Dem Hunde, wenn er gut erzogen,

wird selbst ein weiser Mann gewogen.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Oskars Blog. März 2013

Alltagsszene mit Nimmersatt Oskar:

nachdem er seine eigene Schüssel leer gefressen hat, wartet und hofft er darauf, dass Angie ein Bröckchen in der ihrigen übersieht ...

 

 

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31. März

Ostersonntag, Beginn der Sommerzeit und Auflösung des Rätsels vom Karfreitag:

 

Der wirkungsloseste Drei-Wörter-Satz der Welt ist

"Oskar, nicht ziehen!" Dicht gefolgt von Hedis "Ich will Frühling!" :-)))

Karfreitag / 29. März 2013

 

Frage des Tages: was ist der wirkungsloseste Drei-Wörter-Satz der Welt? Ich bitte um Vorschläge über das Kontaktformular oder im Gästebuch!

 

Damit wünschen wir allen Followern von Oskars Blog SCHÖNE OSTERFEIERTAGE,

auch wenn sie dieses Jahr kalt und verschneit sind und das Verstecken der Eier eine Herausforderung.

"Make the best of it!" schreibt ein guter Freund. Und weiter: "Also ich könnte mir da wunderbare Schneenester vorstellen, wie kleine Iglus - und die Spuren im Schnee würde man wie einen Irrgarten anlegen, mal ganz neue Ostererfahrungen…"

 

Jou, gute Idee EO, das würde Oskar Spaß machen! Er findet alles Fressbare, und spurtreu ist er auch!

28. März: die Geister, die ich rief ...

 

Das Schlitzohr hat sich gemerkt, dass er beim gelegentlichen Training während des Spaziergangs als Belohnung kleine Kekse oder Trockenfutterbröckchen bekommt. Auch weiß er, dass er die im Wald gefundenen Stöckchen nicht fressen soll und im Austausch dafür ein Leckerli erhält.

 

So, und jetzt habe ich einen Hund, der noch schlechter an der Leine läuft. Der ohne Aufforderung unterwegs Platz macht, Pfötchen gibt, auf herumliegende Baumstämme hüpft und freudig jeden Stock anknabbert, den er finden kann. Um mich dann mit diesem auffordernden Blick anzusehen; in den Augen deutlich das Zeichen für Belohnung.

24. März

 

Die Welt ist - fast - wieder in Ordnung, wenigstens für unsere Hunde. Nachdem gestern beide von mir einen Fastentag verordnet bekommen hatten, gab es heute wieder etwas zu fressen: leichte Aufbaukost mit Hühnchen, Reis und Hüttenkäse. Die Portionen waren zwar kleiner als sonst (ich will die Hundemägen ja nicht gleich wieder überfordern!), aber dafür gibt es nachher auch eine zusätzliche Ration.

 

Was Oskar natürlich nicht wissen kann, und so lief er erst einmal mit vorwurfsvollem Blick durchs Haus und beschwerte sich über die nur halb volle Schüssel und darüber, dass wir offensichtlich wieder den Nachtisch vergessen hatten.

An dem Dosenfutter hatte er als ehemaliger Straßenhund nichts auszusetzen. Ganz anders sein Vorgänger Rex aus England. Wie oft stand ich für den Bearded Collie-Mischling mit dem sensiblen Magen am Herd und kochte Hühnchen und Reis …

 

Alltag für Hunde und Katzen: der Kampf um die besten Plätze am Straßenstand mit dem Junkfood

Da fallen mir die erstaunlich wenigen (wir ahnen, warum!) Straßenhunde ein, die wir letzte Woche in Istanbul sahen. Keiner von ihnen bot das typische Bild, wie man sich einen Straßenhund so vorstellt mit hervorstehenden Rippen, verfloht und räudig. Im Gegenteil: alle Hunde waren wie auch die Katzen gut genährt. Leider meist zu gut, denn sie werden gefüttert mit Brot und Burgern, mit süßem Gebäck und mit Nutella-gefüllten Waffeln. Und das Junkfood hat bei ihnen natürlich die gleichen Auswirkungen wie bei uns Menschen: manche Tiere waren so fett, dass sie sich nur noch mühsam dahinschleppen konnten. Auch eine Art der Tierquälerei …

23. März

 

Seit gestern haben wir unsere Hunde wieder!

Leider diesmal nicht ganz so, wie wir sie abgegeben haben: Oskar tobt nicht wie sonst herum und erobert das Haus im (Wirbel-) Sturm, und er ist … ja, irgendwie verbeult. Hat sich wohl wieder einen Rettungsring angefressen, denken wir.

 

Nach einem späten Abendspaziergang gegen 23.00 Uhr im Bett. Oskar schläft unruhig, und um 1 Uhr weckt er mich. Muss unbedingt im Garten ein Geschäft erledigen. Gegen 4.30 Uhr dann wird John von einem Plätschern wach: Alarm!!!

Erst einmal schnell mit dem Hund zum (weiteren) Entleeren in den Garten. Angie kommt der Einfachheit halber gleich mit, um heruntergefallenes Vogelfutter vom Boden aufzulecken.

