Wundern darf es mich nicht, dass manche die Hunde verleumden,

denn es beschämt zu oft leider den Menschen der Hund.

Arthur Schopenhauer (1788-1860)



Oskars Blog (14)

... mit dem Kopf durch die Wand und mit dem Karton durch die Tür

 

                                                      2013 geht's weiter

29. Dezember

 

Hallo Freunde,

ihr wisst ja, dass die Angie viel Angst vor Gewitter, Krachern und Raketen hat. Deshalb hat Beate sie auf den Bauernhof gebracht, denn dort ist es an den Tagen um Silvester viel ruhiger. Ja, und ich habe sie begleitet, um sie zu beschützen.

Ich freu‘ mich auf den Urlaub, aber ich freu‘ mich noch mehr darauf, wenn das ganze Rudel wieder zusammen ist. Und ich wünsche allen schon heute

EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR!!!

Euer Ossi

27. Dezember

 

Tagelanger Dauerregen hat unseren Wald in eine herbstliche Auenlandschaft verwandelt. Angie stürzt sich gern in jede Pfütze, aber unserem wasserscheuen Oskar ist das alles suspekt. In kühnen Sprüngen überwindet er sämtliche Wassergräben.

Und wer stand heute mal wieder mit ausgestreckten Armen zwischen den beiden und versuchte, weder die Leinen fallenzulassen noch aus dem Gleichgewicht zu geraten …?

26. Dezember

 

Heimkehr vom Spaziergang im Dunkeln. John und die Hunde überholen ein Taxi, das bei den Nachbarn vor der Tür steht, und dessen Scheinwerfer unser Garagentor beleuchten.

Plötzlich stutzen Oskar und Angie: da sind doch zwei andere Hunde! Direkt vor unserer Garage! Die beiden freuen sich wie Bolle, und je mehr sie sich freuen und mit den Schwänzen wedeln, umso mehr freuen sich die beiden anderen auch.

Also stürmen sie auf das Garagentor zu …

24. Dezember: Oskar und die Musik

 

Später Vormittag. Oskar liegt entspannt vor der Anlage und lauscht weihnachtlichen Klängen im Radio. Ich aber möchte etwas Anderes hören und lege eine CD ein. Adele. Schon beim Ertönen der ersten drums von "Rolling In The Deep" steht Oskar auf und zieht sich zu Angie in den Flur zurück. Allerdings nicht, ohne mir im Vorbeigehen tief in die Augen zu sehen und dabei einen unendlich vorwurfsvollen Blick zuzuwerfen …

 

Ok, verstanden! Habe irgendwo gelesen, dass Kühe bei Mozart-Musik mehr Milch geben. Wegen der Schwingungsfrequenzen oder so. Also lege ich die erstbeste Mozartscheibe ein, die mir in die Hände fällt – und ich kann es nicht glauben: der Hund kommt tatsächlich zurück, legt sich vor die Boxen und schläft total zufrieden ein.

Dumm nur, dass ich das "Requiem" erwischt hatte und nun zur Strafe hören musste – und das am Heiligabend!

 

23. Dezember  

 

Hallo Freunde,

 

Beate hat gestern gemeint, ich werde wohl langsam vernünftig, und sie habe nichts mehr von neuen Untaten (Untaten ...? Ich ...?) zu berichten.

Da muss ich jetzt mal drüber nachdenken …

 

Einen schönen vierten Adventssonntag wünscht

Euer Ossi

 

    20. Dezember

 

… vielleicht sollten wir unseren Hunden auch mal einen Rentner schenken. Mit dem könnten sie dann machen, was sie wollen; besonders dem Oskar würde da bestimmt viel zu einfallen :-))))

 

Vielen Dank an Hedi, die mir dieses Fundstück aus ihrem örtlichen Wochenblättchen überließ. Mehr Skurrilitäten des ganz normalen Alltags findet man auf ihrer Webseite unter "Aufgelesenes".

