Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden,

weil der Mensch offensichtlich der Komischere der beiden Kreaturen ist.
James Thurber (1894 - 1961)


Oskars Blog (4)

Oskar, unsere kleine Streifenhyäne mit Angie, die ganz wild auf das Eis in der Vogeltränke ist

 

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29. Februar: O Happy Day!

 

Oskar lief heute zum ersten Mal an der Leine ohne zu zerren; ich kann es noch gar nicht fassen!

Was aber noch viel unglaublicher ist: dieser ständig hungrige Hund saß heute brav neben einem Teller mit belegten Brötchen, den ich auf dem Couchtisch vergessen hatte. Und obwohl sie genau auf seiner Nasenhöhe waren und höchstens 40cm von seinem Maul entfernt, bewachte Oskar die Teile gewissenhaft, anstatt ihnen sofort den Garaus zu machen: Guter Hund!

28. Februar: Neues von der Hundefront

Angie hatte gestern Durchfall (vermutlich von den Entwurmungstabletten), und Oskar musste sich heute Morgen urplötzlich und mitten im Büro übergeben.
Aber dafür verwandelt sich unsere Küche langsam wieder von einem Lazarett  mit Bergen von Verbandmaterial, von Tabletten, Sprays und Tinkturen in einen Ort, der seinen Namen auch verdient.

Nur ein Pülverchen ist von dem ganzen Kram noch übrig geblieben. Oskar erhält täglich einen Löffel davon in sein Futter, und wenn dieses "probiotische Ergänzungsfutter" hält was der Waschzettel verspricht, dann sollte es die Darmflora bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen.  Vielleicht nimmt Oskar dann ja endlich etwas zu …

22. Februar:

 

"Setter-Boxer-Mischling" steht im Ausweis von Oskar, und Hundekenner können darüber nur lachen. Es ist schon erstaunlich, was sich manche Tierschutz-Organisationen einfallen lassen, um Hunde besser vermitteln zu können.
"Der Zweck heiligt die Mittel" … im Prinzip ja! Nicht aber, wenn der Zweck ist, sich selbst zu bereichern und ein Geschäft aus dem Leid der Tiere und dem Mitleid der Menschen zu machen.
Ich habe an anderer Stelle bereits einige Praktiken angeprangert:
da werden Welpen zu Hunderten aus dem europäischen Ausland nach Deutschland gekarrt, um sie hier – natürlich gegen eine "Schutzgebühr" zu "vermitteln", anstatt vor Ort zu helfen;
im Ausland werden Hunde speziell gezüchtet, um sie dann bei uns als "arme Straßenhunde" zu verkaufen, und
neuerdings hört man immer öfter von "Tierschutzorganisationen", die mit den Tötungsstationen im Ausland Hand in Hand arbeiten. Da bekommen die Aufseher gerne schon mal ein paar Rubel zugesteckt, damit sie nett aussehende und voraussichtlich leicht vermittelbare Hunde aussortieren, damit diese dann in Deutschland verkauft werden können.
Das macht wütend, zumal es viele seriöse Tierschutzorganisationen gibt, die durch diese schwarzen Schafe mit in Verruf geraten.

Zurück zu Oskar: Wenn etwas in ihm steckt, dann ein "Jagdhund ohne Führereinfluss" wie er im Buch "Hunderassen" von Eva-Maria Krämer beschrieben ist. Vom Körperbau her ist Oskar am ehesten ein Whippet, dieses "Rennpferd des kleinen Mannes" aus England. Viele Charaktereigenschaften von Oskar erkenne ich auch wieder, wenn ich da u. a. lese:

"Der Whippet ist ein ruhiger, sensibler Hausgenosse, zärtlich seiner Familie zugetan, lebhaft, fröhlich und verspielt im Freien, stets zu gemeinsamen Unternehmungen bereit. Der intelligente Hund lässt sich leicht mit leisen Worten erziehen, man darf jedoch seine Persönlichkeit nicht unterschätzen." … Stimmt!

21. Februar:

 

In Klein-Oskar steckt ein Killer!
Oskar ist zu ungeschickt und vor allem viel zu ungeduldig, um Mäuse zu fangen. Zwar versucht er, Angie bei ihrer Jagd zu unterstützen und buddelt übereifrig mit, aber damit verjagt er die Nager nur.
Trotzdem gelang es der Griechin am Wochenende, eine Maus zu fangen. Wie es so ihre Art als halbe Katze ist, fing sie an, mit dem armen Tier zu spielen. John wollte eingreifen, aber Oskar war schneller: er schnappte sich die Maus und tötete sie mit einer einzigen Bewegung seines kräftigen, kleinen Gebisses. Aus, die Maus ...