Zurück im Haus sehen wir dann die Bescherung: Oskar hat Durchfall und sich von seinem Darminhalt getrennt. Glücklicherweise auf den Fliesen im Bad. In das er sonst nicht darf; nur in Notfällen zum Kötzern. Kluger Hund!

 

Gegen 5 Uhr dann werkeln John und Beate (konzentriert, aber unter Würgen) im Bad herum, bringen Putzlappen und heißes Wasser und Sagrotan zum Einsatz. Aber Oskar ist seine "Speckrolle" los; war wohl größtenteils Luft.

Wir haben unsere Hunde wieder!


... schon einige Tage alt, die erste Oskar-Studie mit meiner neuen Sony NEX-5R

15. März: "Was kostet ein Hundeleben?"

Unter diesem Titel erschien am 30. 01. 2013 ein Artikel von Dr. med. vet. Ulf Jacobi in unserem Lokalanzeiger

 

Der Tierarzt listete darin auf, welche Ausgaben auf einen zukommen, wenn man sich einen Hund zulegt.

Das beginnt mit der Anschaffung und geht über die Grundausrüstung (Leine, Halsband, Körbchen, Näpfe …), über Hundeschule, Futterkosten, Versicherung, Steuern, Medikamente und Tierarztkosten bis hin zum Einschläfern, zur Beseitigung oder Einäscherung und zum Tierfriedhof.

 

Fazit von Dr. Jacobi:

"Für ein Leben eines kleinen Hundes mit 13–15 Jahren muss man mit Kosten von 9000 Euro rechnen. Große Hunde leben durchschnittlich 10 Jahre und sollten mit 19000 Euro veranschlagt werden."

 

Dabei handelt es sich hier lediglich um Durchschnittskosten; die Skala ist nach oben hin weit offen. Beispielsweise für die Unterbringung in einer Tierpension, wenn man auf Reisen ist. Selbst bei unserem relativ preiswerten Bauernhof kommt da in drei oder vier Wochen für zwei Hunde ein schönes Sümmchen zusammen, mit dem John und ich glatt für einige Wochen nach Mallorca fliegen könnten. Aber wer will schon nach Malle …?!

 

Jetzt kann sich also jede/r selbst ausrechnen, wie viel uns Angie und Oskar wert sind. Und obwohl ich den beiden, wenn sie wieder einmal unausstehlich sind, oft drohe, ich würde sie nach Griechenland bzw. Ungarn zurückbringen, haben wir bis jetzt noch keinen für die beiden ausgegebenen Cent bereut …

13. März

 

Hallo Freunde,

ich hab‘ läuten hören, dass Angie und ich bald wieder Urlaub auf dem Bauernhof machen dürfen. Deshalb jetzt schon mal einige Fotos von mir. Damit ihr mich nicht so sehr vermisst!

Tschüssi!!! Euer Oskar

zum Vergrößern: KLICK-MICH-AN!!!

 

 

... und hier noch ein paar Impressionen vom heutigen Morgenspaziergang - festgehalten mit dem iPhone: 

12. März: DOG is spelled GOD backwards


Wer immer auf diese Weisheit kam, der kannte unsere Hunde nicht. Und auch nicht

  • Justus, der vor keinem Möbelstück Respekt hat und Türen zerkratzt,
  • Dingo, der am liebsten frisch bepflanzte Beete umgräbt,
  • Sandy, die sich gerne in Kuhmist oder Pferdeäpfeln wälzt,
  • Daisy, die noch immer sämtliche Mülleimer im Haus nach Fressbarem durchsucht oder gar
  • Lina, die gerne abhaut und zwei Monate später einen Satz nicht geplanter Welpen abliefert.

Alles kleine Götter, ist klar!

11. März: dringend application gesucht!

 

Einem alten Hund bringt man keine Kunststücke mehr bei? Quatsch! Angie zum Beispiel hat bellen und betteln gelernt, und wenn ich sie nicht bremse, dann frisst auch sie mittlerweile Vogelfutter und Pferdeäpfel. Wenn Oskar das kann …

 

Für mein iPhone suche ich daher jetzt dringend eine Hundeüberredungs-App, mit der ich die beiden überzeugen kann, dass es überhaupt nicht erwünscht ist, wenn sie die Unarten des jeweils anderen übernehmen.

 

Wer kann mir da bitte weiterhelfen?

8. März

 

Wir haben zwei wunderbare, großartige Hunde.

Die besten der Welt!

 

Als ich gestern ziemlich unfit nach einer Zahn-OP nach Hause kam, schauten die beiden mich nach der ersten Begrüßung nur kritisch an – und zogen sich dann leise in den Flur zurück. Selbst Oskar blieb dort ruhig liegen und pesterte nicht wie sonst, um mich zum Spielen, Spazierengehen oder Füttern aufzufordern.

