge der Welt, lebt er seit über 55 Jahren im indischen Exil. Anlässlich seines 80. Geburtstages wird der Wunsch der Tibeter nach seiner Rückkehr immer dringlicher. Wenn der Dalai Lama nach Tibet zurückkehrt, wäre dies ein bedeutender historischer Moment, ähnlich wie die Freilassung Nelson Mandelas oder der Fall der Berliner Mauer."

 

und weiter:

 

"Für die Tibeter ist er ihr religiöses Oberhaupt, aber auch die Seele Tibets. Mit ihm verbinden sie die Hoffnung auf das Überleben des tibetischen Volkes, ihrer Kultur und Religion. Er symbolisiert eine 'innere Heimat' angesichts von Unterdrückung und Repression durch China."  

Juni 2015

Eine Lodge in den Voralpen

Wenn der Berg ruft und das Allgäu lockt, dann empfehle ich eine

junge, vielversprechende Unterkunft in Pfronten;

auf Wunsch auch mit Familien-anschluss.

Persönlich konnte ich die Lodge leider zwar noch nicht in Augenschein nehmen, aber ich kenne die Besitzerin. Das ist Empfehlung genug.

 

Zur Webseite der Alpenlodge geht's beim Klick aufs Foto.

April 2015

"DURBAR SQUARE IS GONE" twitterte Kashish Das Shrestha am 25. April 2015 aus Kathmandu

Foto: „Nepal earthquake 001“ von Mapbox - https://www.flickr.com/photos/mapbox/17080577878/. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons -

 

Kathmandu, Durbar Platz. Hier saß ich im März 2001 auf den Stufen eines Tempels und genoss die friedliche Atmosphäre.

 

Nun hat das Erdbeben vom 25. April fast alles zerstört, und was viel schlimmer ist: hier und an anderen Orten des Landes mussten viele ihr Leben lassen; bis jetzt (Ende Mai) sind mehr als 8600 Menschenleben zu beklagen. Insgesamt sind etwaacht Millionen Menschen vom Erdbeben betroffen: verletzt, ohne Dach über dem Kopf, ohne Trinkwasser, Lebensmittel, Strom ...  

 

Das Mindeste, was wir von hier aus für Nepal, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, tun können, ist spenden. Eine Möglichkeit dazu bietet die Hilfsorganisation CARE; bitte Button anklicken:

März 2015

"Stockhiebe für deutsche Graffiti-Sprayer" lautet eine Schlagzeile der dpa vom 05. 03. 2015

In Singapur wurden zwei 21 und 22 Jahre alte Männer aus Leipzig wegen Vandalismus verurteilt. Sie waren in ein Depot eingebrochen und hatten einen U-Bahn-Wagen besprüht. Die Strafe dafür liegt bei insgesamt neun Monaten Haft und den obligatorischen drei Stockhieben, erklärte der Richter.

 

Bravo! Erstens gehört sich Sachbeschädigung nicht, und zweitens muss Dummheit bestraft werden! Wer sich über sein Urlaubsziel nicht informiert und beispielsweise nicht weiß, dass Vandalismus in Singapur hart bestraft wird (mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldbuße von umgerechnet 1.300 Euro; zudem laut Gesetz mit drei bis acht Stockhieben), dem geschieht das Recht! 

Februar 2015

Südafrika: Erst streicheln, dann erschießen

Etwa 170 Betriebe in Südafrika ziehen Löwen auf, damit Touristen sie beobachten, fotografieren, anfassen und später erschießen können.

 

Die "Streichelzoo-Branche" zieht jährlich rund 2500 Löwenbabys groß. Die Babys werden ihren Müttern meist gleich nach der Geburt entrissen, in enge Käfige gesperrt und falsch ernährt. Traumatisiert und oft krank müssen die Kleinen sich dann die Streicheleinheiten von unzähligen ach! so tierlieben Touristen gefallen lassen.

Sind die Löwenbabys ausgewachsen, werden die meisten an andere Ranches und Jagdfarmen verkauft, wo zahlungskräftige Jagdtouristen sie in einem umzäunten Gelände ohne Fluchtmöglichkeit abknallen können. Heia Safari!

 

Mehr zu dieser profitablen Tierquälerei beim Klick aufs Foto

 

 

PS: Tina, die Südafrika und Namibia von zahlreichen eigenen Reisen kennt, hat hierzu eine wichtige und sachkundige Ergänzung geschrieben; s. Gästebucheintrag vom 21. 02. 2015.