19. Dezember

 

Dieser Hund kennt kein Pardon! Er rempelt und rumpelt voller Power durchs Leben, und wir können schauen, wo wir bleiben.

 

Die arme Angie trifft es am häufigsten: Oskar denkt sich nichts dabei, wenn er ihr seinen freudig wedelnden Schwanz um die Ohren haut, wenn er nach einem kühnen Abwärts-Sprung über vier Treppenstufen im Flur auf ihrem Bauch landet, oder wenn er ihr beim Spaziergang die Vorfahrt nimmt und mit der Leine die Haare vom Kopf rasiert. Nur, weil er unbedingt und ganz schnell quer vor ihr vorbeilaufen muss, um auf der anderen Seite des Weges etwas Interessantes zu erforschen.

 

Heute hatten wir eine neue Variante auf unserer Wanderung durch den regennassen Wald: die beiden Hunde standen ziemlich dicht nebeneinander, Oskar markierte, und in echter Macho-Manier musste er anschließend natürlich tüchtig scharren …

Angie war danach kaum wiederzuerkennen: über und über voll mit dunklem, feuchten Waldboden, mit nassem Laub und kleinen Zweigen. Und wieder einmal schaute sie mich mit ihren großen, dunklen Kajal-Augen an, in denen deutlich die Frage zu lesen war:

"Warum macht der so was?"

18. Dezember

 

HAPPY BIRTHDAY, JOHNY!!!



Gerne hätte ich heute einen langen Spaziergang mit Dir gemacht oder wäre mit Dir über unsere Wiese getobt …

aber Du musst ja ins Büro!

Am Wochenende holen wir das nach, versprochen!

 

Dein Ossi

schon ein Jahr alt ...

17. Dezember

 

mail von Tina, die da schreibt:

 

also wenn ich mir so froggy,doggy und dino anschaue...kommt mir die frage, was oskar wohl mit einem spieltau machen würde?? habt ihr das schon probiert? jenna war ganz verrückt danach. und die dinger sind so schön robust! ideal zum draufkauen, verstecken und suchen und gefunden-werden und man kann den hund sogar, ein kräftiges gebiss vorausgesetzt, ideal daran hoch heben und kräfte messen kann man auch spielen... das ding würde bestimmt nicht allzu lange überleben bei ossi, aber sicher länger als froggy,doggy und co!

 

Liebe Tina, das ist ein großartiger und überzeugender Vorschlag … und wieder ein Beispiel dafür, wie sehr sich die Oskar-Fans engagieren und damit das Blog am Leben halten: an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön dafür!

 

Zu dem Spieltau ist zu sagen: Oskar besitzt ein solches Seil, und er hat es in einem Jahr noch nicht kaputt gekriegt, dabei ist es eines seiner Lieblingsteile; täglich schleudert er es uns um die Schienbeine oder wirft es uns vor die Füße und fordert zum Tauziehen auf :-)))

16. Dezember: Was ist das?

 

Es fetzt durchs Haus, dreht sich im Kreis, macht Bocksprünge und wedelt heftigst mit dem Schwanz. Es stürzt sich auf seine Decke, das Kissen und die Plüschtiere, schüttelt alle kräftig durch und verteilt sie im weiten Umkreis. Es rennt hin und her zwischen John und Beate und kneift im Vorbeilaufen der Angie mal kurz und voller Übermut ins Ohr oder ins Bein. Und es hinterlässt ein Schlachtfeld …

Richtig! Das ist ein Oskar, der sich auf den Adventssonntagmorgenspaziergang freut!

14. Dezember

 

Kürzlich geschehen: ich lasse die Hunde zum Toben und Spielen in den verschneiten Garten und begebe mich in die Küche. Nach einiger Zeit ein Alarmsignal: die beiden sind nicht mehr zu hören! Ich schaue nach - und was sehe ich?