19. Februar:

 

Gestern auf der Hundewiese.
Oskar spielt mit der pummeligen Fiona, einem liebenswerten Corgie-Mischling. Das Frauchen von Fiona schaut den beiden eine Zeit lang zu, sieht ihre Hündin an, dann den Oskar ... und dann bricht es aus ihr heraus:
„Wie kriegen Sie den so dünn?“

18. Februar

 

Hallo Freunde,

Beate hat gestern gemeint, dass ich mit meiner fröhlichen Unbekümmertheit das Beste bin, was ihnen passieren konnte - auch, wenn ich noch viel Unsinn anstelle.

Gefällt mir!

Unbekümmerte Grüße

Euer Oskar

14. Februar 2012: Aufatmen

 

Seit gestern Nachmittag ist es amtlich: Oskar leidet weder wie befürchtet an Diabetes noch an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse oder Ähnlichem. Der Hund ist kerngesund! Jetzt müssen wir nur noch herausbekommen, warum er nicht zunimmt oder sogar abnimmt, obwohl er so gut frisst.

Ich danke allen, die sich mit mir und uns Sorgen gemacht und uns während einer schwierigen Zeit Mut zugesprochen haben!

2. Februarwochenende: Richtiger Besuch

 

Hallo Freunde,
endlich weiß ich auch, was „richtiger Besuch“ bedeutet. „Richtiger Besuch“ heißt Doris und riecht total anders als die Leute hier. Und er bleibt ein paar Tage, übernachtet sogar im Gästezimmer.


Ich fand Doris ja gut und habe mich am ersten Tag auch gleich ausgiebig von ihr streicheln lassen. Dann aber hat sie mich durch eine Bewegung erschreckt. Ich bin ganz schnell aufgesprungen um wegzulaufen, dabei auf den Fliesen ausgerutscht und gegen einen Schrank geknallt - und ab dem Moment hab ich der Doris nicht mehr so richtig getraut und das auch durch Knurren ordnungsgemäß angezeigt.


Da Doris aber weiterhin nett war, durfte sie mich auch bald wieder streicheln. Nur wenn sie aufstand, um in ein anderes Zimmer zu gehen, dann habe ich kurz geknurrt, denn vielleicht wissen meine Leute ja nicht, wie erschreckend so ein richtiger Besuch sein kann.

 

Man muss wachsam bleiben!

Euer Oskar

9. Februar:

 

Herr W. berichtete, dass Oskar beim Spaziergang wieder einmal gaaanz brav war: er zog nicht an der Leine, er machte keine anderen Hunde an - und er wollte im Wald auch nicht auf Großwildjagd gehen.

Jetzt frage ich mich allerdings, ob das wirklich Oskar war, den ich ihm da mitgegeben habe ...

8. Februar:

 

Ausnahmezustand im Hause S.: wegen einer Wunde am Bein muss Angie jetzt zum ersten Mal in ihrem Leben einen jener unangenehmen Halskragen-Trichter tragen. Die Hündin ist extremst verunsichert und ängstlich, gewöhnt sich aber hoffentlich bald an das neue Teil.
Trotzdem kann ich sie eigentlich keine Minute alleine lassen, denn Oskar hat jetzt das gefährliche Wunde-Lecken übernommen.
Bleibt nur das kleinere Übel: die beiden auch noch getrennt wegzusperren, wenn ich aus dem Haus muss. Wie soll ich den Tieren das alles erklären?

 

Ach ja, und die Hundetagesstätte will und kann Oskar nicht aufnehmen. Sie befürchten, dass er irgendwie über den Zaun kommen und nach Hause zurücklaufen wird, und niemand ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Verständnis hab' ich schon dafür, aber es wirft meine Pläne mit Oskar wieder über den Haufen. Vielleicht probieren wir es in einigen Monaten ja noch mal ...

6. Februar:

 

Oskar hat in vier Wochen 1 Pfund abgenommen! Das ist bei seinem ungebremsten Appetit nicht normal, und so waren wir heute mal wieder bei unserem Tierarzt. Nun heißt es, erst einmal drei Tage lang Kotproben sammeln und ans Labor schicken.

Drückt uns bitte mal die Daumen, dass keine schlimme Krankheit dahinter steckt!