Danke, Tina!

Waldsee oder Müllkippe?

"Lintorf hat, was andere suchen" lautet ein Werbeslogan für den bekannten Ratinger Stadtteil.

 

Seit einiger Zeit ahne ich, was damit gemeint sein könnte, nämlich eine kostenlose Müllkippe. Offiziell heißt sie "Waldsee" und ist mit mehreren Schildern ausgewiesen als "Naturschutzgebiet", aus dem man u. a. weder Tiere noch Pflanzen entnehmen darf.

 

Das tut wahrscheinlich auch niemand, wohl aber das Gegenteil: viele Anwohner nutzen die Ufer des "natürlichen Stillgewässers" als Komposthaufen und Biotonnen-Ersatz:

stapelweise Rasenschnitt erstickt jede natürliche Vegetation im Keim, und ganze Berge von Koniferengrün und Schnitt von Hartlaubgewächsen, dazwischen dicke Äste und halbe Baumstämme, bilden so gut wie unverrottbare Hügel, die nun von einigen Mitbürgern auch noch als Müllhalde missverstanden werden. Erste Plastik- und Glasflaschen und sogar Bauschutt wurden hier schon gesehen, und in der Nähe des Waldfriedhofs findet man Grablichter im Gebüsch oder Pflanzen, die der Einfachheit halber gleich mit dem Plastiktopf über den Zaun geworfen wurden.

 

"Natürlich" ist dieses Gewässer mit den darin entsorgten Seerosen und Kois schon lange nicht mehr, und auch das Wassergeflügel wird bald tot gefüttert sein mit dem ganzen Brot, das in den See geworfen wird. Entsprechende Hinweisschilder waren nach kürzester Zeit demoliert. Bald werden sich hier nur noch die Ratten wohl fühlen, aber die kann man dann ja vergiften …

 

* * * * *

 

Diesen Bericht schickte ich am

27. Oktober 2011 an folgende Adressen:

an die Untere Landschaftsbehörde, die zuständige Behörde des Kreises Mettmann, als Leserbrief an das "Ratinger Wochenblatt" und an den Vorstand des Vereins "Lintorfer Heimatfreunde". Dort reagierte man sofort und brachte den Artikel am

28. Otober 2011 im "Lintorfer", der "aktuellen Internetzeitung". Am

17. November 2011 erschien im "Ratinger Wochenblatt" das Thema als Überschrift für die Leserbriefe ("Naturschutzgebiet als Müllkippe"), und unter dem Titel "Kostenlose Müllkippe am Waldsee?" wurde mein Leserbrief in fast unveränderter Form übernommen.

Wer sich noch immer nicht gemeldet hat, das ist die zuständige Behörde.

Stand: Februar 2015

Januar 2015

22. Januar 2015:

Da hat über Nacht jemand seine alten Fenster entsorgt.


Allein in den letzten drei Jahren fand ich auf den Spaziergängen mit meinen Hunden hier in der Nähe eines Waldparkplatzes eine ganze Einrichtung: Garderobe mit Spiegel, Kleiderschrank, eine Couchlandschaft, Kühl-geräte, Toilettenschüsseln und Waschbecken, dazu Malerutensilien und jede Menge Gartenabfälle, die vertrockneten Bäumchen noch in ihren Containern.

 

Irgendwann werden die Menschen an ihrem Müll und an ihrer Dummheit ersticken …

Von der Sinnlosigkeit des Tötens. Vorbildhafte Insel Sal

 

Sal (Ilha do Sal) ist eine Insel der Kapverdischen Inseln im Atlantik. Seit einigen Jahren pflegt man hier einen liebevollen Umgang mit den Straßenhunden. Wie in Ausgabe Nr. 54  der von Tasso e. V. herausgegebenen Informationszeitschrift "Der Tiernotruf" und im Newsletter zu lesen ist, wurde dieser Sinneswandel der Bevölkerung möglich durch den auch von TASSO unterstützten, beispiellosen Einsatz von "Tierärzte-Pool", sechs Tierärzten, die seit 2007 mehr als 3.500 Kastrationen auf der Insel durchführten.