Oskar und Angie stehen in trauter Zweisamkeit unter dem Futterhäuschen und lecken voller Hingabe die heruntergefallenen Körner auf …

 

Die zwei sind überhaupt manchmal ziemlich peinlich: Oskar steht kurz vor einem Herzinfarkt wenn er Nachbars Katze sieht; er zerrt und röchelt an der Leine bis ihm schier die Luft wegbleibt … und mitten auf dem Radfahrweg wirft sich Angie auf dem festgefahrenen Schnee auf den Rücken, streckt alle Viere von sich und macht den Adler. Und ich stehe daneben, halte ihre Leine und gebe den Deppen, weil der Hund seinen Spaß haben will …

13. Dezember - Großes Halali. Oskars Strecke: Frosch, Doggy und Dino

 

Bei der Gelegenheit herzlichen Dank an Doris für das Angebot, die Plüschis (quasi als Weihnachtsgeschenk für Oskar) wieder zusammenzustoppeln; ich weiß das sehr zu schätzen!

Unter den kritischen Augen des kleinen Zerstörers habe ich mich gestern selbst an die Arbeit gemacht – aber ich kann Dich beruhigen: bei Deinem nächsten Besuch gibt es garantiert wieder neue Verletzte und Amputierte zu versorgen.

Bis auf Froschi … den hat Oskar bisher weitestgehend verschont!

12. 12.: Verkehrte Welt

 

Unsere Buchfinken machen sich zum Fressen über die für sie ungewohnten, schaukelnden Meisenknödel her, unser Buntspecht und das Eichhörnchen hängen am Erdnuss-Silo, und unser Amselmännchen hat gelernt, trotz seiner Größe ins Futterhäuschen zu fliegen und das eingebaute Silo komplett zu leeren. Und unsere Wühlmäuse profitieren von allem, leiden keine Not und vermehren sich prächtig …

 

Aber was erwartet man auch von einer Familie, deren jüngster Hund den Fischen die Pellets wegfrisst?

 

… Stunden später:

 

Dieser Misthund! Ich bringe ihn doch noch zurück nach Ungarn!!!

Irgendwie hat mich heute Mittag urplötzlich eine Erkältung umgehauen: Kopfschmerzen, Triefnase, tränende Augen, Kratzen im Hals … die ganze Palette! Und was tut Oskar? Dieser Hund, der im Gegensatz zu allen anderen, die wir bisher hatten, NULL Respekt vor unserem Garten zeigt und ihn als seine persönliche Toilette betrachtet, kann seine Geschäfte auf einmal nur draußen erledigen.

Als hätte er geahnt, dass ich seinen Nachmittagsspaziergang einfach ausfallen lassen wollte ...

11. Dezember: dieser Hund ist so doooof!

 

… oder warum sonst läuft Oskar schnurgerade vor mir her, wo genügend Platz ist - und freiwillig (!) bei Fuß auf ganz engen Wegen, so dass ich schon manchmal ins Stolpern geraten bin …?

 

                                                          9. Dezember

8. Dezember: Oskar, der Unglaubliche

 

Kalt, aber sonnig. Und die Hundewiese tief verschneit. Unsere beiden sind begeistert und toben durch die weiße Pracht.

Bis Oskar einen Hundehalter erblickt, der seinen schwarzen Mischlingsrüden mit einer Ballschleuder beschäftigt. Wau! Oskar schaut fasziniert zu; so etwas hat er noch nie gesehen!

 

Und dann läuft er zu dem Hundehalter, setzt sich neben den Schwarzen und bettelt: "Wirf schon! Schnell! Ich weiß jetzt, wie das Spiel geht!" Hundehalter wirft, und die beiden Hunde laufen los. Oskar ist natürlich viel zu schnell und überholt den Ball. Genau zweimal, dann hat er den Bogen raus - und damit der andere keine Chance mehr: Oskar verfolgt ganz genau die Flugkurve des Spielgeräts, fängt das Bällchen am Ende aus der Luft und bringt es zurück.