Samstag / 4. Februar 2012: An alle Fans von Oskars Blog


Heute beginnt die 12. Woche n. Oskar, und damit ist die allererste, aufregende Zeit mit unserem neuen Rudelmitglied vorbei. Viel Interessantes, viel Schönes, aber auch weniger Erfreuliches durften wir erleben, aber immer mehr wiederholen sich jetzt die Ereignisse. Daher werde ich in diesem Blog nicht mehr täglich berichten; schließlich möchte ich niemanden langweilen. Aber selbstredend halte ich euch auf dem Laufenden und melde mich immer dann zu Wort, wenn etwas total Neues oder Wichtiges passiert ist. Fotos soll es auch weiterhin geben.
Ich bedanke mich ganz herzlich für euer Interesse an Oskar, der aus unserem Kleeblatt ein Glückskleeblatt gemacht hat. Wäre nett, wenn ihr ihm die Treue halten würdet und ab und zu mal vorbeischaut!

P.S. Vorgestern ist übrigens etwas geschehen, das mich ungemein erfreut hat:
Oskar sitzt an der Terrassentür und schaut irgendwie sehr nachdenklich und traurig in den sonnigen, aber eiskalten Garten. Minutenlang. Was denkt er …? Wovon träumt er …?
Gerade will ich ihn rufen, um ihn zu trösten, da scheint ihm etwas eingefallen zu sein: er wirft sich herum, stürzt auf mich zu und will nur noch in meiner Nähe sein und gestreichelt werden. Oskar ist angekommen …

Bossy Ossi fordert Angie zum Raufspiel auf

2. Februar 2012: Neues von Oskar

 

Oskar ist sehr interessiert an unseren Einkäufen, und wir dürfen diese erst dann verstauen, wenn er die Tüten inspiziert hat. Auch sonst geht nichts an seiner Nase vorbei, was wir in Händen halten, seien es Briefe, leere Kaffeetüten, Apfelsinenschalen oder Kugelschreiber … Oskar kontrolliert einfach alles!   

 

Oskar zeigt auch Interesse am Fernsehprogramm. Vor allem an Tierfilmen, da verfolgt er schon mal ein herumkletterndes Kapuzineräffchen längere Zeit mit den Augen. Und er läuft noch immer zum Gerät und schaut dahinter nach, wer da wohl so bellt, quiekt oder miaut …

 

Oskars innere Uhr geht minutengenau: er hat sich angewöhnt, um 22 Uhr mit mir das Schlafzimmer aufzusuchen und steht spätestens fünf Minuten nach Zehn vor mir. Mit diesem fragenden Blick …

 

Oskar ist eine ständige Herausforderung an unsere Kreativität. Da er z. B. sein Fressen immer in Windeseile verschlingt, habe ich mir angewöhnt, das Dosenfutter fest an den Schüsselrand zu "kleistern". So ist der Hund mindestens 20 Sekunden länger mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.

 

Oskar macht, was er will. So weiß er zum Beispiel genau, dass er im Auto während unserer Abwesenheit nicht auf den Fahrersitz klettern darf. Er macht es trotzdem.

Eines jedoch brachte den Rabauken neulich total aus dem Konzept: Angie suchte während eines Gewitters ihren mächtigsten Schutzraum auf, den Platz unter der Toilettenschüssel im Bad. Und das, obwohl doch jeder Hund wissen muss, dass man nicht ins Bad darf!

1. Februar 2012

Ein Freund schickte uns das folgende Fundstück aus dem World Wide Web; Verfasser unbekannt:

 

Advice from Dogs
1. When loved ones come home, always run to greet them.
2. Never pass up the opportunity to go for a joyride; allow the experience of fresh air and the wind in your face to be pure ecstasy.
3. When it's in your best interest, practice obedience.
4. Let others know when they've invaded your territory.
5. Take naps. Stretch before rising. Run, romp, and play daily.
6. Thrive on attention and let people touch you. Avoid biting when a simple growl will do.
7. On warm days, stop to lie on your back on the grass. On hot days, drink lots of water and lie under a shady tree.
8. When you're happy, dance around and wag your entire body.
9. No matter how often you're scolded, don't buy into the guilt thing and pout...run right back and make friends.
10. Delight in the simple joy of a long walk.
11. Eat with gusto and enthusiasm; stop when you have had enough. Be loyal. Never pretend to be something you're not. If what you want lies buried, dig until you find it.
12. When someone is having a bad day, be silent, sit close by and nuzzle them gently.