 

Die Aktion beweist, dass gesunde, kontrollierte und überschaubare Tierpopulationen durch Kastration und medizinische Versorgung möglich sind. Kastrationsaktionen führen auf lange Sicht nicht nur zu einer Verringerung der Anzahl an Hunden, sondern auch zu gesünderen, entspannten Tieren.

So gibt es seit Jahren auf Sal keine ausgemergelten Hündinnen mehr, die Milch für bis zu 17 Welpen pro Wurf produzieren müssen. Auch die Rüden kommen zur Ruhe, da sie nicht mehr nächtelang läufigen Hündinnen nachjagen. Es passieren weniger durch Hunde verursachte Autounfälle, und die Behandlung gegen Würmer, Zecken und Flöhe führt zu einer besseren Lebensqualität der Vierbeiner.

 

Dank dieser sichtbaren Erfolge der Kastrationseinsätze verzichtet die Insel auf Vergiftungen seiner Straßentiere … im Tierschutz eine Lösung mit Vorzeigecharakter und jede Unterstützung wert.

 

Anfang eines neuen Jahres. Zeit, sich an die zu erinnern, die uns letztes Jahr verlassen haben. Stellvertretend für alle hier drei ganz Große:

 

 

"Hab keine Angst. Gott wartet schon an der Türe auf dich."

Das Zitat ist aus "Die Liebe in Zeiten der Cholera", einem Roman von Gabriel Garcia Márquez (+ 17. April 2014). Der kolumbianische Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur wird uns vor allem in Erinnerung bleiben mit seinem großartigen Roman "Hundert Jahre Einsamkeit".

 

 

"Oh Captain, mein Captain" 

Viele Filme haben den US-amerikanischen Schauspieler und Oscar-Preisträger Robin Williams (+ 11. August 2014) unsterblich gemacht. Ich denke an "Good Morning, Vietnam"(1987), an  "Mrs. Doubtfire" (1993) und vor allem an "Der Club der toten Dichter" (1989), aus dem das obige Zitat und die damit verbundenen großartigen Szenen des Films stammen. 

 

 

"Up Where We Belong"

Wir sind dem britischen Rock- und Bluessänger Joe Cocker (+ 22. Dezember 2014) dankbar für seine unvergesslichen Interpretation von Songs wie "With a Little Help from My Friends" (1968), "You Are so Beautiful" (1974), oder "Unchain My Heart" (1987), um nur drei zu nennen. Unvergessen auch sein Woodstock-Auftritt (1969), auf dem er die Luftgitarre populär machte.

Dezember 2014

18. Dezember 2014:

"Todos somos americanos" … nach über 50 Jahren kalten Krieges zwischen den USA und Kuba sprach der amerikanische Präsident Barack Obama gestern in einem Telefonat mit dem Präsidenten Kubas, Raúl Castro, einen historisch zu bewertenden Satz. Damit ist ein erster Schritt zu einem Neuanfang in der Beziehung der beiden Staaten gemacht; bravo! 

16. Dezember 2014

Gestern in Dresden: 15.000 demonstrieren gegen die angebliche "Islamisierung des Abendlandes" und fordern eine Asylrechtsverschärfung, und die Gegendemonstration zählt gerade mal 5.600 Menschen.

Manchmal schäme ich mich, eine Deutsche zu sein …

 

Sehr deutliche Worte, die mir voll aus der Seele sprechen, fand heute Morgen Sabine Henkel  im "WDR 2 Klartext". Nachzulesen und zu hören dort:

Nachtrag vom 13. Januar 2015

"Widerstand gegen Pegida wächst immer schneller" u. ä. lauten die Schlagzeilen des Tages. Die Zahl der Pegida-Gegner, die auf die Straße gehen, hat sich mittlerweile fast verdoppelt.

Manchmal bin ich stolz darauf, eine Deutsche zu sein …

September 2014

Wind um die Nase und Balladen auf der Zunge. Projekt: "Deutschland. Ein Wandermärchen"

Eine Diplom-Gedichte-Sprecherin radelt durch die ganze Republik und tritt überall gegen Kost und Logis auf. Mehr über das spannende Projekt von Anna Magdalena Bössen gibt es auf ihrer Homepage; bitte Bild anklicken! 