Allerdings nicht zu seinem Besitzer, sondern zu John. Der daraufhin dieses tolle Spiel leider ziemlich schnell beenden musste.

7. Dezember

 

Ich bin ein Spielverderber! Heute Morgen beim Spaziergang der erste, ausgiebige Schneefall für diesen Winter. Wie fast alle Hunde freuen sich Angie und Oskar schier narrisch und wuseln an ihren Leinen um mich herum, als wollten sie die Knotenschrift neu erfinden.

 

Geht ja noch und ist auch nicht ganz ungewohnt; viel schlimmer sind für mich heute die bittenden Blicke der beiden, die da sagen: “Bitte, bitte, lass uns doch von der Leine! Wir würden so gerne frei durch den Schnee toben!“

Tut mir sehr leid, Freunde, aber diese Chance habt Ihr Euch (und mir) leider schon lange verspielt …

kleiner Weihnachtsmann Wim

6. Dezember: lustig, lustig, tralalalala … jetzt war Nikolausabend da!


Oskar hat den Nikolaus verpennt! Heute Morgen fand ich doch tatsächlich meine Schuhe (die übrigens immer im Flur stehen und nicht extra aufgestellt wurden) gefüllt. Freude!

 

Und als John gestern mit den Hunden vom Abendspaziergang kam, fand Oskar, auf dessen Nase immer Verlass ist, vor der Tür eine Nikolaustüte für ihn und Angie. Mit zwei großen Schleifchen-verzierten Kauknochen drin und einem lieben Kärtchen von ihrem kleinen Freund Wim aus der Nachbarschaft. Vor allem Oskar war begeistert von seinem Fund ... und die Hundehalter gerührt.

es war einmal ...

5. Dezember

 

Zum zweiten Mal wird in dieser Nacht Nikolaus an unserem Haus vorübergehen, und unsere Stiefel werden leer bleiben.

 

Schuld ist Oskar, der den Geschenkebringer garantiert nicht ins Haus lassen wird. Und selbst wenn, dann nur, damit er sich selbst über die Köstlichkeiten hermachen kann.

 

Leider ist Angie nicht als Super Nanny zu brauchen: sie selbst bleibt zwar brav liegen und bewacht Äpfel, Nuss und Mandelkern … aber sie hat noch nie etwas getan, um den kleinen Ungarn von seinen Untaten abzuhalten.

4. Dezember: Fehler gemacht

 

Ich werfe beim Brotschneiden entstandene Krümel einfach weg:

Oskar schüttelt den Kopf.

 

Ich räume nach dem Frühstück die Reste dieses wunderbaren Käses wieder in den Kühlschrank:

Oskar sieht mich verständnislos und vorwurfsvoll an.

 

Ich hänge Meisenringe in die Bäume, anstatt sie an den Hund zu verfüttern:

Oskar zweifelt jetzt ernsthaft an meiner geistigen Gesundheit ...

3. Dezember


Hallo Freunde,

war ein wunderbarer Dezembermorgen heute, und auf unserem Spaziergang ließen Angie und ich der Beate sogar großzügig Zeit, mit ihrem iPhone ein Foto vom Sonnenaufgang zu machen.

 

Aber dann kamen diese drei unangeleinten Hunde hinter uns her, und plötzlich hatte Beate es sehr eilig und zerrte uns weiter.

Ich glaube, die hat Angst vor Hunden. Die glaubt einfach nicht, dass ich sie beschützen kann; dabei wäre ich mit diesen drei Fremden spielend fertig geworden!

 

Euer Ossi

 

 

                            2. Dezember

1. Dezember:

"Männer sind wie Hunde.
Sie verstehen zwar, dass sie ausgeschimpft werden,

wissen aber nicht, warum."

 

Was könnte es Besseres geben, als im neuen Blog-Monat mit diesem Spruch des Tages zu beginnen? Geschickt hat ihn meine Freundin Hedi, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, Euch alle zur Nachahmung aufzufordern: gute Sprüche kann ich immer brauchen!