Wie ich den Wildfang so kenne, wird meine Schonfrist allerdings leider bald zu Ende sein …

* * * * *

 

Heute kamen Oskar und ich der Einladung von Doc Schmid und seinem Team nach und waren zum Impfen in der Praxis. Und der Doc, der sonst mit Lob recht zurückhaltend ist, war ganz begeistert von unserem kleinen Ungarn und davon, was wir "aus ihm gemacht" haben. Er hätte das ja nie geglaubt …

 

Is this the real life?
Is this just fantasy?


Für mich ging in diesem Moment die Sonne auf, und die Worte unseres Tierarztes gingen runter wie Öl! Leider vergaß ich vor lauter Freude, mir das schriftlich geben zu lassen. Mit einem solchen Schreiben hätte ich endlich etwas in der Hand gehabt, um es den pikierten Blicken anderer Hundebesitzer entgegenzusetzen, wenn Oskar sich wieder einmal danebenbenimmt.

 

Egal! Die gewaltige Melodie der Bohemian Rhapsody, die auf der Heimfahrt aus dem Autoradio dröhnte, drückte genau das aus, was ich empfand.

Danke Freddie; das war real life!

6. März: Oskar, Angie und das Rheinische Grundgesetz

Präambel: Jede Jeck es anders

Dazu brauche ich jetzt wirklich nichts zu schreiben; das führen uns die beiden Hunde täglich vor Augen.

 

Artikel 1: Et es wie et es.
Angie und Oskar leben diesen Satz. Sie wollen nicht um jeden Preis die Welt verändern. Außer, sie haben Hunger oder wollen raus.

 

Artikel 2: Et kütt wie et kütt.
Darum kann man die Hunde beneiden: sie haben keine Angst vor beispielsweise Krankheit oder Tod. Sie wissen, dass sie eh‘ nichts am Lauf der Dinge ändern können.

 

Artikel 3: Et hät noch emmer joot jejange.

„Wird schon gut gehen“ denkt Oskar voller Urvertrauen und Unbekümmertheit, wenn er sich in halsbrecherischer Weise in einen Graben stürzt, durch den Garten fetzt oder über eine Eisfläche rutscht. 

Artikel 4: Wat fott es, es fott.
Nö, das glaubt Oskar nicht! Auch wenn sämtliche Schüsseln schon leer geschleckt sind, muss er sie und die Umgebung immer wieder inspizieren: man könnte ja etwas übersehen haben!

 

Artikel 5: Et bliev nix wie et wor.

Das ist für Oskar kein Problem: er steht allem Neuen offen gegenüber und bleibt neugierig.


Artikel 6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.

Fort damit? Oskar doch nicht! Der bringt die unmöglichsten Sachen angeschleppt und freut sich über seine Fundstücke.


Artikel 7: Wat wells de maache?
Klar, die Hunde fügen sich schon in ihr Schicksal, zum Beispiel, wenn ich aus dem Haus gehe und sie bleiben müssen. Aber diese Blicke …


Artikel 8: Maach et joot, ävver nit zo off.
Auch hier hält sich Oskar nicht ans Gesetz; für ihn gibt es viele Sachen, die man nicht oft genug machen kann: fressen, toben und gestreichelt werden stehen ganz oben auf der Liste.

 

Artikel 9: Wat soll dä Käu?
Käu, so nennt der Kölner sinnloses Gerede. Das finden alle Hunde doof und schalten gerne auf Durchzug.

 

Artikel 10: Drinks de ejne met?
Das geht. Die Wasserschüssel teilt man gerne mit anderen. Aber wenn es ums Futter geht, dann ist sich jeder selbst der Nächste. Da kann sogar unsere sanfte Angie warnend knurren.


Artikel 11: Do laachs de disch kapott.
Jawoll! Ich bin überzeugt, dass die Hunde sich innerlich oft kaputtlachen über uns Menschen.

4. März

 

Scheint nun ja doch noch etwas zu werden mit dem Frühling! Gestern am späten Nachmittag kamen die ersten Kanadagänse aus ihrem Winterquartier zurück und fielen laut schnatternd auf unserer kleinen Wiese ein, und heute Morgen stimmten die Singvögel ihre schönsten Lieder an.

 

"Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt …"

Bei mir waren es zwei kleine Zugochsen aus der Familie der Caniden. Vor allem der Kleinere zeigte dabei wieder einmal viel Power und Lebensfreude: machte Bocksprünge, rutschte auf am Wegrand liegenden Baumstämmen herum, kratzte am dünnen Eis der letzten zugefrorenen Pfützen und schnappte sich den längsten Stock, den er finden konnte. Um diesen dann ganz stolz und quer im Maul nach Hause zu tragen. Dass er dabei seine beiden Wandergefährten behinderte, das war ihm in dem Moment ziemlich egal.

03. 03. 2013

 

Hallo Freunde,

 

gestern hab‘ ich eine Einladung von unserem Doc bekommen. Da gehe ich gerne hin, und was Doc Schmid mit mir macht, das ist mir ziemlich egal. Hauptsache, er vergisst beim Abschied die Kekse nicht!

 

Euer Ossi

 

2. März

 

Oskar ist der wunderbarste kleine Mistkerl,

der je in unserem Rudel mitlief ...