Urlaubsort MALTA????

aus einem Brief des "Komitee gegen den Vogelmord e. V." vom 11. 09. 2014:

 

" … seit dem ersten September ist fast überall in Europa die Jagdsaison auf Zugvögel eröffnet. Enten, Gänse, Watvögel und Tauben sind ebenso zum Abschuss freigegeben wie Drosseln, Stare und Lerchen. Etwa 6,8 Millionen Jäger gehen in Europa auf die Pirsch und schießen ganz offiziell rund 100 Millionen Vögel im Jahr.

 

Vielen Jägern reicht das leider nicht. Die Verwendung von Fallen und Netzen und der illegale Abschuss geschützter Arten sind trotz aller Erfolge in manchen Gegenden Südeuropas immer noch verbreitet. Unter dem Deckmäntelchen angeblicher Traditionen oder aus Profitgier stellen ewig gestrige Wilderer weiter unseren Zugvögeln illegal nach."

 

Und weiter:

"Auf Malta sollen in diesem Herbst 26.000 Finken mit Schlagnetzen gefangen werden dürfen, obwohl sich der Inselstaat verpflichtet hat, den Vogelfang endgültig einzustellen!"

Zur Erinnerung:

Das Verbot des Finkenfangs auf Malta im Jahr 2009 war eine der Bedingungen, die im Beitrittsvertrag des Landes mit der EU ausgehandelt wurden.

 

WAS KÖNNEN WIR TUN?

 

Komitee gegen den Vogelmord

 

weitere Infos auch auf meiner Seite   "Auch Zugvögel sind Touristen"

Januar 2014

Tierquälerei im "Dschungelcamp"

Ganz Deutschland scheint sich über das "Dschungelcamp" zu amüsieren, diese TV Trash-Sendung, in der Möchtegern-Promis ("Ich bin ein Star …") sich ekligen Prüfungen unterziehen müssen und u. a. lebende Tiere essen.

 

Endlich reagiert auch der Tierschutz. So war am 23. Januar bei FOCUS-Online ein Interview mit Peter Höffken zu lesen, in dem der Vertreter der Tierschutzorganisation PETA den Umgang mit Tieren in der TV Trash-Sendung "Dschungelcamp" kritisierte.

Nachzulesen ist der Artikel HIER

Am 29. Januar legte t-online.de nach und schrieb unter dem Titel

"Solche Shows sind ein Grund für viele Fälle von Tierquälerei":

 

Die Tierschutzorganisation PETA hat das RTL-"Dschungelcamp" vehement kritisiert. Grund war die am Dienstagabend ausgestrahlte Ekel-Prüfung, bei der unter anderem lebende Würmer und Skorpione von den Kandidaten verzehrt werden mussten. "Unseres Erachtens sind solche Shows mit ein Grund für die vielen schrecklichen Fälle von Tierquälerei, die wir in Deutschland verzeichnen", sagte Peter Höffken für PETA dem Entertainment-Portal "Promiflash".

 

"Tiere werden gezielt als Ekelfaktoren dargestellt und zur Belustigung getötet", sagte Höffken weiter. Mitgefühl für das Leiden und die Bedürfnisse von Tieren blieben auf der Strecke, da mit ihnen umgegangen werde wie mit leblosen Kulissen.

Ein Problem sieht Höffken auch ganz allgemein darin, dass Insekten von vielen Menschen als Tiere zweiter Klasse angesehen würden. "Doch sie wollen genau so überleben wie ein Hund oder eine Katze", betonte der Diplom-Zoologe.

 

Der ganze Artikel ist HIER nachzulesen.

Königreich der Tiere …?

Auf der offiziellen Webseite von Harrods in London hält man sich bedeckt, aber "The Telegraph" meldete bereits am

10. d. M., dass das "Pet Kingdom" zum Monatsende endgültig geschlossen wird.

Grund: den neuen Besitzern des Kaufhauses, der "Qatar Holding" (und damit der Königsfamilie von Katar) war die berühmte Tierabteilung des Nobelkaufhauses nicht mehr lukrativ genug. Nun sollen stattdessen im 4. Stock des Hauses Jeans verkauft werden.

Gut so, denn wenn auch seit dem Artenschutzabkommen von 1976 keine Exoten (Krokodile, Löwen, Elefantenbabys …) mehr verkauft werden durften, so gehören auch Haustiere wie Hunde und Hamster, Katzen und Kaninchen nicht in ein Kaufhaus!

Schön, dass reiner Kommerz auch einmal FÜR den Tierschutz arbeiten kann!